Bei industriellen Windkraftwerken im Meer („offshore“), ist Siemens Marktführer und Vorreiter bei der Weiterentwicklung von Technologien für die maximale Nutzung des Windes als unerschöpfliche und kostenlose Ressource. Die mehr als 500 Offshore-Windenergieanlagen, die Siemens in den vergangenen 20 Jahren errichtet hat (Stand 2010), laufen alle zuverlässig und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung.
Die Rolle der Stromerzeugung durch Windenergie auf dem Meer wird immer wichtiger. Allein für Europa wird ihr Potenzial auf über 100 Gigawatt veranschlagt. Derzeit werden davon nur etwa zwei Prozent genutzt. Darüber hinaus werden Offshore-Windkraftwerke einen wichtigen Beitrag leisten, um die europäischen Kohlendioxid-Reduktionsziele zu erreichen.
Windanlagen im Meer haben im Vergleich zu „Windrädern“ auf dem Land eine höhere Elektrizitäts-Ausbeute, da der Wind auf See meist stetiger und stärker weht als auf dem Land. Mit diesem Vorteil sind jedoch besondere Herausforderungen verbunden, die sich bei Offshore-Windparks für Hersteller und Betreiber aus den Besonderheiten des Standorts ergeben. Installation und Wartung der im Wasser stehenden oder schwimmenden Anlagen sind ebenso anspruchsvoll wie die Anforderungen an die Qualität und Belastbarkeit der Bauteile und Geräte hoch sind. Auf den mehr als 60 Meter hohen Türmen lastet im Schnitt ein Gewicht von rund 300 Tonnen, und die bis zu 50 Meter langen Rotorblätter drehen sich an ihren Enden mit bis zu 220 Kilometern pro Stunde. Sie sind aus einem Stück gefertigt. Ihre Flexibilität bringt der Anlage ihre enorme Stabilität, weil sie auch schweren Stürmen standhalten.
Siemens bietet seinen Geschäftspartnern den Vorteil, dass nicht nur die für Offshore-Windkraftwerke geeigneten Turbinen-Typen SWT-2.3 und SWT-3.6, sondern alle weiteren wichtigen Komponenten aus einer Hand angeboten werden, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur Stromerzeugung und -verteilung erforderlich sind. Dazu gehören Lösungen für die Einspeisung des erzeugten Stroms in die nationalen Stromnetze und intelligente Formen der Stromverteilung. Das NetConverter®-Umrichtersystem, eine Standardkomponente aller Windenergieanlagen von Siemens, ermöglicht zudem einen hochflexiblen Generatorbetrieb und hilft, die Ausgangsleistung an die jeweiligen Netze anzupassen.
Hinsichtlich der Kraftwerksleistung übertrifft Siemens seit der Installation der ersten elf Turbinen im dänischen Windpark-Pilotprojekt Vindeby 1991, die heute noch alle einwandfrei laufen, immer wieder seine eigenen Rekorde. So beim Bau des 200-MW-Windparks Horns Rev II in Dänemark, dessen Leistung jedoch ab 2012 noch vom britischen 500 MW-Windpark Greater-Gabbard-Projekt mit 140 Siemens-Windenergieanlagen in der Nordsee übertroffen wird. Für das weltweit erste Projekt in einer ganz neuen Größenordnung laufen bereits die Planungen – mit Siemens als Partner: Dank einer möglichen Gesamtleistung von 4 GW könnte der Windpark Hornsea vor der englischen Küste ab 2020 drei Millionen Haushalte umweltfreundlich mit Strom versorgen.
| Etablierte Technologie |
| Effiziente, wettbewerbsfähige Energieerzeugung |
| Hohe Zuverlässigkeit |
| Keine Brennstoffkosten und keine Emissionen |
| Stromversorger können die geforderten Quoten für erneuerbare Energien erfüllen |
| Emissionsfreie Technologie |
| Einsparungen von Kohlendioxid–Emissionen durch seit 2003 installierte Siemens-Anlagen: 7,2 Millionen Tonnen pro Jahr |
01. März 2011 | Author