Als weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik ist Siemens in über 190 Ländern aktiv. Wettbewerbsfähigkeit, Kundennähe und Kundenorientierung als unternehmerische Erfolgsfaktoren in einer globalen Welt wie dieser gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts erfährt damit einen stetigen Wandel und stellt die Mitarbeiter vor neue bzw. veränderte Herausforderungen wie Flexibilität und Mobilität. Für unsere Mitarbeiter sind die globalen Geschäftsaktivitäten mit vermehrter Reisetätigkeit verbunden, sowohl national als auch international. Dabei können insbesondere Reisen in Risikoländer gesundheitliche Gefährdungen mit sich bringen. Um die Mitarbeiter vor potenziellen Gesundheitsrisiken zu schützen, haben wir im Bereich der medizinischen Betreuung eine standardisierte Vorsorgeuntersuchung für internationale Vielreisende und für Reisende in Länder mit erhöhten Gesundheitsrisiken entwickelt: den Siemens Traveler Health Check (STHC).
Der STHC umfasst eine Reihe medizinischer Untersuchungen und Beratungen im Hinblick auf individuelle sowie landes- und tätigkeitsspezifische Gesundheitsrisiken. Wenn erforderlich, werden empfohlene Schutzimpfungen verabreicht. Diese Maßnahmen können das Risiko, während des Auslandsaufenthalts zu erkranken, signifikant senken. Gleichzeitig kann durch eine Früherkennung von Erkrankungen die individuelle Lebensqualität deutlich verbessert werden. Der STHC wird allen Vielreisenden mit mehr als zehn internationalen Dienstreisen pro Jahr und allen Dienstreisenden in Länder mit erhöhten Gesundheitsrisiken angeboten. Damit bieten wir ein einheitliches Produkt an, das je nach landesspezifischer Gesetzgebung und Regelung vor Ort adaptiert werden kann.
Der STHC wird nach erfolgreicher Pilotphase in Österreich auch in Deutschland bereits seit 1. Juli 2012 angeboten. Er ist fester Bestandteil des Reisemanagementprozesses und ist damit flächendeckend in Deutschland etabliert. Die Reisenden erhalten aus dem Prozess heraus entweder einen Hinweis auf das Untersuchungs- und Beratungsangebot oder bei Vielreisenden bzw. Reisen in Risikoländer die direkte Aufforderung, den STHC durchführen zu lassen.
In Deutschland, Österreich und Teilen der Vereinigten Staaten von Amerika wird der STHC bzw. eine vergleichbare reisemedizinische Beratung bereits angeboten. Damit decken wir etwa 40 Prozent aller Siemens-Geschäftsreisenden ab. Die Einführung in weiteren Ländern ist derzeit in Planung und obliegt den jeweiligen Organisationseinheiten.
01. Juli 2010 | Author