Wachstum beeinflusste bei Siemens das Abfallaufkommen.
Die Umweltrelevanz von Abfällen hängt einerseits von ihrer Gefährlichkeit und andererseits von ihrem Entsorgungsweg ab. Aus diesem Grund unterscheiden wir zwischen gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen, die wiederum je nach Entsorgungsart in Abfälle zur Verwertung und Abfälle zur Beseitigung differenziert werden. Zusätzlich weisen wir die Abfälle aus Baumaßnahmen separat aus, da die Fraktion stark von einzelnen Bau- oder Abrissarbeiten abhängt und nicht von der Produktion beeinflusst wird. In die Recyclingquote sind sie jedoch mit einbezogen, da diese vom Standort direkt beeinflusst werden kann.
Das Abfallaufkommen ohne Bauschutt ist im Vergleich zum Vorjahr um rund elf Prozent gestiegen. Die Zunahme betrifft im Wesentlichen die nicht gefährlichen Abfälle zur Verwertung. Diese Fraktion hat die geringsten Umweltauswirkungen, da diese Abfälle der Wertschöpfungskette wieder zugeführt werden. Der Anstieg kann zum einen durch neu hinzugekommene Standorte und zum anderen durch die erhöhte Auslastung der Produktionskapazität einiger Divisionen erklärt werden.
Die Recyclingquote der Abfälle ist mit 78 Prozent annähernd stabil geblieben. Der leichte Rückgang erklärt sich durch einzelne Abriss- und Sanierungsmaßnahmen, die im Vergleich zum Vorjahr zu einem gestiegenen Anfall an Beseitigungsabfällen führten.
Betrachtet man die Abfalldaten der Produktionsstandorte im Vergleich zum Werksumsatz, zeigt sich, dass die Umweltleistung im Abfallbereich seit dem Geschäftsjahr 2008 stark verbessert wurde. Mit 14 Prozent haben wir die Abfallintensität im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent verringert und damit unser Ziel für 2011 nur knapp verfehlt.
Auch für die Zukunft haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Abfallintensität zu reduzieren und zwar um mindestens ein Prozent jährlich bis 2014. Die Abfälle zur Beseitigung werden wir auch bis 2014 um mindestens ein Prozent jährlich verringern und so unsere Recyclingquote weiter verbessern.
09. März 2011 | Author