Siemens ist Mitglied und Partner von wichtigen nationalen und internationalen Organisationen. Besonders enge Verbindungen pflegen wir zu den hier aufgeführten Institutionen; Siemens ist jedoch in einer Vielzahl weiterer Initiativen und Partnerschaften in den Bereichen Umwelt und Soziales aktiv.
Im November 2003 traten wir der Global Compact Initiative der Vereinten Nationen bei. Als Teilnehmer hat sich Siemens dem Wertekodex und den Verhaltensregeln des Global Compact verpflichtet. Zielsetzung dieser Initiative ist es, durch die Zusammenarbeit von Staaten, Unternehmen und Zivilgesellschaft der weltweiten Verbreitung und Beachtung nachhaltiger Verhaltensregeln Nachdruck zu verleihen.
Der Wertekodex des Global Compact umfasst zehn Prinzipien, die sich aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der Erklärung über die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit der Internationalen Arbeitsorganisationen (ILO) und den Grundsätzen der Erklärung von Rio zu Umwelt und Entwicklung ableiten und Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz sowie Korruptionsbekämpfung betreffen. Nähere Einzelheiten dazu im Kapitel Internationale Leitlinien.
Zudem verpflichten wir uns dazu, internationale Nachhaltigkeitsstandards und -richtlinien einzuhalten. Unter anderem haben wir im Jahr 2008 das CEO Water Mandate des Global Compact unterzeichnet.
Unsere OSRAM Division und einige unserer Regionalgesellschaften nehmen selbst am Global Compact teil.
Die Berichterstattung nach den zehn Prinzipien des Global Compact (Fortschrittsbericht) haben wir seit 2007 in unseren Nachhaltigkeitsbericht (bis 2007: Corporate Responsibility Report) integriert.
Unsere Fortschrittsberichte finden Sie hier:
Der World Business Council for Sustainable Development (Weltwirtschaftsrat für nachhaltige Entwicklung) ist weltweit die bedeutendste von Unternehmen getragene Nachhaltigkeitsorganisation. Sie beschäftigt sich ausschließlich mit dem Thema "Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung". Als von Unternehmensvorständen geführte, globale Organisation ist sie für ihre Mitgliedsunternehmen eine Plattform, auf der sie Wissen, Erfahrungen und Best Practices austauschen sowie Schwerpunktthemen im Bereich nachhaltiger Entwicklung erkunden und vorantreiben können.
Dem WBCSD gehören rund 200 Unternehmen an. Seine Mitglieder rekrutieren sich aus mehr als 35 Ländern und 20 größeren Branchen. Zudem profitiert der WBCSD von einem globalen Netzwerk aus etwa 60 nationalen und regionalen Wirtschaftsräten und regionalen Partnern.
Der Beitritt von Siemens im November 2009 gibt uns die Chance und die Verpflichtung, unser umfassendes Wissen und unsere reichhaltige Erfahrung in verschiedenen Foren des WBCSD sowie in Zusammenarbeit mit Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und internationalen Organisationen in den Dienst des Nachhaltigkeitsgedankens zu stellen. Themen mit besonderem Interesse für Siemens sind zum Beispiel Energie und Klima, Urbane Infrastruktur sowie Strom und Stromversorger. In der Urban-Infrastructure-Initiative des WBCSD setzen wir uns gemeinsam mit zahlreichen anderen Partnern weltweit für nachhaltige Stadtentwicklung ein.
Gleichzeitig eröffnet die Mitgliedschaft die Chance, auf oberster Ebene mit Entscheidungsträgern Kontakte zu knüpfen und im Verbund mit anderen Unternehmen die drängenden Fragen unserer Zeit zu verfolgen. Das Ergebnis ist gut für die Gesellschaft, für die Umwelt und für Siemens – ganz im Sinne des Nachhaltigkeitsprinzips.
World Business Council for Sustainable Development (in Englisch)
Das World Economic Forum (Weltwirtschaftsforum) ist eine unabhängige internationale Organisation, die das Ziel verfolgt, durch partnerschaftliches Engagement Beiträge zur Lösung globaler Herausforderungen zu leisten. Auf der Agenda stehen globale, regionale und Branchenthemen. Siemens zählt zu den strategischen Partnern des Weltwirtschaftsforums.
Das Forum stellt eine gute Plattform für den Austausch mit anderen Unternehmen dar, die auf der jährlichen Hauptversammlung in Davos in Dialog treten können, sich aber auch insbesondere auf den zahlreichen regionalen Konferenzen über lokale Schwerpunktthemen austauschen.
Außerdem ist Siemens offizielles Mitglied der Anti-Korruptions-Initiative „Partnering Against Corruption“ (PACI) des WEF. Diese im Jahr 2004 gegründete Initiative vereint mehr als 140 bedeutende internationale Industrieunternehmen im Kampf gegen Korruption auf der Anbieterseite im privaten Sektor. Sie hat das Ziel, Prinzipien für Industriebranchen zu entwickeln, um gleiche Wettbewerbschancen für alle sowie Fairness und Transparenz zu schaffen.
Das International Business Leaders Forum ist eine 1990 durch den Prinzen von Wales gegründete unabhängige Organisation. Sie hat das Ziel, Unternehmen zu ermutigen und zu unterstützen, die nachhaltige Entwicklung von Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft als Bestandteil ihres Kerngeschäfts zu betrachten und noch effektiver zu fördern.
Siemens unterstützt das China Business Leaders Forum des IBLF bereits seit 2005 und hat sein Engagement mit der Unterzeichnung einer weltweiten Partnerschaft mittlerweile erweitert. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt bei der Korruptionsbekämpfung und der Unterstützung der IBLF-Aktivitäten in Russland. Hier geht es insbesondere um die Zusammenarbeit von Firmen, Nichtregierungsorganisationen, internationalen Organisationen und dem öffentlichen Sektor bei der Korruptionsbekämpfung und beim Thema Menschenrechte.
International Business Leaders Forum (in Englisch)
Das WRI ist ein unabhängiges Forschungsinstitut, das sich der Lösung globaler Umweltprobleme widmet. Schwerpunkte seiner Arbeit sind der Klimawandel, institutionelle und marktwirtschaftliche Lösungen für Umweltprobleme sowie der Schutz von Ökosystemen.
Siemens ist ein Mitglied der Gruppe von beratenden Unternehmen, die das WRI unterstützen und sich an gemeinsamen Projekten beteiligen. Für mehr Transparenz bei der Berichterstattung von Kohlendioxid-Emissionen bringen wir unsere Erfahrungen im Scope-3-Projekt der GHG Protokoll-Initiative des WRI und WBCSD ein. Diese entwickelt einheitliche Vorgehensweisen, wie der Treibhausgasausstoß von Ländern, Organisationen oder Produkten berechnet wird. Treibhausgasprotokolle sind ein wichtiger Schritt, um Messbarkeit und Vergleichbarkeit herzustellen.
World Resources Institute (in Englisch)
econsense, eine im Jahr 2000 gegründete Initiative des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), ist ein Zusammenschluss führender weltweit tätiger Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft, die das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in ihre Unternehmensstrategie integriert haben. Die Unternehmensinitiative versteht sich als Dialogplattform für nachhaltige Entwicklung und Corporate Social Responsibility. Die Mitglieder von econsense diskutieren mit Politikern, NGOs, der Wissenschaft und der Öffentlichkeit die Chancen, die eine Unternehmenspolitik der nachhaltigen Entwicklung der deutschen Wirtschaft bietet.
econsense ist seit dem Jahr 2004 regionaler Netzwerkpartner des World Business Council for Sustainable Development.
Die Vereinten Nationen (UN) und Siemens arbeiten gemeinsam daran, Städte lebenswerter und nachhaltiger zu gestalten. Ein entsprechendes Rahmenabkommen wurde auf dem World Urban Forum in Rio de Janeiro unterzeichnet. Siemens und die Siemens Stiftung sind Partner der World Urban Campaign (WUC). Diese Kampagne führt Kommunen, staatliche Verwaltungen, Unternehmen und Nicht-Regierungsorganisationen zusammen, um gemeinsam an Lösungen für die Städte der Zukunft zu arbeiten.
Siemens ist über die amerikanische Tochtergesellschaft in der United States Climate Action Partnership (US CAP) aktiv. In dieser Initiative haben sich führende US-amerikanische Unternehmen sowie Klima- und Umweltschutz-NGOs zusammengeschlossen, um in den USA für ein breites Bündel von konkreten Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen zu werben.
Das Carbon Disclosure Project (CDP) ist eine nicht-gewinnorientierte Organisation, die mehr als 550 institutionelle Anleger vertritt, und weltweit Unternehmen zur Darstellung ihrer Treibhausgasemissionen und ihrer Minderungsstrategien aufruft. Die im CDP zusammengeschlossenen Investmentgesellschaften verwalten derzeit ein Vermögen von mehr als 70 Trillionen US-Dollar und besitzen große Anteile an den umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen der Welt.
Seit 2011 unterstützt Siemens das CDP Carbon Reduction Programm als CDP's erster Carbon Reduction Partner (Platin). Neben der jährlichen Veröffentlichung ihres Global 500 Reports bietet CDP einer limitierten Anzahl von Firmen eine Carbon-Reduction-Partnerschaft an. Anerkannte Carbon Reduction Partner haben Technologien und Services im Angebot, die dazu beitragen Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Dieses Partnerschaftsprogramm ergänzt die von Investoren geführte CDP Carbon Action Initiative, die dazu dient, rentable Aktivitäten von Firmen zum Reduzieren von Treibhausgasen voranzutreiben.
CDP Reduction Partnership (in Englisch)
Siemens als vorbildliches Beispiel für das Carbon Disclosure Project (Video; in Englisch)
23. Februar 2011 | Author