Die meisten Menschen in den entlegenen Gebieten Indiens haben keinen ausreichenden Zugang zu medizinischer Versorgung. Oft müssen sie hunderte von Kilometern bis zur nächsten Klinik zurücklegen, um eine wirksame und bezahlbare Behandlung zu erhalten. Siemens antwortet darauf mit seinem Konzept der mobilen Kliniken. Die fahrenden Praxen sind mit modernen Untersuchungsgeräten ausgestattet und verbessern die Lebensqualität vieler Menschen, die sonst von der medizinischen Grundversorgung abgeschnitten wären. Auch Gesundheitsaufklärung gehört zu den Aufgaben des mobilen Teams, um Krankheiten durch falsche Ernährung und fehlende Hygiene vorzubeugen. Mit seinen mobilen Kliniken trägt Siemens zur Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen bei, die auf die Verbesserung der Verhältnisse in den Entwicklungsländern hinwirken.
In den letzten zehn Jahren hat Siemens insgesamt 25 dieser Kliniken entwickelt. Eigentümer und Betreiber sind verschiedene indische Organisationen, die so den Patienten in entlegenen Gebieten die notwendigen Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten vor Ort bieten können. Siemens India Corporate Citizenship setzt im Norden und Osten Indiens selbst zwei mobile Kliniken ein.
Von außen sieht die mobile Klinik aus wie ein gewöhnlicher Reisebus. Innen befindet sich jedoch eine voll ausgestattete Arztpraxis, die über Diagnosemöglichkeiten,wie z. B. Röntgen, Ultraschall, Mammographie und Elektrokardiogramm verfügt. Neben einem weiteren Behandlungsraum gibt es eine Dunkelkammer zum Entwickeln von Röntgenaufnahmen oder zum Vorführen von Filmen zur Gesundheitsaufklärung. Mit einem eigenen Stromgenerator ist die mobile Klinik dabei völlig unabhängig.
Die mobile Klinik in Nordindien konnte in sechs Jahren mehr als 800 Versorgungslager aufschlagen und insgesamt rund 60.000 Patienten behandeln. Dadurch stieg die Anzahl der Menschen, die Zugang zu umfassender medizinischer Versorgung haben, um etwa 20 Prozent. „Das Engagement von Siemens und der Smile Foundation ist eine hervorragende Initiative. Das ganze Dorf hat davon profitiert. Dank des kostenlosen Angebots muss sich heute niemand mehr Geld leihen, um seine Behandlung bezahlen zu können“, so Dinesh Kumar Yadav, Dighra Sabila, Distrikt Madhepura (Bihar).
26. Februar 2013 | Author