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Gebäudesicherheit

Alle Gefahren stets im Blick 

Erreichen Warnmeldungen aus Sicherheits- oder Überwachungssystemen die Leitstelle, muss es schnell gehen. Ein möglichst intuitives Gefahrenmanagementsystem hilft Sicherheitsverantwortlichen, rasch die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Im Brandfall zählt jede Sekunde. So sollten die Bediener in der Sicherheitsleitstelle beispielsweise Türen entriegeln können, damit gefährdete Personen sich so schnell wie möglich ins Freie begeben können. Mit der Abschaltung der Belüftungssysteme lässt sich die Ausbreitung von Rauch verhindern und präzise Informationen weisen den Einsatzkräften den schnellsten Weg zum Brandherd. Eine sofortige Intervention minimiert die Gefahren für Menschen und Anlagen.

Ein solcher koordinierter Ansatz lässt sich mit einem System verwirklichen, das alle Alarme auf einer Plattform zusammenführt, einem sogenannten  Physical-Security-Information-Management-System (PSIM). Seit über 30 Jahren ist Siemens im Bereich Gefahrenmanagement tätig und hat sein eigenes PSIM-System entwickelt und optimiert, das heute unter dem Namen Siveillance Viewpoint läuft. „Die Idee dahinter ist, dass die Bündelung von möglichst vielen Informationen aus unterschiedlichen Systemen die Handlungsmöglichkeiten enorm erweitert“, erklärt Trond-Olav Dahl, Global Product Manager für Siveillance Viewpoint.

Im oben beschriebenen Brandfall sorgt Siveillance Viewpoint für den Überblick über die verschiedenen Ereignisse und ordnet die relevanten Daten aus Systemen wie Videoüberwachung, Brandmelder, Intrusionssensoren und Zutrittssystemen dem jeweiligen Vorfall zu. Auch verknüpft es alle Alarme der verschiedenen Systeme und erkennt sie als ein und dasselbe Ereignis. So muss der Bediener nicht mehr auf jeden Alarm einzeln reagieren, sondern kann sich auf die Bewältigung der Gesamtsituation konzentrieren. Das spart Zeit und sorgt für mehr Effizienz, denn mit Siveillance Viewpoint hat der Bediener einen ganzheitlichen Überblick über die Lage.

Für jede Gefahrensituation

Siveillance Viewpoint spielt nicht nur im Brandfall seine Stärken aus. „Auch Einbruch, unberechtigtes Betreten oder jeder andere Notfall kann mit Siveillance Viewpoint einfacher bewältigt werden“, sagt Dahl. Dazu muss der Bediener nur den Schritt-für-Schritt-Anweisungen folgen, die auf dem Bildschirm in der Leitstelle eingeblendet werden. Diese Anweisungen sind die elektronische Entsprechung der Ordner mit Notfall-Verfahren, die bislang oft in Unternehmen eingesetzt werden.  Mit Siveillance Viewpoint gibt es kein Suchen nach der richtigen Seite mehr. „Die Software leitet den Bediener durch die korrekte Standard-Vorgehensweise, so dass immer die vorgesehenen Maßnahmen ergriffen werden“, unterstreicht Dahl. Die auf die Situation abgestimmten Informationen vereinfachen die Entscheidungsfindung. Dank Multi-View-Funktion hat der Verantwortliche sofort einen visuellen Überblick über die Situation, u.a. durch die farbliche Hervorhebung der betroffenen Bereiche.

Die Lösung eignet sich für die verschiedensten Typen von Gebäuden und Anlagen: Energieversorger, Produktionsanlagen, Flughäfen, Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen, Bürokomplexe und vieles mehr. Als offene und flexible Integrationsplattform ermöglicht Siveillance Viewpoint die Einbindung jeder Art von Sicherheitssystem unterschiedlichster Anbieter. Dank offener Schnittstellen ist Siveillance Viewpoint auch für die Integration künftiger Sicherheits-Hard- und Software vorbereitet.

Trotz der großen Funktionsbandbreite ist die Lösung einfach zu bedienen: Der Bedienbildschirm ist intuitiv ausgebaut und unterstützt die Sicherheitsverantwortlichen optimal. Alle Informationen zu einem Vorfall werden zentral erfasst und die Daten aus Subsystemen automatisch in Berichten zusammengeführt. „Das ist sehr wichtig, denn die Berichte machen alle Vorgänge nachvollziehbar, sie können außerdem weder geändert noch gefälscht werden“, erklärt Dahl. Ein solcher Bericht lässt sich in Sekundenschnelle erstellen, sogar noch während des Notfalls, und spiegelt so immer die aktuelle Situation wider.

Die Benutzerfreundlichkeit zeigt sich auch bei Einrichtung und Inbetriebnahme. Zum Beispiel können Sensoren und Geräte einfach per Georeferenzierung importiert und in die grafische Darstellung des Gebäudes eingefügt werden. „Das spart viel Zeit bei der Einrichtung“, betont Dahl. Siveillance Viewpoint überwacht außerdem die Kommunikation mit den angeschlossenen Systemen und meldet, falls etwas nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert. Sollten Änderungen notwendig werden, etwa wenn ein Autobauer wegen eines Modellwechsels die Produktionshalle umgestaltet oder die Abflughalle eines Flughafens umgebaut wird, kann das System schnell, einfach und damit kostengünstig angepasst werden.

Dank Funktionen wie Georeferenzierung ist Siveillance Viewpoint einfach einzurichten, in Betrieb zu nehmen und an spätere Änderungen anzupassen.

Besonderes Augenmerk auf Cyber-Sicherheit

Bei der Entwicklung von Siveillance Viewpoint hat Siemens auf Zusammenarbeit von Entwicklern und Kunden gesetzt. Besonderes Augenmerk lag auf Cyber-Sicherheit durch Systemhärtung und umfangreiche Penetrationstests. Die Lösung erfüllt zudem diverse einschlägige Standards wie Critical Infrastructure Protection (CIP) und das European Programme for Critical Infrastructure Protection (EPCIP). So bietet Siveillance Viewpoint den Verantwortlichen das richtige Tool zur raschen, effektiven und professionellen Bewältigung jeder Art von Vorfall im Gebäude, in der Anlage oder auf dem Campus.  

Alexander Chavez
Picture credits: Siemens AG