Das Produktdesign hat für den produktbezogenen Umweltschutz eine sehr hohe Bedeutung. Denn hier fließen unsere vielfältigen und langjährigen Erfahrungen zusammen, um die Umweltwirkungen, die wir für den Lebenszyklus eines Produktes erwarten, gering zu halten.
Konzernweit haben wir einen internen Umweltstandard (ehemals Siemens Norm SN 36350-1/2/3/5) etabliert, in dem wir die „Anforderungen an die umweltverträgliche Produkt- und Anlagengestaltung“ über den gesamten Lebenszyklus hinweg zusammenstellen. Somit definieren wir Mindeststandards an die umweltgerechte Entwicklung unserer Produkte und Lösungen. Gleichzeitig wird der Standard kontinuierlich an internationale Anforderungen angepasst und durch entsprechende Handlungsanweisungen konkretisiert. Die Integration dieser Vorgaben ist verpflichtender Bestandteil der Prozesse, mit denen wir den gesamten Produktlebenszyklus, sowie unsere weiteren, weltweiten Prozesse zum Projektmanagement steuern.
Insbesondere die Nutzenphase beeinflusst die ökologische Bilanz für viele unserer Produkte und Lösungen am stärksten. Daher legen wir besonderen Wert auf Ressourcen- und Energieeffizienz in der Anwendung der Produkte und verbessern somit und durch den Rückfluss der Informationen aus den Lebenszyklusanalysen die ökologische Bilanz unserer Kunden.
Somit erlangt ein ganzheitlicher „cradle to cradle“-Ansatz (das heißt: Schließen von Materialkreisläufen) für die Produktentwicklung zunehmend an Bedeutung. Bei diesem Ansatz dienen unter anderem Produkte nach ihrer Gebrauchszeit wiederum als Ressourcenquelle für neue Produkte. Produkte, Komponenten oder Materialien können durch Wiederverwendung, eine Wiederaufarbeitung oder ein Recycling mehr als nur einen Lebenszyklus erfahren und leisten dadurch einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz.
In diesem Zusammenhang kann die Verwendung von risikoreichen Stoffen in einem Elektronikprodukt einen starken Einfluss auf dessen Recyclingfähigkeit haben. Ein transparentes Chemikalienmanagement ist somit eine Basis dafür, bestmöglich Einfluss auf das umweltgerechte Produktdesign entlang des gesamten Lebenszyklus zu nehmen und Materialkreisläufe zu schließen.
Der umweltbewusste Umgang mit Ressourcen und damit auch die Vermeidung von Abfällen sind nicht nur Themen für Produktionsstandorte und Niederlassungen. Bereits in der Produktentwicklung hat die Ressourcenschonung einen hohen Stellenwert, um einen ganzheitlichen Ansatz über den gesamten Produktlebenszyklus zu berücksichtigen. Daher legen wir besonderen Wert auf Ressourcen- und Energieeffizienz bei der Gestaltung sowie der Anwendung der Produkte und verbessern damit deren ökologische Bilanz. Dies kommt sowohl Siemens als auch insbesondere unseren Kunden zu Gute, da die größte, von unseren Produkten ausgehende Umweltwirkung oft in der Nutzenphase, also beim Kunden, stattfindet.
Der firmeninterne Umweltstandard zu „Anforderungen an die umweltverträgliche Produkt- und Anlagengestaltung (ehemals SN 36350-1/2/3/5)“ trägt dem Rechnung: So werden hier Anforderungen gestellt, die zum Beispiel Materialeinsatz, Materialvielfalt und Produktgewicht durch geeignete Produkt- und Anlagengestaltung verringern sollen oder beim Zukauf von Komponenten die Erfordernisse zur Ressourcenschonung aufzeigen.
09. März 2011 |