
Willy Frits, Leiter der technischen Abteilung BovenIJ, und Eric Hendrikman, Projektmanager Brandschutz bei Siemens, vor dem neuen Brandschutzsystem.
Siemens stellte den vor Fire Connect-App bei BovenIJ. Wenn ein Feueralarm ausgelöst wird, werden zuerst eine ausgewählte Gruppe von Mitgliedern des Emergency Response Teams (ERT) und technisches Personal alarmiert, um als Ersthelfer zu dienen. Sie können in der App sehen, in welchem Raum der Alarm ausgelöst wurde, und können die Situation vor Ort beurteilen. Fehlalarme können über die App zurückgesetzt werden, wobei Geofencing sicherstellt, dass dies nur von technischem Personal und Mitgliedern des Notfallteams durchgeführt werden kann, die physisch im Krankenhaus anwesend sind. Im Falle eines echten Alarms wird ein manueller Feueralarm aktiviert, woraufhin die anderen Mitglieder des Notfallteams gerufen werden und eine Evakuierung, falls erforderlich, beginnt. „Durch die Zusammenarbeit mit diesen ‚Scouts' minimieren wir Störungen und ermöglichen es unserem Gesundheitspersonal, sich voll und ganz auf seine Pflegeaufgaben zu konzentrieren“, sagt Frits.
Siemens überwacht alle Daten des Brandschutzsystems in der Cloud und erkennt Alarmstufen im Backend, die im Krankenhaus selbst noch nicht bemerkt wurden. Wenn sich ein Detektor in der Nähe einer Alarmschwelle befindet, wird die Ursache sofort untersucht. „Früher bekamen wir viele Fehlalarme, zum Beispiel aufgrund von Dampf in der Zentralküche oder bei der Verabreichung von Verneblerbehandlungen an Asthmapatienten“, erklärt Frits. „Unsere aktuellen Detektoren können aus der Ferne präzise eingestellt werden, um dies zu verhindern. Das macht die Alarmstufe zuverlässiger. Wir stehen in ständiger Kommunikation, um das weiter zu verbessern. Das verhindert auch, dass die Feuerwehr mindestens zweimal im Jahr zu Inspektionen kommen muss. Die Verantwortung für den Brandschutz liegt zunehmend beim Endverbraucher.“

