Die Unterzeichner des Kyoto-Protokolls haben sich dazu verpflichtet, den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2012 deutlich zu reduzieren. Vor allem Kraftwerke, die mit Kohle befeuert werden, zählen zu den größten Produzenten von Kohlendioxid. Siemens stattet Kohlekraftwerke – genauer gesagt mit Kohle befeuerte Dampfturbinenkraftwerke – mit neuester Technik aus und verhilft bereits bestehenden Anlagen damit auch zu höherer Effizienz. Modernisierungen und die Steigerung des Wirkungsgrads (Upgrade) bestehender Kraftwerke sind Maßnahmen, die mit vergleichsweise geringen Investitionen ein hohes Kohlendioxid-Vermeidungspotenzial erschließen.
Im Auftrag der RWE Power AG modernisiert Siemens beispielsweise das Kohlekraftwerk Niederaußem in Nordrhein-Westfalen. Dank modernster Turbinentechnik sinkt der Kohlendioxid-Ausstoß des Kraftwerks bei gleich bleibender Stromproduktion um rund 600.000 Tonnen pro Jahr. Zu verdanken ist dies vor allem auch der Steigerung des Wirkungsgrads. Bis zum Jahr 2020 soll der Wirkungsgrad von neu installierten Kohlekraftwerken die 50-Prozent-Marke überschreiten, derzeit sind bis zu 47 Prozent möglich. Würde man weltweit alle Kohlekraftwerke mit modernster Technologie ausrüsten, so könnten damit 1,7 Milliarden Tonnen Kohlendioxid-Emissionen pro Jahr eingespart werden.
Für die optimale Ausnutzung des eingesetzten Brennstoffes in fossil befeuerten Kraftwerken ist es erforderlich, die Kraftwerksanlagen thermodynamisch optimal zu betreiben sowie unnötige An- und Abfahrvorgänge zu vermeiden. Die IT-Lösung „Energy Management Suite“ (EMS) von Siemens unterstützt dabei die Betreiber von Kraftwerken und trägt somit auch zur Brennstoffeinsparung und Emissionsminderung bei.
| Durchschnittlich über zwei Prozent-Wirkungsgradsteigerung bei Modernisierungen und Upgrades |
| Mehrleistung bei gleichem Brennstoffeinsatz (zum Beispiel 38 Megawatt im Kohlekraftwerk Mehrum) |
| Verlängerte Wartungszyklen |
| Verlängerung der Lebensdauer der Gesamtanlage |
| Dank moderner Turbinentechnik sinkt der Kohlendioxid-Ausstoß bei gleicher Stromproduktion, beispielsweise im Dampfkraftwerk Niederaußem um 600.000 Tonnen pro Jahr. |
| Gleichermaßen sinken die spezifischen Emissionen anderer Luftschadstoffe |
| Hohe Kohlendioxid-Minderung bezogen auf die Investitionen |
28. Februar 2011 | Author