Strom wird zu fast 70 Prozent aus fossilen Brennstoffen erzeugt. Daraus resultieren etwa 40 Prozent der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen. Siemens stellt sich der Herausforderung und entwickelt innovative Technologien für eine langfristig saubere und effiziente Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern. Dabei immer im Blick: deutlich niedrigere CO2-Emissionen. Die fortschrittlichen Technologien kommen beispielsweise in den Gas- und Dampfkraftwerken (GuD-Kraftwerken) La Caridad I & II in Mexiko zum Einsatz.
“Hohe Energieeffizienz, schneller Projektfortschritt, garantierte Verfügbarkeit und ein minimiertes Risiko in der Bau- und der Betriebsphase. Das waren die Hauptgründe, weshalb wir Siemens den Zuschlag für dieses Projekt erteilt haben“, sagt Germán Larrea, Grupo México Chairman of the Board.
Siemens erhielt den Zuschlag für das gesamte Turnkey-Projekt – einschließlich Engineering, Beschaffung und Errichtung. Darüber hinaus wurde ein Servicevertrag über Anlagenbetrieb und -wartung in den ersten vier Jahren abgeschlossen. Ein umfangreiches Auftragspaket, bei dem Germán Larrea „das minimierte Risiko in der Bau- und Betriebsphase“ als besonders wichtiges Argument anführt, dass man sich für Siemens entschieden hat. Auch das Engagement des Unternehmens für den Umweltschutz war ausschlaggebend für diese Entscheidung. So ist für die kommenden Jahre eine Reihe von Energieprojekten geplant, die auch erneuerbare Energien einschließen.
Als weltweit größter Anbieter umweltfreundlicher Energielösungen liefert Siemens ein zukunftsweisendes Portfolio mit hocheffizienten Produkten und Lösungen. Allein im Geschäftsjahr 2010 konnten Kunden mithilfe der Technologie von Siemens fast 270 Millionen Tonnen Kohlendioxid einsparen – so viel, wie die Megacitys Hongkong, London, New York, Tokio, Neu-Delhi und Singapur zusammen in einem Jahr erzeugen. Siemens nimmt in Mexiko schon seit über hundert Jahren eine Vorreiterrolle im Bereich Energietechnologie ein und errichtete sowohl das erste Wärme- als auch das erste Wasserkraftwerk des Landes. Zudem lieferte Siemens im Jahr 2002 zwei Gasturbinenkraftwerke für San Lorenzo und Tuxpan.
GuD-Kraftwerke von Siemens gehören zu den umwelt- und klimaverträglichsten fossil befeuerten Kraftwerken weltweit. Durch Kombination einer gasbefeuerten mit einer Dampfturbine nutzen sie den eingesetzten Brennstoff doppelt. Zudem zeichnen sie sich durch hohe Flexibilität und Verfügbarkeit, niedrigen Brennstoffverbrauch sowie geringe Betriebs- und Lebenszykluskosten aus. Ein weiterer Vorteil dieses Kraftwerktyps: Bei der Verbrennung des verwendeten Erdgases wird im Vergleich zu anderen fossilen Brennstoffen weniger Kohlendioxid erzeugt.
Somit setzt Siemens bei der Technologie für GuD-Kraftwerke neue Maßstäbe. Mit der Gasturbine SGT5-8000H erreicht das Unternehmen im Kraftwerk Irsching 4 nahe Ingolstadt sogar einen Wirkungsgrad-Weltrekord: Bei einer Leistung von 578 Megawatt und einem Wirkungsgrad von 60,75 Prozent ist sie nicht nur die leistungsstärkste, sondern auch die weltweit umweltfreundlichste Turbine ihrer Art. Kein Wunder, dass der Siemens-Sektor Energy 2012 dafür mit dem Innovationspreis der deutschen Wirtschaft in der Kategorie Großunternehmen ausgezeichnet worden ist.
2011-Feb-23 | Author