Wer nachhaltig elektrischen Strom erzeugen möchte, kann sich heute nicht mehr allein auf die knapper werdenden fossilen Brennstoffe verlassen. Als eine interessante Alternative zu Kohle, Erdöl und Erdgas – also im Prinzip zu Biomasse, die vor Jahrmillionen abgestorben ist –, rückt daher schnell nachwachsende Biomasse als erneuerbarer Energielieferant ins Blickfeld.
Biomassekraftwerke erzeugen entweder nur Strom oder als Biomasse-Heizkraftwerke Strom und Wärme. Energieträger sind Holzabfälle der Waldwirtschaft wie Baumkronen und Äste, die bislang wenig genutzt werden. Neben den daraus gewonnenen Hackschnitzeln oder Holzpellets eigenen sich auch vergärbare Reststoffe wie Klärschlamm, Gülle oder Bioabfälle für die Verbrennung. Anders als bei der Biodiesel- und Bioethanol-Herstellung aus Mais, Raps oder Zuckerrohr gibt es bei Biomassekraftwerken im Regelfall keine Konkurrenz der verwendeten Rohstoffe zu einer Nutzung als Nahrungsmittel. Biomasse zählt zu den klimaneutralen Energieträgern, da sie generell Kohlendioxid-neutral ist: Pflanzen verbrauchen beim Wachstum genau so viel Kohlendioxid wie beim Verbrennen wieder freigesetzt wird.
Siemens stellt für Biomassekraftwerke Dampfturbosätze – bestehend aus Dampfturbine und Generator – her. Mit mehr als 100 Jahren Erfahrung in der Kraftwerkstechnik und als Pionier in der Weiterentwicklung besonders energieeffizienter Verfahren bietet Siemens seinen Kunden ein Dampfturbinen-Portfolio für den Leistungsbereich von 45 kW bis 1.900 MW und eine Flotte von über 1.000 Generatoren von 25 bis 2.200 MVA (Megavoltampere) Leistung.
Besonders hohe Wirkungsgrade von 60 bis 95 Prozent können mit der sogenannten Kraft-Wärme-Kopplung erzielt werden. Dabei werden aus einem Brennstoff gleichzeitig elektrische Energie und Wärme (gewöhnlich in Form von Dampf und heißem Wasser) gewonnen. Das Turbinenabgas führt sehr viel Wärmeenergie. Diese Energie wird von einem Wärmetauscher zum Erhitzen oder Verdampfen von Wasser genutzt. Der erzeugte Dampf oder das heiße Wasser stehen für weitere Anwendungen zur Verfügung.
| Wirtschaftliche Nutzung von Bioabfällen und Reststoffen |
| Hohe Anlagenverfügbarkeit durch Einsatz industriebewährter Komponenten |
| Sehr hohe Wirkungsgrade von bis zu 95 Prozent durch Kraft-Wärme-Kopplung |
| Kohlendioxid-neutrale Energieerzeugung |
| Nutzung natürlich vorkommender und nachwachsender Rohstoffe |
01. März 2011 | Author