Umweltauswirkungen und Umweltleistung erfassen und kontrollieren wir mit einem weltweiten Umweltinformationssystem.
Das Überwachen der Umweltauswirkungen und der Umweltleistung sind zentrale Elemente unseres Umweltmanagements. Die entsprechenden Parameter erfassen und kontrollieren wir mithilfe eines weltweiten Umweltinformationssystems, dem „Siemens Environmental and Technical Safety Information System“ (SESIS). Alle folgenden berichteten Indikatoren umfassen weltweit den gesamten Konzern.
Die Pflicht zur Umweltberichterstattung richtet sich bei Siemens nach Relevanz. Diese wird bestimmt nach Ressourcenverbräuchen, Emissionen und Abfallaufkommen. Werden hierbei bestimmte Werte überschritten, muss ein Standort in SESIS Daten berichten.
Im Geschäftsjahr 2011 haben wir von unseren Standorten in SESIS 379 Umweltberichte aus 46 Ländern erhalten. Die Basis unserer Berichterstattung hat sich im Geschäftsjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr erneut stark verändert: 24 Standorte wurden neu integriert, 16 schieden aus.
Wir überwachen die Umweltauswirkungen mit absoluten Größen, zum Beispiel Kohlendioxid-Emissionen in Tonnen. Für die Bestimmung der Umweltleistung unserer umweltmanagementsystempflichtigen Produktionsstandorte berechnen wir zusätzlich normierte, portfoliobereinigte Kennzahlen, die sogenannten Key Performance Indicators (KPIs). Als Normierungsgröße verwenden wir den Werksumsatz (Herstellkosten der Produktion). Dieses Vorgehen ermöglicht es uns, die Umweltleistung des Unternehmens – unabhängig von Portfolioänderungen durch unsere Werke – im Zeitablauf konsistent zu bewerten.
Mit Ende des Geschäftsjahres 2011 haben wir die erste Etappe unseres Umweltprogramms erfolgreich abgeschlossen. So sind Umweltmanagementsysteme nach ISO 14001 unternehmensweit an allen umweltmanagementsystempflichtigen Standorten eingeführt. Außerdem haben wir unsere Umweltleistung in den Bereichen Energie, energiebedingte Kohlendioxid-Emissionen, Wassernutzung und Abfall deutlich gesteigert und den Großteil unserer gesetzten Ziele erreicht.
Auch für die nächsten Jahre haben wir uns erneut Ziele gesetzt und wollen in der nächsten Etappe des Umweltprogramms die Umweltleistung von Siemens weiter verbessern.
Ein Unternehmensziel bestand darin, bis 2011 Umweltmanagementsysteme (UMS) an 100 Prozent der dazu verpflichteten Siemens-Standorte einzuführen. Dieses Ziel haben wir erreicht. 256 Standorte können ein extern verifiziertes Umweltmanagementsystem vorweisen, 65 Standorte haben sich zusätzlich durch firmeninterne Audits qualifiziert.
Im Geschäftsjahr 2008 ging die Anzahl der Standorte mit Umweltmanagementsystemen zurück, was maßgeblich auf die Ausgliederung des damaligen Siemens-Bereichs Siemens VDO Automotive (SV) zurückzuführen ist, dessen Standorte vollständig zertifiziert waren.
09. März 2011 | Author