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„Ich mag besonders an der Ausbildung, dass man sowohl einen praktischen Teil hat als auch einen theoretischen. Das ist viel abwechslungsreicher so.“ Kim Auth, dual Studierende Maschinenbau mit Ausbildung zur Industriemechanikerin bei Siemens hat sich, nach kurzen Einblicken in die Metallbearbeitung, für das duale Studium beworben. Was sollte man mitbringen? „Man muss für die Ausbildung handwerklich veranlagt sein. Wenn man nichts mit einer Säge oder Feile anfangen kann, ist das schlecht.“

Wir studieren Maschinenbau

Die Studentinnen Kim Auth und Leonie Schlamp berichten über ihre Erfahrungen während des Studiums.

„Ich war angenehm überrascht, dass ich als junge Frau genauso behandelt wurde wie meine männlichen Kollegen.“ Über was sich unsere Studentinnen noch freuen, erfahren Sie im Interview.

Meine Erfahrungen im Studium

Mein Name ist Leonie Schlamp. Ich bin 27 Jahre alt. Nach dem Abitur habe ich 2008 das duale Studium bei der Siemens AG angefangen und es 2012 beendet. Anschließend habe ich ein Masterstudium absolviert und bin seit 2013 im Bereich Energy Management Mittelspannung als Konstrukteurin angestellt.

Wie sind Sie zu diesem Studiengang gekommen? Wie sind Sie darauf aufmerksam geworden?
Ich habe online nach dualen Studiengängen im technischen Bereich recherchiert. 2008 waren duale Studiengänge noch nicht so verbreitet und ich fand die Idee interessant, in nur vier Jahren zwei berufsbefähigende Abschlüsse zu erreichen. Dabei stellte ich mir die Verknüpfung von Theorie und Praxis als großen Vorteil vor. Die Ausbildung hat mir schon während des Studiums gerade bei praktischen Bezügen sehr weitergeholfen.

 

Warum haben Sie sich für Siemens entschieden?
Siemens ist ein breit aufgestelltes, global agierendes Unternehmen mit einer langen, erfolgreichen Geschichte. Die Vielfalt an Möglichkeiten schien mir für meine berufliche Entwicklung genau das Richtige. Und genau diese Annahme hat sich bewahrheitet. Ich war während des dualen Studiums für sechs Wochen in Spanien in einem Gasturbinenkraftwerk zur Revision, und im Zuge des Masterstudiums absolvierte ich ein sechsmonatiges Praktikum bei der Siemens SAS in Frankreich, Paris.

 

Wie sieht ein typischer Ausbildungstag im Betrieb, in der Hochschule und im Siemens-Trainingscenter für Sie aus?
Während des Semesters ging ich ganz normal zu den Vorlesungen, hatte Praktika und schrieb Klausuren. In den Semesterferien absolvierte ich meine Ausbildung zur Industriemechanikerin im Siemens-Trainingscenter. Dort lernten wir an kleinen Projekten die Grundfertigkeiten des manuellen Zerspanens wie Sägen und Feilen und später die maschinellen Fertigkeiten wie Bohren, Fräsen und Drehen. Die Aufgaben wurden komplexer, beispielsweise mussten selbst gefertigte Baugruppen auch pneumatisch angetrieben werden. Häufig lösten wir die Aufgaben im Team, um schneller voranzukommen.


Gab es für Sie überraschende Erfahrungen?
Ich war angenehm überrascht, dass ich als junge Frau genauso behandelt wurde wie meine männlichen Kollegen. Auch während der Praktika, in der Ausbildungswerkstatt oder beim Praxiseinsatz in Spanien sowie in der Wartung und Instandhaltung im Gasturbinenwerk Berlin war das nie ein Problem.

 

Was macht Ihnen in Ihrem Studium am meisten Spaß?
Ich war sehr stolz auf meine erste selbst gefertigte Baugruppe. Den Weg zu verfolgen von der Idee über die technische Zeichnung bis zur Fertigung und dann Montage ist schon aufregend.

 

Wo – in welchem Bereich – können Sie überall eingesetzt werden?
Als Industriemechanikerin mit einem Bachelor auf Engineering kann ich überall arbeiten, wo technische Aspekte bearbeitet werden. Durch die Ausbildung habe ich auch einen Bezug zur Fertigung, und der Schwerpunkt des Bachelorstudiums lag in der Konstruktion. Zurzeit arbeite ich in der Produktbetreuung. Das ist der Bereich des Produktlebenszyklus, wenn das Produkt marktfähig ist und Kundenwünsche umgesetzt werden müssen.

 

Was war Ihr spannendstes Projekt bisher?
Das spannendste Projekt in der Ausbildung waren die sechs Wochen in Spanien. Hier nahmen wir als Industriemechaniker an einer Revision einer Gasturbine des Kraftwerkes in Sagunto teil.

 

Was genau war da Ihre Aufgabe?
Wir haben die erfahrenen Monteure unterstützt. Etwa bei der Schaufeldemontage geholfen, Prüfprotokolle von ITH-Dehnschrauben aufgenommen, Madenschrauben ausgefräst, um nur ein paar Tätigkeiten zu nennen. Die Kommunikation lief auf Englisch und ich habe auch ein paar Worte Spanisch gelernt.

 

Haben Sie schon Pläne für die Zeit nach dem Studium?
Nach meinem dualen Studium Maschinenbau Fachrichtung Konstruktion habe ich noch einen Master im Projektmanagement absolviert. Während des Masterstudiums war ich als Werkstudent bei der Siemens AG tätig und konnte so weitere praktische Erfahrungen sammeln. Die im Masterstudium vermittelten kaufmännischen und organisatorischen Inhalte sind in der heutigen Zeit auch für einen Ingenieur wichtig.

 

Was raten Sie allen, die sich für Ihren Studiengang interessieren?
Man sollte sich zeitig genug bewerben, bis zu einem Jahr vor dem Start. Auch Mädchen sollen keine Scheu vor technischen Inhalten haben. Mir hat die Ausbildung viel Spaß gemacht und sie war der beste Einstieg in die Siemens AG.

Arbeiten bei Siemens

Nachhaltige Ausbildung und duales Studium

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