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Was wir tun

Durch einen Zufall hat Farah AlShaikh die Liebe zum Bergsteigen entdeckt

Sie hatte nie Zeit für Fitness. Heute ist Farah AlShaikh dabei, die erste Frau aus Kuwait zu werden, welche die sieben höchsten Gipfel der Welt bestiegen hat - und das trotz Höhenangst!

„Es war eher Zufall und einer meiner Freunde ist schuld daran.”, erzählt sie. „Ich habe seine Bergwanderungen auf Instagram beobachtet und wollte schon immer einmal mit, hatte jedoch nie Zeit dafür. Eines Tages fragte er mich direkt, ob ich mitkommen möchte. An diesem Tag war ein Nationalfeiertag in Kuwait, also habe ich zugesagt.”
 
Vor der Wanderung, hat sich Farah, die seit fünf Jahren bei Siemens tätig ist, als relativ fit bezeichnet. Sie hat zwar nicht viel Sport gemacht, war jedoch der Ansicht, sie könne mithalten. Allerdings lief die Wanderung nicht ganz nach Plan. „Es hat mich im wahrsten Sinne wachgerüttelt. Ich konnte einfach nicht mehr. Ich wurde wahnsinnig müde und habe nicht einmal die Hälfte der Strecke meistern können. Ich war total außer Atem.” Ermüdet und ernüchtert hätte sie an diesem Punkt bereits sprichwörtlich das Handtuch werfen können. Stattdessen beschloss sie etwas zu ändern- und das schnell.

Entschieden, das Leben schlagartig zu verändern

Als Farah wieder zu Hause angekommen war, meldete sie sich sofort im Fitnessstudio an und begann fünfmal pro Woche zu trainieren. Trotz ihres arbeitsintensiven Jobs schaffte sie es, jedes Wochenende wandern zu gehen und stellte parallel ihre Ernährung um. „Ich wog fast 100 Kilo.”, erzählt sie. „Ich konnte nicht einmal laufen. Nie werde ich den ersten Fitnesstest vergessen: Ich habe kaum 34 Sekunden auf dem Laufband geschafft.”


Sie hat sich der ultimativen Herausforderung gestellt. Zusammen mit einer Gruppe von Freunden schmiedete sie den Plan, die Welt zu bereisen und die höchsten Berge auf jedem der sieben Kontinente zu erklimmen - etwas, das vor ihr keine Frau aus Kuwait jemals geschafft hatte. „Es gibt einige Frauen, die sich das vorgenommen haben.”, berichtet sie weiter. „Mal sehen, wer es am Ende schafft. Es spielt jedoch keine Rolle, wer es als erste oder zweite schafft. Alleine die Tatsache, dass so viele Frauen es schaffen möchten, finde ich toll. Es ist ein historischer Akt, auf den jede von uns stolz sein kann.”


Farah hat sich vier Jahre gegeben, um ihre Mission zu erfüllen. Kein einfacher Vorsatz - selbst für eine erfahrene Abenteurerin.
 

„Wir haben mit einigen internationalen Organisationen zusammengearbeitet, um den besten Plan für Anfänger zu finden. Es ist ein ambitioniertes Vorhaben, aber es ist zu schaffen.”, sagt sie.


Zwei der sieben Berge hat sie bereits erfolgreich bestiegen: Elbrus in Russland und den Kilimanjaro in Tansania. Als nächstes Ziel hat sie sich den Mount Everest in Nepal, den Aconcagua in Argentinien, den Denali in Alaska sowie den Vinson Massif in der Antarktis und den Carstensz in Indonesien gesetzt.

Du kannst alles machen, was du möchtest. Wirklich alles. Man muss einfach nur anfangen und sich Zeit nehmen, dann ist alles möglich.

Farah AlShaikh

Die Herausforderungen

Es war nicht immer einfach, insbesondere, weil Farah unter Höhenangst leidet. „Ich wusste vorher nicht einmal, dass ich Höhenangst habe. Ich war ja noch nie zuvor auf einem Berg gewesen.”, erzählt sie. Wie schnell sich die Dinge ändern können! Als sie gerade dabei war den Mount-Elbrus-Gipfel zu besteigen, passierte sie einen sehr schmalen schneebedeckten Weg, der es kaum ermöglichte beide Füße nebeneinander zu platzieren. Genau an dieser Stelle hat Farah ihre Angst überwunden. „Das ist doch nicht normal!”, dachte sie. Dann folgte jedoch der nächste Gedanke: „Du kannst das machen, einfach ganz langsam, einen Fuß nach dem anderen.” Ich kämpfe immer noch jedes Mal aufs Neue mit dieser Angst, aber ich hoffe, dass sie mit jedem hohen Gipfel, den ich bezwinge, kleiner wird.
 

Dank der Hilfe ihres Bergführers hat sie es geschafft. In besagter Nacht hat sie allerdings aufgrund von Adrenalin kein Auge zugemacht. „Es war so eiskalt, dass ich nicht einmal meine Finger gespürt habe - und ich hatte drei Paar Handschuhe an. Ich hatte meine Kopfhörer auf und hörte wiederholt den gleichen Song. Ich konnte nicht umschalten, da ich doch diese riesigen Fäustlinge trug.” Farah lag einfach nur da und fragte sich: „Was mache ich hier? Und warum? Ich könnte jetzt genauso gut auf den Bahamas in der Sonne liegen. Ich weiß nicht was als nächstes passieren wird und mir ist kalt, aber wahrscheinlich ist das schon okay. “ Spätestens als sie auf dem Gipfel eines der höchsten Berge in Russland stand, wusste sie, dass sich all das Leiden gelohnt hat. Und: Sie kann den Song „Hallelujah” von Logic seitdem auswendig singen.

Verändern Sie ihr Leben

Farah Beispiel zeigt, wie viel man erreichen kann, wenn man keine Angst vor dem Unbekannten hat. Das gleiche lässt sich auch über ihren Beruf als Leiterin des Supply Chain Managements und des Facility Managements bei Siemens in Kuwait behaupten. Ihre Aufgabenbereiche umfassen Unterstützung im Geschäftsbereich sowie Materialbeschaffung. Von Bürowaren und dem Transport, über die Logistik für Transformatoren, Frachtcontainern, bis hin zur Verantwortung für Arbeitskräfte. „Jeden Tag muss ich mich neuen Herausforderungen stellen und andere Probleme lösen. Dadurch lerne ich unglaublich viel.”, antwortet Farah auf die Frage nach den schönsten Aspekten ihres Berufs. Nach fünf Jahren im gleichen Unternehmen kann sie immer noch behaupten, dass kein Tag wie ein anderer war.


Für Farah bedeutet Erfolg immer auch Veränderung und Weiterentwicklung. „Ich würde mich als erfolgreich bezeichnen, weil ich liebe, was und wo ich es tue.  Es gibt viel Raum für Veränderungen und wenig Routine.”, sagt sie. Am Ende des Tages meistert sie ihre Arbeit genauso wie die Wege auf die Berge der Welt: durch Bestimmung, Antrieb und Disziplin.


Ihr Ratschlag für jemanden, der bereit für etwas Neues ist? „Du kannst alles schaffen, was du möchtest. Und das meine ich ernst. Wirklich alles. Man muss nur anfangen, sich Zeit nehmen - dann ist alles möglich.


Farah AlShaikh ist Head of Supply Chain Management und Facility Management in Kuwait und außerdem die Leiterin der Abteilung Einkauf bei Siemens Qatar. Sie arbeitet seit fünf Jahren bei Siemens.