Im Sinne künftiger Generationen verantwortungsvoll zu agieren und so wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Fortschritt zu erreichen, beschreibt die Grundkonstante unseres Handelns. Profitabel zu wachsen und langfristig Wert für unsere Stakeholder zu schaffen, sind die Unternehmensziele, zu deren Erreichen unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten entscheidend beitragen.
Die für uns und unsere Anspruchsgruppen wichtigen Themen identifizieren und priorisieren wir regelmäßig und orientieren uns hierbei am Prinzip der Wesentlichkeit (Materialität). Unsere Materialitätsmatrix stellt die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen und ihre Bedeutung für unsere Stakeholder und Siemens gegenüber. Wir schreiben sie jährlich fort – basierend auf einem Prozess, in dem die Analyse allgemeiner Trends, die Orientierung an den Megatrends und ein intensiver Stakeholder-Dialog eng verzahnt sind. Im Jahr 2012 haben wir mehr als 90 externe Anspruchsberechtigte und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Nichtregierungsorganisationen und Beratungsunternehmen befragt. Die Ergebnisse dieses Dialogs wurden sodann um die Einschätzungen unserer internen Fachfunktionen ergänzt.
Indem wir uns mit den in der Materialitätsmatrix dargestellten Themen auseinandersetzen, sind wir in der Lage Chancen zu erkennen, Risiken zu minimieren und schon jetzt Antworten auf Fragen der Zukunft zu geben. Was wir konkret damit meinen, lässt sich am besten anhand einiger Beispiele verdeutlichen.
Eine der wichtigsten Herausforderungen für Siemens ist Innovation. Ein intelligentes Innovationsmanagement ermöglicht es neue Schlüsseltechnologien zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen. Innovationen gehören zu den wichtigsten Säulen des Geschäftserfolgs von Siemens – auch wenn es darum geht, Nachhaltigkeitsansprüche durch ein konsequent ausgebautes Umweltportfolio zu erfüllen.
Konkret wollen wir mit dem Umweltportfolio bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2014 einen Umsatz von mindestens 40 Milliarden Euro erreichen und unseren Kunden helfen, Kohlendioxid einzusparen. Dank unserer umweltfreundlichen Produkte und Lösungen konnten unsere Kunden ihren Kohlendioxid-Ausstoß im Geschäftsjahr 2012 weltweit um insgesamt 332 Millionen Tonnen senken – dies entspricht dem gesamten jährlichen Kohlendioxid-Ausstoß der Weltmetropolen Berlin, Hongkong, London, New York, Tokio, Moskau, Jakarta, São Paulo und Melbourne.
Umweltfreundlichere Produkte erreichen wir auch mit einer verbesserten Ressourcenproduktivität. Im Sektor Healthcare beispielsweise werden die Kunden nicht nur für aktuelle Produkte mit Ersatzteilen versorgt, sondern auch für ausgewählte Geräte, die ihr „Lebensende“ bereits erreicht oder überschritten haben, werden Ersatzteile aus wiederaufbereiteten Produkten bereitgestellt.
Von unseren Lieferanten erwarten wir, dass sie nach klaren Nachhaltigkeits- und Integritätsgrundsätzen handeln. Unsere Grundanforderungen – beispielsweise die Achtung der Grundrechte der Mitarbeiter und der Umweltschutz – sind im Code of Conduct für Siemens-Lieferanten definiert. Zudem haben wir Nachhaltigkeitsanforderungen in alle relevanten Lieferantenmanagementprozesse wie Auswahl, Qualifizierung und Bewertung unserer Zulieferer sowie Lieferantenentwicklung integriert und entsprechende interne Steuerungs- und Kontrollmechanismen unternehmensweit etabliert.
24. Februar 2011 | Author