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Offshore-Wind macht Münchens Energiemix grüner

Unsichtbarer Betrieb auf See für sichtbaren Erfolg an Land

München plant, sich durch Nutzung von Offshore-Windkraft bis 2025 als erste Metropole der Welt komplett mit erneuerbarer Energie selbst zu versorgen.

Die Stadtwerke München setzen auf Offshore-Windkraft

Mit einem Projekt, das in Europa neue Maßstäbe in Sachen Energienutzung setzen könnte, macht eines der größten deutschen Wirtschaftszentren einen enorm wichtigen Schritt in Richtung Zukunft.

Mit seinen 800.000 Haushalten, zahreichen Industrieunternehmen, U-, S- und Straßenbahnen verbraucht München jährlich 7,5 Milliarden Kilowattstunden elektrische Energie. Jetzt hat sich die bayerische Landeshauptstadt ein ehrgeiziges Klimaschutzziel gesetzt: Bis 2025 will sie die erste Stadt der Welt werden, die ihren Energiehaushalt vollständig aus erneuerbaren Energien deckt – und zwar aus eigenen Quellen.    

 

Das äußerst anspruchsvolle Energieprojekt stellt für die Stadtwerke München (SWM), deutschlands größten kommunalen Energieversorger, einen komplett neuen Ansatz dar. Nachdem die ersten Teilprojekte in München und Umgebung ans Netz gingen, wurde offensichtlich, dass die Initiative noch größer angelegt werden musste: auf europäischer Ebene.

CEO Stadtwerke München

Es wurde [auch] schnell klar, dass Wind die geeignetste Form von erneuerbarer Energie für unsere Zwecke war.

Dr. Florian Bieberbach, CEO Stadtwerke München

Offshore-Windkraft entpuppte sich als Bereich, in dem mit einzelnen Projekten erheblicher Fortschritt erzielt werden konnte – und damit als klarer Weg, die Unternehmensziele zu erfüllen. Da Elektrizität nicht in unmittelbarer Nähe zum Verbraucher erzeugt werden muss, entstehen die Projekte der SWM dort, wo erneuerbare Energie im großen Stil und wirtschaftlich sinnvoll nutzbar gemacht werden kann: auf hoher See. Der Strom wird dann einfach ins überregionale Stromnetz eingespeist.

 

Ein Beispiel ist das Offshore-Windprojekt DanTysk, rund 70 Kilometer westlich von Sylt: Hier erzeugen insgesamt 80 Siemens-Windturbinen des Typs SWT 3.6-120 rund 1,3 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr. Die Anlagen wurden 2014 installiert, und schon im Dezember desselben Jahres floss der erste Strom aus dem Windpark an die Küste und damit ins Netz.   

Die Stadtwerke München und Vattenfall investieren in Offshore-Wind

Als Joint-Venture-Projekt von Vattenfall und SWM ist DanTysk heute einer der größten Offshore-Windparks der Nordsee. Vattenfall hat als ein führender Strom- und Wärmeerzeuger in Europa bereits mit dem Testprojekt Alpha Ventus Erfahrung im Offshore-Bereich. Genau wie SWM ist das Unternehmen davon überzeugt, dass Offshore-Windkraft eine wichtige Energiequelle für die Zukunft ist.

„Wir bei Vattenfall glauben an die Umgestaltung der Energielandschaft in eine grüne Energieerzeugung. Die Offshore-Windenergie ist einer der Eckpfeiler der Energiewende, besonders im Norden Europas“, erklärt Gunnar Groebler, Leiter der Business Unit Renewables bei Vattenfall.

 

Bei Großprojekten – vor allem bei solchen, die sich auf unvertrautes Terrain begeben – sucht sich Vattenfall erfahrene Partner, die mit den entsprechenden Technologien vertraut sind. Diese Partnerschaften wirken sich entscheidened auf den Ausgang des Projektes aus.   

 

Partnerschaften als Schlüssel zum Erfolg – daran glauben auch die SWM. Das Unternehmen fördert aktiv Beziehungen mit Geschäftspartnern um „Win-win-Situationen“ für Kunden, Zulieferer und Partner gleichermaßen zu erzeugen. Schon im Vorfeld zur Entwicklung von DanTysk waren sich alle beteiligten Partner darüber einig, dass nicht schnelle Erfolge, sondern langfristige Ziele für die Zusammenarbeit entscheidend waren.   

 

Die grenzüberschreitende Reichweite des Projekts DanTysk ist schon im Namen angedeutet: Er setzt sich zusammen aus „Danmark“ und „Tyskland“, den dänischen Wörtern für Dänemark und Deutschland.

Ein wirtschaftlicher Schlüsselfaktor

Auf 80 Prozent soll der momentan bei 23 Prozent liegende Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Deutschland bis 2050 steigen. Offshore-Windkraft spielt dabei eine wichtige Rolle. Da auf offener See ein vergleichsweise starker und kontinuierlicher Wind weht, können Windkraftwerke dort mit der Leistung konventioneller Kraftwerke gleichziehen. Daher sollen bis 2020 Windkraftwerke mit einer installierten Leistung von insgesamt 6,5 Gigawatt (GW) in deutschen Gewässern entstehen; bis 2030 sollen weitere 8,5 GW hinzukommen.

 

Von dieser Entwicklung profitiert auch der Industrie- und Wirtschaftsstandort Deutschland: Über eine Milliarde Euro wurden bis heute bereits in die Produktionsstätten und die Infrastruktur für Offshore-Wind investiert, rund 18.000 Menschen arbeiten in diesem Bereich. Damit leistet die Offshore-Windenergie nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende, sondern setzt auch wichtige wirtschaftliche Impulse.

Diese Infografik erläutert den positiven Einfluss von DanTysk auf München.
Infografik herunterladen (EN)

Leistungsfähige und bewährte Technik

Für eine erfolgreiche Umsetzung brauchte DanTysk einen vielseitigen Partner: einen Lieferanten, der die Komplexität von Offshore-Bauprojekten bewältigen konnte und dessen Produkte den hohen Betriebs- und Serviceanforderungen von Vattenfall und SWM entsprachen.

Bei der Auswahl eines geeigneten Partners für die Lieferung der Windkraftanlagen war nicht allein die Qualität der Technologie entscheidend. Auch umfassende Erfahrung, Leistungsfähigkeit und Verlässlichkeit des Lieferanten waren ausschlaggebende Kriterien. Das Konsortium entschied sich deshalb für Siemens-Turbinen mit Getriebe vom Typ SWT 3.6-120. Mit einer installierten Gesamtkapazität von über 8,5 GW bis Ende 2016 hatte sich Siemens in der Branche zu Recht den Ruf der zuverlässigsten Technik, der breitesten Fachkompetenz und der umfassendsten Erfahrung erworben. Als einziger Anbieter mit Praxiserfahrung über den gesamten Lebenszyklus eines Offshore-Windparks war Siemens die logische Entscheidung. 

 

Abgesehen von den Turbinen selbst kümmert sich Siemens im Rahmen eines fünfjährigen Service-Vertrags auch um sämtliche Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an den Windkraftanlagen und liefert darüber hinaus die schlüsselfertige Netzanbindung für DanTysk. Diese SylWin1 genannte und vom Übertragungsnetzbetreiber TenneT betriebene Anlage schafft die Verbindung zwischen dem Windkraftwerk auf hoher See und dem deutschen Stromnetz.

Erneuerbare Energie für 400.000 Haushalte

Die Netzeinspeisung des von DanTysk erzeugten Stroms erfolgt weitab von München im schleswig-holsteinischen Büttel. Trotzdem profitieren auch die Stromkunden in der bayerischen Landeshauptstadt von der umweltfreundlichen Energie.

 

„Der Strom, der in deutschen Haushalten aus der Steckdose kommt, entspricht dem jeweils aktuellen deutschen Energiemix. Er enthält sowohl konventionelle als auch erneuerbare Energie. Je mehr erneuerbare Energie ins Netz eingespeist wird, desto mehr erreicht den Verbraucher – und desto weniger konventionell erzeugter Strom wird verwendet“, so Groebler von Vattenfall.

 

Entsprechend können auch die SWM die Menge an konventionellem Strom, die sie ins Netz einspeisen, deutlich verringern. „Mit unserem Anteil, knapp der Hälfte des erzeugten Stroms, können wir etwa 250.000 Münchener Haushalte versorgen“, erläutert Dr. Florian Bieberbach. Insgesamt kann DanTysk nach der Inbetriebnahme grüne Energie für bis zu 400.000 deutsche Haushalte erzeugen.

Der Bau eines Offshore-Windkraftwerks auf hoher See ist ein anspruchsvolles Projekt. Die Pfeiler, auf denen die Windturbinen von DanTysk errichtet sind, wurden in einer Wassertiefe von 21 bis 32 Metern am Meeresgrund verankert. Die Windenergieanlagen bringen es auf eine Gesamthöhe von 148 Metern. Das Windkraftwerk besteht aus 80 Siemens SWT 3.6-120-Windturbinen, die bis zu 1,3 Milliarden Kilowattstunden Strom für deutsche Haushalte liefern.

Siemens-Techniker auf einer Offshore-Windkraftanlage

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