Sektor Infrastructure & Cities / Division Smart Grid
Nürnberg, 20. Dezember 2012
Zur Verstärkung der Bahnstromnetze Schwedens und der Schweiz durch zusätzliche Kopplung an das öffentliche Stromversorgungsnetz liefert Siemens Infrastructure & Cities der schwedischen Transportbehörde und den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) Bahnstromumrichter der Reihe Sitras SFC plus. Das Auftragsvolumen für beide Projekte zusammen beträgt rund 60 Mio. EUR. Die Aufträge umfassen die Lieferung, Installation und Inbetriebnahme von acht Multilevel-Direktumrichterblöcken in Schweden und zwei Umrichterblöcken in der Schweiz. Die Anlagen arbeiten mit moderner Multilevel-Stromrichtertechnik, die es ihnen ermöglicht, die Energie mit einem hohen Wirkungsgrad nahezu ohne Netzrückwirkungen umzuformen. Zudem sind sie leiser als herkömmliche Systeme und brauchen weniger Einbauplatz.
Siemens-Bahnstromumrichter der Reihe Sitras SFC plus am Kraftwerk Franken 1 in Nürnberg-Gebersdorf: Die Anlagen arbeiten mit moderner Multilevel-Stromrichtertechnik, die es ihnen ermöglicht, die Energie mit einem hohen Wirkungsgrad nahezu ohne Netzrückwirkungen umzuformen. Zudem sind sie leiser als herkömmliche Systeme und brauchen weniger Einbauplatz. Zur Verstärkung der Bahnstromnetze durch zusätzliche Kopplung an das öffentliche Stromversorgungsnetz liefert Siemens weitere Anlagen dieser Art nach Schweden und in die Schweiz.
"Die aktuellen Aufträge aus Schweden und der Schweiz zeigen, dass wir mit der Multilevel-Stromrichtertechnik die Weichen richtig gestellt haben. Wir sind sicher, dass sich diese Technik durchsetzt und zu einem Industriestandard auf dem Markt der Bahnelektrifizierung werden wird", sagte Mirko Düsel, CEO der Business Unit Rail Electrification bei Siemens. So errichtet Siemens in Südschweden bei Astorp, Ystad, Älvängen und Lund insgesamt acht Umrichterblöcke mit einer Gesamtleistung von 180 MVA, um zusätzlichen Strom aus dem öffentlichen 50-Hz-Versorgungsnetz Schwedens in das 16,7-Hz-Bahnstromversorgungsnetz der schwedischen Transportbehörde einspeisen zu können. Die Mulitlevel-Direktumrichter der Reihe Sitras SFC plus ermöglichen die Kopplung der beiden Netze mit den unterschiedlichen Frequenzen. Die erste Anlage soll bereits im Sommer 2015 in Betrieb gehen.
Im Rahmen des Auftrags aus der Schweiz errichtet Siemens zwei 60-MVA-Umrichterblöcke in Winkeln im Kanton St. Gallen, direkt neben einem Umspannwerk des schweizerischen Energiedienstleisters Axpo. Dieser erweitert die 220-Kilovolt-Schaltanlage des Umspannwerks eigens zur Anbindung der Umrichter an das öffentliche Netz. Auf der Bahnnetzseite speisen die Umrichter in das 16,7-Hz-Hochspannungsnetz der SBB ein und sollen im Sommer 2015 ihren Betrieb aufnehmen. "Mit der neuen Umrichtertechnik von Siemens können wir die Anlagen bei geringer Komplexität mit erhöhtem Wirkungsgrad betreiben. Siemens Smart Grid hat die richtige Antwort auf die Anforderungen an moderne Netze und die passenden Lösungen dafür. Davon profitieren wir", sagte Markus Siegenthaler, Gesamtprojektleiter FU Winkeln, Schweizerische Bundesbahnen. Während in Schweden Multilevel-Direktumrichter von Siemens in Eskilstuna und Häggvik im Großraum Stockholm im Einsatz sind, hat die Technik in der Schweiz Premiere. In Deutschland sorgen bereits zwei Umrichter dieser Art für die Anbindung des Netzes der Deutschen Bahn an das Kraftwerk Franken 1 in Nürnberg-Gebersdorf. Vier weitere Anlagen in Adamsdorf, Rostock, Cottbus und Frankfurt/Oder werden 2013 und 2014 fertig gestellt.
Das Besondere an den Umrichtern Sitras SFC plus ist ihre Multilevel-Stromrichtertechnik: Sie funktioniert mit einem modularen Aufbau mehrerer in Reihe geschalteter Leistungstransistorbauelementen (IGBT) und Kondensatoren, die die gewünschte Spannung aus kleinen Stufen zusammensetzen. Dadurch verringern sich die Schaltfrequenzen und folglich der Leistungsverlust um rund zehn Prozent, verglichen mit bisherigen Systemen. Auch der Geräuschpegel wurde gesenkt, wovon die Anwohner profitieren. Zudem brauchen die Multilevel-Anlagen etwa 20 Prozent weniger Platz, weil sie kompakter gebaut werden können als andere auf dem Markt angebotene Lösungen.
Energieeffiziente und umweltgerechte Lösungen für die Bahnelektrifizierung sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 30 Mrd. EUR erzielte. Das macht Siemens zu einem der weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum fast 320 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Berlin, Delhi, Hongkong, Istanbul, London, New York, Singapur und Tokio in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.
Der Siemens-Sektor Infrastructure & Cities (München) mit rund 90.000 Mitarbeitern bietet nachhaltige Technologien für urbane Ballungsräume und deren Infrastrukturen. Dazu gehören Produkte, Systeme und Lösungen für intelligentes Verkehrsmanagement, Schienenverkehr, Smart Grids, energieeffiziente Gebäude und Sicherheitslösungen. Der Sektor setzt sich aus den Divisionen Building Technologies, Low and Medium Voltage, Mobility and Logistics, Rail Systems und Smart Grid zusammen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.siemens.com/infrastructure-cities
Die Siemens-Division Smart Grid (Nürnberg) bietet Energieversorgern, Netzbetreibern, Industrieunternehmen und Städten ein End-to-End-Portfolio an Produkten und Lösungen für den Aufbau intelligenter Energieversorgungsnetze. Smart Grids ermöglichen einen bidirektionalen Energie- und Informationsfluss. Damit sind sie Voraussetzung für die Einbindung von mehr erneuerbaren Energiequellen ins Netz. Mit den in Smart Grids anfallenden Daten können Energieversorger darüber hinaus ihre Anlagen kosteneffizienter betreiben. Software-Lösungen, die Daten aus Smart Grids analysieren, werden daher immer wichtiger. Dabei verwendet die Division Eigenentwicklungen, setzt aber auch auf ein System aus Software-Partnern. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.siemens.de/smartgrid
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