Beim Erfassen von Arbeitsunfällen mit Ausfalltagen (Lost Time Injuries, LTI) berücksichtigen wir die jeweils spezifischen nationalen Definitionen. Um die Unfallzahlen zu senken, haben wir verstärkt sektorspezifische Aktionen und Programme eingeführt, vorzugsweise auf Baustellen und in Projekten.
Für Siemens weltweit konnte im Geschäftsjahr 2012 der LTIFR (Lost Time Injuries Frequency Rate) unserer Mitarbeiter weiter auf den Wert 0,38 gesenkt werden. Auch bei den Kontraktoren sank der LTIFR auf 0,28.
Im Folgenden beziehen sich alle Angaben auf fortgeführte Aktivitäten. Vorjahreswerte sind vergleichbar gerechnet.
Wir binden Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement verstärkt in unser Projektgeschäft ein und versuchen so zu einer Verbesserung beizutragen. Einen unternehmensweit gültigen Standard haben wir im Geschäftsjahr 2011 entwickelt und eingeführt.
Die Anzahl der tödlichen Arbeitsunfälle ist zu unserem Bedauern im Geschäftsjahr 2012 weiter gestiegen. Wiederum waren in besonderem Maß Mitarbeiter von Kontraktoren in Indien betroffen. Um dort die Arbeitssicherheit zu verbessern, unternehmen wir weitere Anstrengungen und entwickeln bestehende Programme und Maßnahmen weiter. Die in Indien speziell für Kontraktoren durchgeführten Veranstaltungen und Sicherheitstage sowie Qualifizierungsmaßnahmen und Trainings werden intensiviert. Auch bei der Auswahl unserer Kontraktoren stellen wir strengere Anforderungen an die Arbeitssicherheit. Ein systematischer Prozess zur Bewertung der Kontraktoren wurde entwickelt und eingeführt.
Tödliche Wegeunfälle weisen wir in der Darstellung nicht explizit aus. Soweit Wegeunfälle nach jeweils nationaler Definition als Arbeitsunfälle zu werten sind, werden diese entsprechend als Arbeitsunfälle berücksichtigt und dargestellt.
Die Gesamtzahl der berufsbedingten Erkrankungen ist bezogen auf die Zahl der Beschäftigten seit vielen Jahren niedrig. Die entsprechende Messgröße (Occupational Illness Frequency Rate, OIFR, bezogen auf 1.000.000 geleistete Arbeitsstunden) lag im Geschäftsjahr 2012 bei 0,45 (GJ 2011: 0,34; GJ 2010: 0,39). Wir berichten hier lediglich die Zahlen für die Siemens AG. Die Berechnungsgrundlage für die OIFR sind nur die von der Berufsgenossenschaft als Berufskrankheit anerkannten Fälle.
08. März 2011 | Author