Schaltanlagen sind die Knotenpunkte bei der Energieverteilung in Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetzen. Sie verteilen den Strom auf abgehende Leitungen. Siemens ist seit über 100 Jahren im Bau und Ausrüsten von Umspannwerken tätig – auch unter schwierigen Bedingungen wie extremer Hitze, starkem Wind, hoher Luftfeuchtigkeit und beengten Platzverhältnissen.
Schaltanlagen waren zunächst luftisoliert, seit 1968 sorgen aber immer häufiger gasisolierte Schaltanlagen (GIS) von Siemens für eine zuverlässige Energieverteilung. Das Isoliergas ermöglicht es, die Abstände zwischen spannungsführenden Teilen zu verringern und die Anlagen somit kompakter zu bauen. Im Vergleich zu den konventionellen luftisolierten Schaltanlagen kommen GIS mit bis zu 70 Prozent des Platzes aus. Die hohe Dichtheit unserer metallgekapselten Schaltanlagen erhöht die Sicherheit, verringert die Emissionen und macht die Schaltanlagen wartungsfrei. Weitere Vorteile sind hohe Zuverlässigkeit sowie kurze Montagezeiten.
Im Vergleich zu luftisolierten Schaltanlagen leisten GIS einen positiven Beitrag zur Kohlendioxid-Bilanz. Dies gilt, obwohl das verwendete Isoliergas Schwefelhexafluorid ein hohes Kohlendioxid-Äquivalent hat, wie verschiedene Ökobilanzstudien ergeben haben. Beim Umgang mit Schwefelhexafluorid bei der Produktion und Wartung der Anlagen erfüllt Siemens alle Vorgaben und Regeln der internationalen Normung wie IEC und CIGRE. Da GIS aufgrund ihrer geringen Stellfläche direkt in den Lastzentren, zum Beispiel in städtischen Ballungsgebieten, installiert werden können, kann die Ausdehnung der Verteilnetze klein und damit verlustarm gehalten werden. Das spart Energie.
Für die Realisierung von GIS-Systemen hat Siemens verschiedene Komponenten entwickelt. Dazu gehören Leistungsschalter-Komponenten und Antriebe, Stromtransformatoren, Spannungstransformatoren, Überspannungsableiter und Gas-zu-Luft-Anschlussteile. Siemens ist der weltweit einzige Hersteller, der das volle Portfolio an GIS-Produktkomponenten bis zu 800 kV Wechselstrom führt. Produkte und Komponenten für den energieeffizienten Transport mit 1200 kV Wechselstrom werden derzeit entwickelt.
Überall dort, wo der Strom nicht über Freileitungen transportiert werden kann, sei es aus baulichen Gründen oder wegen des Landschaftsschutzes, sind gasisolierte Übertragungsleitungen (GIL) eine ökonomische und ökologische Alternative. Sie werden in Tunneln im Erdreich verlegt, können aber auch oberirdisch verlaufen. Aufgrund ihrer gekapselten Bauweise, die sie gegen äußere Einflüsse schützt, sind GIL eine technologisch sehr sichere, zuverlässige und effiziente Lösung: Die Übertragungsverluste sind gegenüber Freileitungen um bis zu 70 Prozent geringer, die Umgebung wird weniger erwärmt, die Betriebskosten der Leitung sind deutlich niedriger als bei Freileitungen, der wartungsfreie und einfache Aufbau gewährleistet eine lange Lebensdauer.
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Gasisolierte Schaltanlagen |
| Aufgrund der extrem geringen Stellfläche platzsparend und Nutzung vorhandener Bauten möglich. Daher niedrige Kosten |
| Hohe Zuverlässigkeit |
| Kurze Montagezeiten |
| Geringer Wartungsaufwand |
| Wirtschaftliche und sichere Energieverteilung |
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Gasisolierte Übertragungsleitungen |
| Hohe Zuverlässigkeit |
| Wartungsfreie Konstruktion |
| Lange Lebensdauer |
| Brandsicherer Betrieb |
| Geringere Betriebskosten |
| Hohe Übertragungskapazität |
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Gasisolierte Schaltanlagen |
| Energieeffizient, dadurch Verringerung der CO2-Emissionen im Verhältnis zum Gesamtsystem |
| Umweltverträgliche Energieverteilung |
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Gasisolierte Übertragungsleitungen |
| Verlustarmer Energietransport |
| Beste elektromagnetische Verträglichkeit |
| Keine Beeinträchtigung des Landschaftsbilds |
28. Februar 2011 | Author