Globalisierung und Mobilität führen zu einer weltweiten Zunahme des Verkehrsaufkommens. Besonders auf Fernstraßen und in Ballungsräumen kommt es vermehrt zu Staus. Dies ist nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht besonders für die Industrieländer ein Verlust von geschätzten 810 Milliarden US-Dollar pro Jahr, sondern Lärm und Schadstoffemissionen belasten auch Mensch und Umwelt. Intelligente Verkehrsinformationssysteme wie Sitraffic von Siemens helfen, Menschen und Güter sicher und schnell ans Ziel zu bringen und dabei die Umweltbelastung in Grenzen zu halten.
Betreiber von Autobahnen stehen vor der Herausforderung, den überregionalen Personen- und Frachtverkehr effizient zu regeln: Der Verkehr soll reibungslos fließen, Unfälle und Staus sollen vermieden und damit Kraftstoffverbrauch wie Emissionen gesenkt werden. Wie die Balance von Mobilität, Sicherheit und Umweltschutz konkret aussehen kann, beweisen die zahlreichen Beispiele, in denen Systeme des Technologieführers Siemens im Einsatz sind. Verkehrsleitsysteme, die „mitdenken“, messen u.a. Geschwindigkeit und Verkehrsdichte, verordnen ein reduziertes Tempo bei erhöhtem Verkehrsaufkommen und öffnen in Stoßzeiten Standspuren für den fließenden Verkehr.
Auch in den Städten führt eine gezielte und flexibel reagierende Steuerung des Verkehrsflusses zu einer geringeren Belastung von Mensch und Umwelt. Eine sinnvolle Investition, denn im Jahr 2030 wird rund ein Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. In einer von Siemens unterstützten Umfrage nannten die 25 größten Megacities der Welt den Verkehr mit weitem Abstand als ihr größtes Infrastrukturproblem. In Mexiko City sank die Durchschnittsgeschwindigkeit auf den Straßen auf 11 Kilometer pro Stunde, einen Wert von 1910, als man noch mit Kutschen unterwegs war. Löst man den innerstädtischen Stop-and-Go-Verkehr auf, reduziert sich der Energieverbrauch um bis zu 20 Prozent, der Ausstoß von Stickoxiden um bis zu 50 Prozent und der von Kohlenmonoxid um bis zu 33 Prozent. Eine nachhaltige städtische Verkehrsabwicklung muss auf die „grüne Welle“ setzen - eine mathematische Herausforderung für die Siemens-Forscher. Aber in Warschau, Vilnius, Kopenhagen und Münster sorgt bereits eine adaptive Ampelsteuerung erfolgreich für umweltverträgliche Mobilität, die nachweislich einige hundert Tonnen Kohlendioxid pro Jahr einspart.
| Effizientere Auslastung der Verkehrswege |
| Kürzere Fahrtzeiten |
| Beträchtlich weniger Unfälle |
| Weniger und kürzere Staus |
| Verringerung von innerstädtischen Warte- und Haltezeiten um bis zu 45 Prozent |
| Überwachung der Umweltbedingungen sorgt bei Schadstoffemissionen für Einhaltung der Grenzwerte |
| Um bis zu 20 Prozent niedrigerer Kraftstoffverbrauch |
| Ein bis zu 33 Prozent geringerer Kohlenmonoxidausstoß |
| Bis zu 50 Prozent weniger Emissionen von Stickoxiden |