Gleichstrom-Kompensation für Transformatoren

Siemens installiert verbessertes System zur Gleichstrom-Kompensation für Transformatoren

Gleichstrom im Transformator führt zu Geräuschentwicklung und hohen Verlusten. Um dem entgegenzuwirken, hat Siemens eine Anlage zur Gleichstrom-Kompensation entwickelt. Ein verbessertes System wurde nun beim österreichischen Netzbetreiber Austrian Power Grid installiert. 

Transformatoren und Gleichstrom

Transformatoren arbeiten generell mit Wechselstrom. Bestimmte Parameter wie die Energieerzeugung durch Wind- und Solar-Kraft, Bahn- oder industrielle Anwendungen können jedoch den Anteil von Gleichstrom im Netz ansteigen lassen. Einmal in den Transformator eingespeist, führt dieser Gleichstrom zu erhöhten Leerlaufverlusten und einem erhöhten Geräuschpegel. Selbst wenn Netzbetreiber beim Trafokauf verstärkt darauf achten, dass der Trafo wenig Geräusche von sich gibt, um keine Anwohner zu stören, kann dies durch Gleichstrom zu Nichte gemacht werden.  

 

Bereits seit 2014 werden vom österreichischen Netzbetreiber Austrian Power Grid (APG) Siemens Transformatoren mit Gleichstrom-Kompensation eingesetzt. Aufgrund der äußerst positiven Erfahrungen des Kunden mit dem bestehenden System, hat APG ein hohes Interesse an der nun erhältlichen Weiterentwicklung der Technologie gezeigt. Siemens hat dies nun umgesetzt. 

System für Gleichstrom-Kompensation

Um die negativen Auswirkungen von Gleichstrom auf den Transformator zu beheben, hat Siemens bereits vor einigen Jahren ein System zur Gleichstrom-Kompensation entwickelt. Der Vorteil des Systems liegt darin, nicht den Gleichstrom im Transformator zu eliminieren, sondern die Auswirkungen auf diesen Transformator zu beseitigen ohne dabei das Netz zu beeinflussen. 

 

Die kommende Generation der Gleichstromkompensation wurde im Umspannwerk St. Peter als Teststellung an einer Transformatorbank installiert.  Der Betrieb an einer Trafobank ermöglicht auch Rückschlüsse auf die Gleichstrombelastung der einzelnen Phasen und bietet auf diese Weise bessere Einblicke in die tageszeitabhängige Gleichstrombelastung der Anlage.  

 

Der Testlauf des weiterentwickelten Systems startete im April 2018 und lief erfolgreich und zur großen Zufriedenheit aller ab. Nach der vielversprechenden Teststellung soll es nun in eine weitere Runde der erfolgreichen Kooperation zwischen Siemens und APG gehen. Gemeinsam will man in Zukunft die Gleichstrombelastung genauer analysieren, um das System auf die nächste Stufe zu heben.

Verbesserte Netzverfügbarkeit

Die Gleichstromkompensations-Anlage ist Teil des Pretact®-Konzepts von Siemens Transformers. Dieses verbessert die Netzverfügbarkeit, da die Auswirkungen von Gleichstrom eliminiert werden: Geräusche werden verringert, Leerlaufverluste reduziert. Der Einspeisung von erneuerbaren Energien steht so nichts im Weg. 

 

„Unser innovatives Gleichstromkompensations-System ermöglicht Kunden die Herausforderungen der Energiewende besser zu meistern“, kommentiert Dr. Beatrix Natter, CEO von Siemens Transmission Products.

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