Ein Meilenstein für die Speicherung erneuerbarer Energien

Siemens liefert den Maschinentransformator für den weltweit größten Batteriespeicher.

Die vom Windpark Hornsdale in Südaustralien erzeugte Energie kann genau dann zugeführt werden, wenn sie benötigt wird – dank der Lithium-Ionen-Batterieanlage des weltbekannten Herstellers von Elektroautos und des Maschinentransformators von Siemens.

Der Speicher für fluktuierende Windenergie

Südaustralien hat viel Wind während der windigen Stunden und viel Sonne während der sonnigen Stunden. Wenn jedoch weder Wind noch Sonne zur Verfügung stehen, fehlt dem Netz Energie und der Netzbetreiber muss die Kapazitäten umverteilen, um sein Netz stabil zu halten. Angesichts dieser schwierigen Umstände mussten die lokalen Behörden und der Betreiber eine Lösung für ihren neuen Windpark in Hornsdale finden.

 

Und das taten sie. Die südaustralische Regierung und der australische Energiemarktbetreiber (AEMO) sowie Neoen, ein Unternehmen für erneuerbare Energien und Betreiber des 309 Megawatt (MW) Windparks, beschlossen, in eine große Batteriespeicherlösung zu investieren.

Die Leistungsreserve von Hornsdale

Der renommierte Pionier der Elektroautos hat es möglich gemacht. Sie errichteten einen mächtigen Batteriespeicher in der Nähe des Windparks. Mit 100 MW und 129 Megawattstunden (MWh) ist es die größte Lithium-Ionen-Batterie der Welt. Dank seiner schnellen Hochlaufzeiten kann er kurzfristig und zuverlässig große Mengen an Energie zur Verfügung stellen.

 

Dank des Siemens Maschinentransformators konnte im Dezember 2017 zum ersten Mal saubere und bezahlbare Windenergie gespeichert und an das Netz geschickt werden: 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche, egal ob der Wind weht oder nicht.

 

Der Maschinentransformator ist die entscheidende Verbindung zwischen dem Speicher und dem Übertragungsnetz. Bevor die Energie in das Netz eingespeist werden kann, muss sie transformiert werden - in diesem Fall von 33 Kilovolt (kV) auf 275 kV. Dies geschieht in der örtlichen Umspannstation durch einen 120-Megavolt-Ampere (MVA)-Transformator.

Fristgerechte Lieferung

„Dank enger Zusammenarbeit mit dem Kunden konnten wir standardisierte Designelemente auswählen, und so den herausfordernden Zeitplan einhalten", sagt Beatrix Natter, CEO von Siemens Transformers.

 

Mit der Inbetriebnahme und Einweihung des Projekts hat Südaustralien ein System, das schneller reagiert als kohlebefeuerte Backups. Daher verbessert dieser Windenergie-Speicher die Systemstabilität, gleicht Schwankungen aus, vermeidet größere Ausfälle und bietet den Verbrauchern Strom aus bezahlbaren erneuerbaren Energiequellen.