Bitte benutzen Sie einen anderen Browser

Sie nutzen einen Browser, der nicht vollständig unterstützt wird. Bitte beachten Sie, dass Darstellung und Bedienbarkeit dieser Seite möglicherweise eingeschränkt sind. Zur optimalen Nutzbarkeit empfehlen wir den Download eines unterstützten Browsers in der neuesten Version:

Internet Explorer, Chrome Browser, Firefox Browser, Safari Browser

Mit dem aktuellen Browser fortfahren

Kosten der Elektrizität

Windenergie: Neudefinition der Kostendiskussion

Windkraft ist eine der vielversprechendsten erneuerbaren Energiequellen. Die Kosten dieser Energieform im Vergleich zu konventionellen Energieträgern werden von manchen Seiten kritisiert – aber ein neues Modell für die Systemkostenberechnung zeichnet ein ganz anderes Bild. 

Von Natur aus vereint: Siemens Wind Power und Gamesa

Hamburg & Zamudio, April 03, 2017

Von Natur aus vereint: Siemens Wind Power und Gamesa

Stromgestehungskosten (LCOE)

Die Grundlage der aktuellen Kalkulation

Die Gesellschaft benötigt die richtigen Technologien und die richtigen Rahmenbedingungen, um sicherzustellen, dass die Welt in Zukunft mit umweltfreundlicher, zuverlässiger und bezahlbarer Energie versorgt werden kann. Um zu entscheiden, welche Technologien verwendet werden sollen, wird heute das LCOE-Modell der Stromgestehungskosten (Levelized Cost of Electricity) herangezogen. 

 mehrere Onshore-Windturbinen

Die LCOE bilden die Systemkosten im Hinblick auf die erwartete Nutzungsdauer eines Kraftwerks ab. Zur Berechnung werden alle während der Betriebsdauer einer  Energieerzeugungsanlage eingesetzten Kapital- und Betriebskosten inklusive Brennstoff durch die während der Betriebsdauer erwirtschafteten Energieerträge dividiert, jeweils korrigiert um ihren Zeitwert (die sogenannte Diskontierung). Gründliche Untersuchungen und die Erkenntnisse von Experten haben jedoch ergeben, dass der Vergleich der Stromgestehungskosten nicht das gesamte Kosten-Nutzen-Verhältnis in einem makroökonomischen Maßstab abbildet.

Die Alternative: SCOE

Eine umfassendere Kalkulation

Um zu einer realistischeren Abschätzung zu gelangen, welche Technologien zur Energieerzeugung den größten Nutzen für unsere Gesellschaft bringen, hat Siemens ein Modell entwickelt, das eine zutreffendere Abbildung ermöglicht und das LCOE-Modell ablösen soll: das SCOE-Modell der gesellschaftlichen Kosten der Stromerzeugung (Society’s Cost of Electricity). 

LCOE-Gleichung

Ein genaueres Bild

Wenn man den Blickwinkel vom LCOE zum SCOE, also zu einer volkswirtschaftlichen Betrachtung, ausweitet, werden Faktoren berücksichtigt, die beim LCOE-Modell nicht betrachtet werden können: teilweise versteckte Subventionen, Netzkosten, Fluktuationskosten, soziale Kosten, aber auch der gesellschaftliche Nutzen und geopolitische Effekte. Anhand des SCOE lassen sich die unterschiedlichen Technologien erstmals auf der Grundlage der tatsächlichen gesellschaftlichen Kosten-Nutzen-Rechnung vergleichen. In diesem Vergleich relativieren sich die Aufwendungen für die Windenergie generell – und für Offshore-Windenergie im Besonderen – erheblich gegenüber der einfacheren Berechnung des LCOE. 

Weitere Informationen über die wahren Kosten der Stromerzeugung
Vollständige Präsentation herunterladen (EN)

Eine Investition, die sich auszahlt

Die neue Formel für den Fortschritt

Die SCOE-Kalkulation zeigt nachweislich, dass Offshore-Windenergie nicht nur eine zuverlässige Energiequelle für eine nachhaltige Zukunft ist – sondern auch eine wettbewerbsfähige Energiequelle, die sich über Generationen bezahlt machen wird. 

 Onshore-Windturbinen auf trockenem Boden

„Siemens muss sichergehen, in die richtige Technologie zu investieren. Dafür gilt es auch, unsere eigenen Geschäftsstrategien auf den Prüfstand zu stellen.“

Jan Rabe, Director of Sustainability, Siemens Wind Power

Der SCOE verdeutlicht, dass Offshore-Windenergie sich zu einer der tragenden Säulen der Energieversorgung der Zukunft entwickeln kann. Sie erzeugt saubere, klimafreundliche Energie, schafft Arbeitsplätze und ist mit weniger Risiken wie zum Beispiel Feinstaubbelastung, Verlässlichkeit der Energieversorgung oder Preisschwankungen beim Import von Brennstoffen verbunden. Der Arbeitsmarkt, der rund um die Installation und die Instandhaltung der Windturbinen angelegt ist, schafft direkte, regionale Beschäftigung. Weitere Arbeitsplätze entstehen bei Produktion und Montage der Windkraftanlagen und an den Verladehäfen – und alle diese Jobs beleben die Wirtschaft vor Ort.

 

Die Berechnung des SCOE zeigt zudem, dass Erdgas die effizienteste und kostengünstigste Backup-Lösung zu allen erneuerbaren Energien ist, um ein verlässliches und emissionsarmes Energieversorgungssystem zu schaffen.

 

Das Rechenbeispiel für Großbritannien im Jahr 2025 illustriert, zu welchem Paradigmenwechsel die Anwendung des SCOE-Konzepts führen kann. Eine fundierte, ausgeglichene und damit fruchtbar geführte Kostendiskussion auf dieser Basis würde erheblich zum Nutzen für die Gesellschaft beitragen. Für eine transparente Abbildung der wirklichen Kosten ist zu empfehlen, dass die Energiebranche und die Gesellschaft allgemein den SCOE als Standard-Messinstrument für die Auswahl von Energietechnologien in Betracht ziehen. Nur wenn man diese logischen und empirischen Fakten betrachtet, kann das Potenzial der Offshore-Windenergiebranche voll ausgeschöpft werden.

 

Aktuelles und Medien

Aktuelle Informationen

Hier können Sie unsere aktuellen Veröffentlichungen oder Medienberichte über Windenergie lesen und mit unseren Social-Media-Kanälen auf dem neuesten Stand bleiben.