Das im Umweltschutz-Kapitel beschriebene Projekt zum Bau einer Hochspannungsleitung durch den brasilianischen Regenwald ist ein klassisches Beispiel für unser gesellschaftliches Engagement, verdeutlicht es doch auf eine paradigmatische Weise, wie wir unserer Verantwortung als Corporate Citizen nachkommen.
Weit über die rein rechtlichen und projektbedingten Umweltschutzanforderungen hinaus haben unsere Mitarbeiter vor Ort einen verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen unseres Planeten vorgelebt, auch wenn dies mitunter Mehrarbeit und höhere Kosten mit sich brachte. Beispielsweise haben sie die Entscheidung getroffen, viele Arbeitsschritte in Handarbeit zu erledigen anstatt schwere Maschinen einzusetzen. Auf Baumfällarbeiten verzichteten sie nahezu gänzlich und konnten so die Eingriffe in das Ökosystem auf ein Minimum reduzieren. In einigen ökologisch sehr wertvollen Gebieten wurde zudem auf Pfade für die Kabellegearbeiten durch das Unterholz verzichtet. Die Konsequenz: Bäume mussten einzeln erklommen werden, um zuerst Nylonseile auf Höhe der Baumkronen anzubringen, an denen später die Kabel entlanggezogen wurden. In anderen Bereichen baute man hölzerne Stege, um den Waldboden zu schützen. Das Projekt erhielt im Geschäftsjahr 2009 den Umweltpreis des Unternehmens.
Unser medizinisches AIDS-Hilfe-Programm REACH zeigt auf, wie Siemens humanitäre Hilfe versteht. Gemeinsam mit Partnern unterstützen wir die AIDS-Kranken in Südafrika, indem wir ihnen Zugang zu einer kosteneffizienten Gesundheitsversorgung ermöglichen und so neue Lebensperspektiven eröffnen. HIV-positive Mitarbeiter betreuen wir darüber hinaus umfassend. Sie erhalten Medikamente und Impfungen und können an regelmäßigen Untersuchungen und Tests teilnehmen. Auch Beratung, dauerhafte persönliche Begleitung und Unterstützung stehen unseren Mitarbeitern zur Verfügung. Darüber hinaus beziehen wir das direkte Lebensumfeld mit ein; so können sich betroffene Familienangehörige ebenfalls medizinisch versorgen lassen.
Im Rahmen des Siemens-Bildungsprogramms Generation21 fördert unsere Regionalgesellschaft in Ägypten die Hochschulbildung mit mehreren Aktionen.
Unser Siemens Arts Program hat für »into…«, ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Ensemble Modern und dem Goethe-Institut, den Deutschen Kulturförderpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. 2009 erhalten. 16 Komponisten hatten dafür einen Monat lang in einer der vier Städte Istanbul, Dubai, Johannesburg und Pearl River Delta gelebt und in der Auseinandersetzung mit diesen ein Werk für das Ensemble Modern komponiert, um das Wesen der Megastädte musikalisch zum Ausdruck zu bringen. Das Ergebnis beeindruckte und überzeugte die Jury der Deutschen Kulturpreisförderung. In seiner Laudatio betonte der Chefredakteur der »Süddeutschen Zeitung« Hans Werner Kiltz besonders die »Internationalität, die innovative Kraft und das Kulturübergreifende, das in diesem Projekt« stecke und das mittlerweile zahlreiche Festspielveranstalter und Konzerthäuser im In- und Ausland bewogen habe, dieses »ungewöhnlich intelligente Konzept« zu übernehmen.
Siemens fördert weltweit gemeinnützige Projekte und Organisationen durch Spenden. Darüber hinaus investiert Siemens weltweit in Corporate-Citizenship-Projekte. Mit Gründung der Siemens Stiftung in Deutschland haben wir den Großteil der zentral verantworteten Corporate-Citizenship-Projekte an die Stiftung übertragen, eine Entwicklung, die die reduzierten Projektaufwendungen bei der Siemens AG erklärt. Projekte, die von diversen Siemens-Stiftungen in den Ländern getätigt wurden, sind nicht in der rechtsstehenden Tabelle enthalten. Sie sind gesondert den Stiftungs-Publikationen, wie dem Stiftungsbericht der Siemens Stiftung Deutschland, beziehungsweise den hinterlegten Informationen auf deren Webseiten zu entnehmen.
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