Sektor Industry / Metals Technologies
Linz, 17. April 2013
Siemens Metals Technologies hat von ArcelorMittal South Africa - Saldanha Works den Auftrag erhalten, die Steuerungen der beiden Gimbal-Begichtungssysteme in einer Corex-Anlage des Unternehmens zu modernisieren. Die Simatic-basierten Gimbal- Controller ersetzen seit 2004 beziehungsweise 2006 verwendete Systeme, deren Funktionalitäten auf eine Siemens-Plattform überführt und ausgeweitet wurden. Mithilfe der neuen Steuerungen lassen sich die Schurren gleichmäßig und mit geringen mechanischen Kräften bewegen. Dies erlaubt eine präzise und gleichzeitig dynamische Verteilung des Möllers bei einer großen Vielfalt von Begichtungsmustern.
Bei ArcelorMittal South Africa - Saldanha Works ist seit Ende 1998 eine Corex-2000-Anlage in Betrieb. Dort übernehmen zwei Gimbal-Begichtungssysteme die Beschickung des Möllers in den Reduktionsschacht und die Einbringung der Kohle in den Einschmelzvergaser. Die neuen Controller erlauben es, die Schurren gleichmäßig und mit geringen mechanischen Kräften zu verfahren und damit die Einsatzstoffe präzise zu verteilen. Dabei kann der Prozessingenieur nicht nur standardisierte Verteilungsmuster wie Kreisbahnen, sondern mithilfe der "Free-Shape"-Funktion beliebige Muster definieren, beispielsweise dezentrierte Ellipsen, Kleeblattmuster oder Nierenformen. Damit können geometrische oder prozesstechnische Asymmetrien ausgeglichen und der Prozessablauf verbessert werden.
Das Gimbal-Automatisierungssystem basiert auf robusten und industriell erprobten Komponenten von Siemens. Die modular aufgebaute Hardware-Plattform wird ergänzt durch eine standardisierte Programmierungsumgebung. Das Bedien- und Beobachtungssystem wurde um umfangreiche Diagnose- und Condition-Monitoring-Funktionen erweitert. Dazu gehören beispielsweise die Detektion des Verlusts der Schurre, von unzulässigen Drücken, elektrischen Kurzschlüssen, Kabelbruch oder Sensorfehlern. Wesentliche Betriebs- und Diagnosedaten stehen dem Anlagenpersonal auch über ein Simatic Mobile Panel zur Verfügung. Dies erleichtert die Instandhaltung wesentlich. So können Hydraulikzylinder vor Ort zentriert und Ventile überprüft oder auch verschiedene Prozessgrößen angezeigt und einer Trendanalyse unterworfen werden. Die Inbetriebnahme der beiden Gimbal-Controller soll im August dieses Jahres erfolgen.
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