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Bright Bricks setzt auf Convergent Modelling mit Solid Edge, um lebensgroße Elefanten und andere LEGO-Modelle schneller umzusetzen

Convergent Modelling 

Tierbändiger in 3D

„Wenn Du es Dir vorstellen kannst, können wir es bauen!” – so das Motto des LEGO®-Modellbauers Bright Bricks. Um lebensgroße Elefanten und andere Modelle schneller und sicherer auf die Beine zu bringen, setzt das Unternehmen auf Convergent Modelling – und baut so in Bestzeit einen ganzen Zoo.

Als Kirsty House vor zwei Jahren für ein Sommerpraktikum zu Bright Bricks kam, wusste sie gleich, dass sie nicht so schnell wieder gehen würde. Das Unternehmen südlich von London baut lebensgroße Modelle aus LEGO-Steinen und erfüllt der studierten Industriedesignerin einen Kindheitstraum: „Ich wollte immer Spielzeug-Designerin werden. Meine Eltern besitzen einen Spielzeugladen und LEGO habe ich von klein auf geliebt“.

Die Modelle bauen die Mitarbeiter Stein für Stein von Hand zusammen. Bei besonders großen Figuren oder engen Zeitvorgaben packt das ganze Team mit an. Meistens kümmert sich Kirsty House  aber um das Design der einzelnen Figuren: „Aus dem Designentwurf erstellen wir ein 3D-Modell und verwandeln dieses dann in ein Modell aus LEGO-Steinen.” Dieses virtuelle Modell bildet dann die Grundlage für die reale Figur aus LEGO Steinen und Stahl. Denn aus Sicherheitsgründen muss Bright Bricks alle Konstruktionen, die höher als einen Meter sind, im Inneren mit einer Stahlstruktur stabilisieren.

Früher war Kirsty House über viele Wochen damit beschäftigt, diese Stahlstruktur zu entwerfen. Da ihre alte CAD-Software das Innere der 3D-Modelle nicht visualisieren konnte, musste sie die einzelnen LEGO-Steine einer Konstruktion mühsam abzählen. Form und Größe der Stahlstruktur wurden dann geschätzt. „Wir haben dafür eine Lupe gebraucht und häufig Kopfschmerzen davon bekommen”, erinnert sich Kirsty House, „Und selbst wenn wir uns ziemlich sicher waren, dass die Stahlstruktur richtig konstruiert ist, war gerade das oft nicht der Fall. Oft passte irgendeine Ecke nicht und wir mussten etwas Stahl absägen.”

Kirsty House arbeitet für Bright Bricks als Industriedesignerin.


In den letzten Monaten arbeitete das ganze Team von Bright Bricks an einer Ausstellung für den Marwell Zoo. Etwa 80 LEGO-Tiere – von einer kleinen Spinne bis zu einem lebensgroßen Elefanten – sind dort noch bis Oktober 2017 zu sehen. Im Rahmen dieses Großprojekts kreierte Kirsty House die benötigten Stahlstrukturen für die 3D-Modelle zum ersten Mal mit der Siemens PLM Software Solid Edge. 

Bright Bricks ist das erste Unternehmen, das die neu entwickelte Modellierungsmethode Convergent Modelling von Solid Edge in der Produktion verwendet. Convergent Modelling vereinfacht das Arbeiten mit Geometrien, die aus einer Kombination aus Facetten-, Flächen- und Volumenkörpern bestehen. Eine zeitaufwendige Datenumwandlung erübrigt sich damit. 

Aus Sicherheitsgründen installiert Bright Bricks eine stabilisierende Stahlstruktur im Inneren der größeren LEGO-Modelle.


„Früher hätten wir mindestens zwei Wochen gebraucht, um die Stahlstruktur für einen 1,5 Tonnen schweren Elefanten zu berechnen”, erzählt Kirsty House, „jetzt haben wir weniger als zwei Tage gebraucht. Convergent Modelling erlaubt es uns, die 3D-Modelle direkt in Solid Edge zu übertragen und dort als Referenz für die dazugehörigen Stahlstrukturen zu nutzen.“

Mehr als zwei Millionen LEGO-Steine wurden für die Ausstellung in Marwell Zoo verbaut. Wie alle bei Bright Bricks, freut sich Kirsty House darüber, das Ergebnis ihrer Arbeit zu sehen: „Ich mag, dass wir einzigartige Dinge bauen, die Kinder glücklich machen und dass wirklich jeder, auch Erwachsene, fasziniert von dem ist, was wir machen.“

Picture credits: Bright Bricks