Schüler besuchten das interaktive Technologie-Festival „The Big Bang“.
Wie in vielen anderen Industrieländern herrscht auch in Großbritannien ein Mangel an Naturwissenschaftlern und Ingenieuren. In den nächsten fünf bis zehn Jahren werden dort zusätzlich 2.217.500 Ingenieure benötigt. Das Nachwuchsproblem muss daher dringend angegangen werden, denn in den nächsten 20 Jahren wird die Anzahl der 16- bis 24-Jährigen abnehmen. Gleichzeitig entscheiden sich immer weniger junge Menschen für Ingenieurberufe oder naturwissenschaftliche Studiengänge: Untersuchungen zeigen, dass die Freude an Naturwissenschaften und Mathematik ab der 8. Klasse (13- bis 14-Jährige) weiterhin abnimmt. Da dies besonders auf Mädchen zutrifft, gibt es nur wenig weiblichen Nachwuchs in technischen Berufen. Um neue Geschäftsfelder wie Technologien zur Bekämpfung des Klimawandels erschließen zu können, nimmt die Bedeutung von Fortbildung weiter zu. Jedoch erhalten in Großbritannien Arbeitnehmer während ihres Arbeitslebens weniger Weiterbildungsmaßnahmen als in vielen anderen europäischen Ländern.
Siemens hat in Großbritannien einen integrierten Ansatz für Bildung, Qualifizierung und Personalrekrutierung entwickelt, um Naturwissenschaften und Technik an Schulen, Fachhochschulen und Universitäten zu fördern und talentierten Nachwuchs für Siemens zu gewinnen. In diesem Rahmen beteiligt sich Siemens an der jährlich stattfindenden Technologie-Messe „The Big Bang“, die immer mehr Schüler und Lehrer anzieht. Siemens und andere Organisationen präsentieren den Schülern hier technische Lösungen, die die Begeisterung für Wissenschaft und Technik wecken. Außerdem umfasst der integrierte Siemens-Ansatz auch die Entwicklung und Verbreitung von Unterrichtsmaterialien an Schulen über das gesamte Schuljahr hinweg.
„The Big Bang“ fand 2012 bereits zum fünften Mal statt, wobei die Besucherzahl von anfänglich 5.000 auf inzwischen 56.000 angestiegen ist. Viele große Technologie-Unternehmen präsentieren hier ihre Lösungen auf interaktive und spannende Weise. In den vergangenen Jahren ist der Einfluss von „The Big Bang“ in Schulen, den Medien und der Öffentlichkeit immer größer geworden und hat die MINT-Fächer (MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) in ein neues Licht gerückt. So gaben acht von zehn Pädagogen an, Ideen und Materialien von der Veranstaltung in ihren Unterricht einbinden zu wollen.
Zum „Science and Engineering“ Wettbewerb im Rahmen von Big Bang wurden 2012 1.172 Projekte eingereicht. Im Finale präsentierten 320 Teams und Einzelteilnehmer ihre Beiträge, unter denen auch der Gewinner des Siemens Sustainability Awards gekürt wurde.
28. Februar 2011 | Author