Moderne Gasturbinenkraftwerke mit Turbinen der F- und H-Klasse von Siemens erreichen einen Wirkungsgrad von rund 40 Prozent. Weitere Steigerungen sind durch höhere Verbrennungstemperaturen möglich. Ein weiterer Vorteil der mit Erdgas betriebenen Gasturbinen sind die im Vergleich zu anderen fossilen Brennstoffen geringen Kohlendioxid-Emissionen. Gasturbinen von Siemens erzielen Weltrekorde, sowohl im Hinblick auf ihre Megawatt-Leistung als auch auf ihren Wirkungsgrad.
Ein typischer Vertreter der F-Klasse ist die Gasturbine SGT5-4000F. Ihr Konzept basiert auf der über 40-jährigen Erfahrung von Siemens und Siemens Westinghouse mit Hochleistungsgasturbinen. Auf dieser Grundlage bauen die innovativen Technologien auf, die wir für die Anforderungen des künftigen Energiemarkts entwickeln. Die Turbine wird seit 1997 eingesetzt.
Fast 290 Gasturbinen der F-Serie sind mittlerweile in Betrieb. Gemeinsam haben sie bereits über 3,6 Millionen Betriebsstunden erreicht. Die dabei erzielte Flottenzuverlässigkeit von über 99 Prozent spricht für sich und bringt den Anwendern höchste Planungssicherheit.
Mit der Gasturbine SGT-8000H der neuen H-Klasse-Generation hat Siemens die größte Gasturbine der Welt entwickelt und im GuD-Kraftwerk in Irsching installiert (siehe Gas- und Dampfkraftwerke). Sie ist 13 Meter lang und fünf Meter hoch und wiegt 440 Tonnen. Ihre wichtigsten Eigenschaften sind jedoch der deutlich geringere Brennstoffverbrauch auf Grund des auf 59,5 Prozent erhöhten Wirkungsgrads und die niedrigeren Emissionswerte als beim bisherigen Rekordhalter im Kraftwerk Mainz-Wiesbaden.
Die neuen Gasturbinen setzen Maßstäbe im Hinblick auf Effizienz und Umweltfreundlichkeit. Aufgrund der verbesserten Energieeffizienz benötigen sie weniger Brennstoff pro erzeugter Kilowattstunde als ihre Vorgänger-Modelle. Gleichzeitig verringern sich die Kohlendioxid- und Stickoxid-Emissionen deutlich. Der im Vergleich mit bisheriger Gasturbinen-Technologie erreichen Kraftwerke mit den neuen Turbinen um zwei Prozentpunkte höhere Wirkungsgrade von 40 Prozent. Das bedeutet, dass in einem Kraftwerk gleicher Leistung jedes Jahr 10.950 Tonnen weniger Kohlendioxid entstehen.
| Hohe Flexibilität und Verfügbarkeit |
| Niedrige Lebenszykluskosten |
| Niedrigerer Brennstoffverbrauch |
| Reduzierte Betriebskosten |
| Weniger Kohlendioxid-Zertifikate erforderlich |
| Um 13 Prozent geringere Kohlendioxid-Emissionen je Kilowattstunde – rund 505 Gramm pro kWh bei modernen Gasturbinen-Kraftwerken im Vergleich zu rund 578 Gramm pro kWh im Weltdurchschnitt der Stromerzeugung |
| Aufgrund des Effizienzvorteils gegenüber anderen modernen Gasturbinen wird von einer Eindämmung um 10.950 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ausgegangen. |
28. Februar 2011 | Author