Die Analyse der Umweltwirkungen unserer Produkte und Anlagen über den gesamten Lebenszyklus ist eine der wesentlichen Aktivitäten unseres internen Umweltstandards (ehemals SN 36350-1). Denn die Ergebnisse unserer Lebenszyklusanalysen (Life-Cycle-Assessment, LCA) bestätigen stets von Neuem, dass sich Verbesserungspotenziale leichter erkennen lassen, wenn der gesamte Lebenszyklus betrachtet wird. Dies ist weitgehend unabhängig davon, welches Produkt unseres heterogenen Portfolios wir betrachten.
Zur Analyse und Bewertung des „ökologischen Rucksacks“ verwenden wir spezifische Softwarelösungen und wissenschaftlich anerkannte Datenbanken.
Wir folgen den Anforderungen der internationalen Normen ISO 14040/14044, so dass wir das komplexe Thema der Lebenszyklusanalyse umfassend abdecken. Zusätzlich zu ausführlichen Lebenszyklusanalysen (Full-Scale-LCA) nutzen wir dort, wo es sinnvoll ist, auch den Ansatz vereinfachter Lebenszyklusanalysen (Screening-LCA) wie das CO2-Screening. CO2-Screenings dienen unter anderem auch als Auswahl- und Kontrollkriterium für die Produkte und Lösungen des Umweltportfolios.
Neben unserer zentralen Forschungsabteilung Corporate Technology haben unsere Divisionen Fachabteilungen eingerichtet, die sich diesem komplexen Thema widmen. Sie nutzen entweder Full-Scale LCAs oder Screening LCAs als Instrumente, um die Umweltwirkungen unserer Produkte und Lösungen zu ermitteln. So lassen sich bereits im Entwicklungsprozess Umweltwirkungen in der Nutzen- und Verwertungsphase erkennen und vermeiden und der Informationskreislauf schließt sich. Denn die Ökobilanz bietet uns dabei die Möglichkeit, Optimierungspotenziale unserer Produkte zu erkennen und die Produkte hinsichtlich ihrer ökologischen Auswirkungen kontinuierlich zu verbessern.
Insbesondere die Nutzenphase beeinflusst die ökologische Bilanz für viele unserer Produkte und Lösungen am stärksten. Daher legen wir besonderen Wert auf Ressourcen- und Energieeffizienz in der Anwendung der Produkte und verbessern somit die ökologische Bilanz unserer Kunden. Diese dokumentieren wir in Produktumweltdeklarationen, in denen wir für unsere Kunden Informationen zu den Umweltwirkungen unserer Produkte zusammenfassen.
Die Kommunikation der Umweltkennzahlen „Lebenszyklusanalysen“ und „Produktumweltdeklarationen“ erfolgt auf Basis der Umsätze unserer relevanten Business Units. Eine Business Unit wird dann als relevant erachtet, wenn sie Produkte oder Anlagen fertigt und somit die Anforderungen des internen Siemens-Umweltstandards auf sie zutreffen.
Bislang haben wir als Grundlage zur Ermittlung der Umweltkennzahlen die Umsätze der Divisionen herangezogen. Zur Steigerung der Transparenz und Qualität unserer Aussage haben wir uns dafür entschieden, unseren Ansatz für die Kommunikation der Leistungsindikatoren weiter zu detaillieren.
Wie den Kennzahlen zu entnehmen ist, hat insbesondere von Geschäftsjahr 2010 auf Geschäftsjahr 2011 ein Anstieg der Kennzahlen für Lebenszyklusanalysen und Produktumweltdeklarationen auf Ebene der Business Units stattgefunden. In dieser Zeit wurden die Analysen auf bedeutende Geschäftseinheiten ausgeweitet. Ebenfalls ist deutlich zu erkennen, dass Screening-LCAs einen geringeren Stellenwert einnehmen, als der tiefer greifende Ansatz von Full-Scale LCAs.
09. März 2011 | Author