Im Sinne künftiger Generationen verantwortungsvoll zu agieren und so wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Fortschritt zu erreichen, beschreibt die Grundkonstante unseres Handelns. Profitabel zu wachsen und langfristig Wert für unsere Stakeholder zu schaffen, sind die Unternehmensziele, zu deren Erreichen unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten entscheidend beitragen.
Die für uns und unsere Anspruchsgruppen wichtigen Themen identifizieren und priorisieren wir regelmäßig und orientieren uns hierbei am Prinzip der Wesentlichkeit (Materialität). Unser Materialitätsportfolio stellt die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen und ihre Bedeutung für unsere Stakeholder und Siemens gegenüber. Wir schreiben es jährlich fort – basierend auf einem Prozess, in dem die Analyse allgemeiner Trends, die Orientierung an den Megatrends und ein intensiver Stakeholder-Dialog eng verzahnt sind. Im Jahr 2011 haben wir mehr als 30 externe Anspruchsberechtigte und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Nichtregierungsorganisationen und Beratungsunternehmen befragt. Die Ergebnisse dieses Dialogs sind sodann um die Einschätzungen der Fachfunktionen ergänzt worden.
Indem wir uns mit den im Materialitätsportfolio dargestellten Themen auseinandersetzen, sind wir in der Lage, Chancen zu erkennen, Risiken zu minimieren und schon jetzt Antworten auf Fragen der Zukunft zu geben. Was wir konkret damit meinen, lässt sich am besten anhand einiger Beispiele verdeutlichen.
So eröffnen etwa die innovativen Produkte und Lösungen unseres Umweltportfolios außergewöhnliche Wachstumschancen für Siemens. Diese zu nutzen und unser Umweltportfolio konsequent weiter auszubauen, ist deshalb wesentliches Ziel unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten.
Konkret wollen wir mit dem Umweltportfolio bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2014 einen Umsatz von mindestens 40 Milliarden Euro erreichen. Das Ziel, unseren Kunden zu helfen, bis Ende des Geschäftsjahrs 2011 300 Millionen Tonnen Kohlendioxid einzusparen, haben wir mit erzielten Einsparungen von 317 Millionen Tonnen Kohlendioxid übererfüllt. Dies entspricht dem gesamten jährlichen Kohlendioxid-Ausstoß der Weltmetropolen Berlin, Delhi, Hongkong, Istanbul, London, New York, Singapur und Tokio.
Unser Compliance-Management verdeutlicht, wie wir Risiken minimieren und daraus entstehende Chancen konsequent nutzen – und dies themenübergreifend und über das Unternehmen hinausgehend.
Und auch von unseren Lieferanten erwarten wir, dass sie nach klaren Nachhaltigkeits- und Integritätsgrundsätzen handeln. Unsere Grundanforderungen – beispielsweise die Achtung der Grundrechte der Mitarbeiter und der Umweltschutz – sind im Code of Conduct für Siemens-Lieferanten definiert. Zudem haben wir Nachhaltigkeitsanforderungen in alle relevanten Lieferantenmanagementprozesse wie Auswahl, Qualifizierung und Bewertung unserer Zulieferer sowie Lieferantenentwicklung integriert und entsprechende interne Steuerungs- und Kontrollmechanismen unternehmensweit etabliert.
24. Februar 2011 | Author