Grundlage für die Berechnung der Einsparungen an Treibhausgasemissionen ist eine produkt- beziehungsweise lösungsspezifische Vergleichsbasis. Im Wesentlichen haben wir drei unterschiedliche Methoden zur Ermittlung der Emissionsminderung herangezogen:
Unsere Berechnung der Emissionsfaktoren für die Stromerzeugung basiert auf Angaben der Internationalen Energieagentur IEA (IEA Electricity Information 2009 zur Bruttostromerzeugung und zu Netzverlusten, auf Angaben des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) zu brennstoffbezogenen Emissionsfaktoren und auf eigenen Analysen zu Wirkungsgraden der Stromerzeugung.
Wie dies funktioniert, zeigt die Berechnung am Beispiel von Gas- und Dampfturbinen-(GuD-)Kraftwerken: Neue Kraftwerke dieser Art haben einen Wirkungsgrad von rund 58 Prozent. GuD-Kraftwerke, die Gas als Brennstoff einsetzen, weisen somit einen Emissionsfaktor von rund 345g Kohlendioxid pro kWh auf. Dieser Wert ergibt sich aus dem Kohlenstoffgehalt des Energieträgers Gas, der Umwandlung des Kohlenstoffs in Kohlendioxid bei der Verbrennung und dem Wirkungsgrad. Als Vergleichsgröße haben wir den Emissionsfaktor der Stromerzeugung im Weltdurchschnitt (über alle Energieträger) – 587g Kohlendioxid pro kWh – herangezogen. Die Differenz multipliziert mit der Strommenge, die jährlich in jenen GuD-Kraftwerken erzeugt wird, die im selben Geschäftsjahr von Siemens neu installiert wurden, ergibt die Emissionsminderung.
Bei der Ermittlung der Emissionsminderungen bei unseren Kunden konzentrieren wir uns auf die Kohlendioxid-Einsparung während der Nutzung*. Für die in einem Geschäftsjahr installierten Produkte und Lösungen berechnen wir jeweils die Emissionsminderung für das gesamte Geschäftsjahr bei einem typischen Einsatzfall. Die Kohlendioxid-Emissionen der Herstellung der einzelnen Produkte in unseren Werken sind in unserem eigenen Kohlendioxid-Footprint enthalten und nicht Gegenstand der hier dargestellten Emissionsberechnungen.
* Bei gasisolierten Schaltanlagen rechnen wir zusätzlich Schwefelhexafluorid in Kohlendioxid-Äquivalente um. Auf diese Weise ermöglichen wir einen Gesamtvergleich der Systeme.
09. März 2011 | Author