Umweltschutz, Gesundheitsmanagement und Sicherheit sind Handlungsmaxime unseres Unternehmens und integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse. Bereits 1971 hat Siemens ein unternehmensweit tätiges Umweltschutzreferat eingerichtet. Seitdem haben wir unser Umweltmanagement konsequent ausgebaut und neuen Anforderungen angepasst. Wie Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement ist der Umweltschutz wichtiger Bestandteil unserer Business Conduct Guidelines, die für alle Siemens-Mitarbeiter die Basis ihres Handelns darstellen. Daraus leiten sich die „Grundsätze Umweltschutz, Gesundheitsmanagement und Sicherheit“ (kurz: EHS-Grundsätze) und unsere Leitlinien ab.
Siemens hat die unternehmensweite Richtlinienkompetenz für Umweltschutz, Gesundheitsmanagement und Sicherheit im Unternehmensreferat “Environmental Protection, Health Management and Safety“ (EHS) gebündelt. Das für das Ressort Corporate Human Resources zuständige Vorstands-Mitglied ist auch für EHS verantwortlich. Seit Juli 2010 ist dies Brigitte Ederer.
Die EHS-Grundsätze sind weltweit die Grundlage für unsere EHS-Organisation und unser EHS-Management. In ihnen sind die Siemens-Leitlinien für Umweltschutz, Gesundheitsmanagement und Sicherheit dokumentiert. Sie sind nach dem Sprachgebrauch der ISO 14001 und der OHSA 18001 auch die EHS-Politik von Siemens.
Leitlinien Umweltschutz, Gesundheitsmanagement und Sicherheit
Siemens fordert, auf der Ebene der Standorte, Divisionen und Regionalgesellschaften EHS-Managementsysteme einzuführen. Diese basieren auf der ISO 14001 (Internationale Norm zur Implementierung von Umweltmanagementsystemen) und der OHSAS 18001 (Zertifizierungsgrundlage für Arbeitsschutz). Details regeln die Fachreferate Umweltschutz und Arbeitssicherheit in speziellen Leitfäden. Der Leitfaden für das Gesundheitsmanagement ist derzeit in Arbeit.
Um die Einhaltung der EHS-Grundsätze und die Implementierung der Managementsysteme zu überprüfen, haben wir ein Audit-Konzept definiert. Im Umweltschutz und in der Arbeitssicherheit ist es schon implementiert – zukünftig wird auch das Gesundheitsmanagement hinzukommen. Das Audit-Konzept legt fest, dass eine organisatorische Einheit von dem in der Unternehmens-Hierarchie nächst höheren EHS-Referat auditiert wird. Bei Siemens haben außerdem die jeweiligen Vorstände der Regionalgesellschaften sicherzustellen, dass die nationalen Gesetze eingehalten werden.. Daher führen EHS-Referenten der Regionalgesellschaften zusätzlich zu den oben beschriebenen Überprüfungen rechtliche Compliance-Audits durch. Durch systematisch gesetzte Stichproben begleitet das EHS-Unternehmensreferat alle diese Audits, um eine durchgängige Qualität zu gewährleisten.
Zusätzlich werden auf Standortebene je nach Anforderung interne und externe Umwelt- und Arbeitssicherheits-Audits im Rahmen der ISO 14001 und der OHSAS 18001 durchgeführt.
Basis für unser EHS-Management ist eine weltweite Organisation, die sowohl alle Ebenen des Unternehmens, als auch sämtliche Divisionen und Regionalgesellschaften umfasst. In ihr ist die Verantwortung für EHS-Themen klar zugeordnet und adressiert. Unterstützt werden die Verantwortlichen durch ein Netzwerk von EHS-Fachleuten:
In den EHS-Grundsätzen sind die Aufgaben aller Beteiligten definiert und die Anforderungen an Kompetenz und Qualifikation der EHS-Fachleute festgeschrieben. Die jeweiligen Verantwortlichen bestellen die EHS-Experten und stellen die notwendigen technischen und personellen Ressourcen zur Verfügung. So wird gewährleistet, dass ein weltweit exzellentes Management zum Umweltschutz, Gesundheitsschutz und zur Sicherheit existiert.
Mindestens einmal im Jahr bewerten die verantwortlichen Personen, die zur Wahrnehmung der EHS-Aufgaben benannt worden sind, im Rahmen eines Management-Reviews die Zielerreichung des vergangenen Jahres, den Status der Projekte sowie die Strategien für das kommende Jahr. Auf Konzernebene berichtet der Leiter des EHS-Unternehmensreferats mit seinem Managementteam an das im Vorstand verantwortliche Mitglied. Quartalsberichte ergänzen die Managementinformation.
Wir betrachten Umweltschutz ganzheitlich, also von der Planung unserer Produkte über deren Herstellung bis hin zu Produktrücknahme, Recycling und Entsorgung. Daher umfasst er bei Siemens neben Themen des Betrieblichen Umweltschutzes auch die Umweltverträglichkeit unserer Produkte und Lösungen und damit die umweltverträgliche Produktentwicklung.
Umweltverträgliche Produktentwicklung ist Teil unserer Produktverantwortung.
08. März 2011 | Author