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Instandhaltungsleiter Andreas Bergmann von der Linamar Powertrain GmbH

Training

Wachstum braucht Training

Den vielfältigen Nutzen der praxisorientierten Sinumerik-Kurse erläutern Geschäftsführer Mirko Karlovsky und Instandhaltungsleiter Andreas Bergmann von der Linamar Powertrain GmbH im Interview mit Sitrain.

Die Linamar Powertrain GmbH wurde 2010 in Crimmitschau bei Zwickau gegründet. Sie gehört zur Linamar Corporation, dem zweitgrößten kanadischen Automobilzulieferer mit Hauptsitz in Guelph, Ontario, Kanada, und liefert Bauteile und Komponenten für verschiedene Automobilhersteller sowie die Industrie. Das Unternehmen ist an der Börse gelistet, verfügt über 44 Produktionswerke in Nordamerika, Europa sowie Asien und beschäftigt weltweit rund 18.000 Angestellte.
Sitrain sprach mit dem Geschäftsführer Mirko Karlovsky und dem Instandhaltungsleiter Andreas Bergmann von Linamar Powertrain.


Wodurch zeichnet sich die Firma Linamar Powertrain GmbH aus?

Mirko Karlovsky: Es gibt bei uns die Philosophie einer Balance aus Kunden-, Mitarbeiter- und Aktionärszufriedenheit. Danach richten sich sämtliche Entscheidungen des Unternehmens aus. Linamar Powertrain wurde 2010 gegründet und ist seitdem rasant gewachsen: im Mai 2010 zählte das Unternehmen 15 Mitarbeiter –  bis heute sind daraus knapp 600 Mitarbeiter geworden. Zur Philosophie des Unternehmens gehört auch, dass mehrere Werke als Cluster an einem Standort etabliert sind – wie hier in Crimmitschau.

Die Linamar Powertrain GmbH in der Nähe von Zwickau liefert Bauteile und Komponenten für verschiedene Automobilhersteller und für die Industrie

Welche Anforderungen stellen Sie an die Schulungen für Ihre Mitarbeiter?

Mirko Karlovsky: Das Ziel eines jeden Produktionsbetriebes, und damit auch von uns, ist es, die Verfügbarkeiten der Maschinen und Anlagen so hoch wie möglich zu halten. Weiterhin sind eine kurze Reaktionszeit und schnelles Agieren in der Automobilindustrie sehr wichtig. Deswegen muss das Personal in der Lage sein, ein Problem zeiteffizient und schnell zu lösen.

Andreas Bergmann: Wir schicken regelmäßig Mitarbeiter in die Sitrain Trainingszentren zu Standardkursen. Hohe Verfügbarkeit der Maschinen und Anlagen und relativ geringe Reaktions- bzw. Reparaturzeit sind für uns äußerst wichtig. Aber im Fall der Sinumerik-Kurse lagen bei uns die Schwerpunkte anders als bei den Standardschulungen. Deshalb mussten in diesem Fall die Schulungsanforderungen an unsere Gegebenheiten angepasst werden. Die meisten Kollegen hatten bereits eine Vorbildung im Bereich CNC-gesteuerte Maschinen. Die Grundlagen waren also vorhanden und darauf aufsetzend sollte spezifisches Wissen zum Thema Sinumerik geschult werden – angepasst auf unseren Bedarf.

Instandhaltungsleiter Andreas Bergmann vor einem Starrag Heckert HEC 400 D hochdynamisches Horizontal-Bearbeitungszentrum

Wie lief das genau ab?

Andreas Bergmann: Wir haben uns mit dem Trainingscenter über die Schulungsinhalte abgestimmt und Sitrain hat daraufhin einen Schulungsplan entwickelt, der speziell auf Linamar Powertrain zugeschnitten war. Grundlage war ein Standardkurs, der entsprechend der Anforderungen von uns leicht abgeändert wurde. Nach dem Kurs wurde ein Feedback eingeholt, wie das Training angekommen ist, wie unsere Mitarbeiter das Gelernte in der Arbeit umsetzen konnten und wie sie den gesamten Aufbau des Trainings fanden. Dieses Feedback fiel sehr positiv aus.

 

Was hat besonders gut gefallen?

Andreas Bergmann: Dass die Kurse sehr praxisorientiert waren. Theorie ist zwar wichtig, aber besser ist es, wenn man etwas praktisch ausprobieren und die Theorie dadurch festigen kann. Die Mitarbeiter konnten etwas an Schulungsracks ausprobieren, ohne Angst haben zu müssen, dass irgendetwas mit der realen Maschine passieren könnte. Die Sitrain-Dozenten sind zudem sehr praxiserfahren. Auch wenn sie einmal eine Frage zu einem Problem nicht auf Anhieb beantworten können, liefern Sie die Antwort spätestens am nächsten Tag nach. Wir haben das Feedback kommuniziert und überlegen, die Schulungen auch daraufhin zu prüfen, wie sie für die Bedarfe der anderen Werke in Deutschland passen.

Die Fertigungshallen der Linamar Powertrain GmbH

Warum haben Sie sich für Sitrain entschieden?

Andreas Bergmann: Wir arbeiteten von Anfang an mit Sitrain zusammen und wurden sehr gut betreut. Als Hersteller der Steuerungen bietet Siemens das Gesamtpaket von Produkt und Produkttraining an. Sitrain schult auf den entsprechenden originalgetreuen Schulungsgerät – und das in sehr guten Trainingszentren, in denen ich übrigens selbst auch Trainings besucht habe. Das sind die besten Voraussetzungen, wenn wir unsere Mitarbeiter bei Siemens als dem Steuerungshersteller mit all seinem Know-how schulen und qualifizieren lassen. Das hat natürlich den Ausschlag gegeben.

 

Wie sieht Ihr Fazit aus?

Andreas Bergmann: Die Schulungen haben uns sehr beim Verstehen, im Umgang mit den Maschinen, in der Störungsbeseitigung und in der Fehleranalyse geholfen. Wir sind ja - im positiven Sinne - sehr Siemens-lastig. Das hat den Vorteil, dass wir uns nicht mit unterschiedlichen Steuerungstypen auseinandersetzen müssen, sondern uns auf Sinumerik 840D powerline und Sinumerik 840D solution line konzentrieren können. Mit Unterstützung der Spezialisten aus dem Hause Siemens können wir eine detailliertere Fehleranalyse durchführen. Vorhandenes Wissen wird vertieft und die Scheu vor mancher Anlage mit einer neuen Steuerung wird genommen. In unserer täglichen Arbeit helfen uns die Schulungen sehr. Dieses positive Feedback kam auch jetzt wieder von den kürzlich geschulten Mitarbeitern.

Mirko Karlovsky: Das auch zukünftig anhaltende schnelle Wachstum ist ein wichtiger Aspekt hinsichtlich der Mitarbeiterqualifizierung. Es wird weiterhin ein enormer Schulungsbedarf abgerufen werden, denn es kommen ständig neue Mitarbeiter dazu. Auch Schulungen zur Wissensauffrischung sind wichtig und müssen etwa im Dreijahresrhythmus wiederholt werden. Ohne die kontinuierliche Qualifizierung von Mitarbeitern geht es nicht.

 

Wir danken Ihnen für das Gespräch.

Picture credits: Siemens AG