Sektor Energy / Division Fossil Power Generation
Erlangen, 12. Februar 2012
Siemens hat den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft in der Kategorie Großunternehmen erhalten. Ausgezeichnet wurde die Gasturbine der H-Klasse von Siemens, die mit einem Wirkungsgrad von 60,75 Prozent den Effizienz-Weltrekord im Gas-und Dampfturbinen(GuD)-Kraftwerk hält. Der Preis würdigt die herausragende Innovation und wurde am Samstag im Rahmen einer Galaveranstaltung im Palais Thurn und Taxis in Frankfurt vom Wirtschaftsclub Rhein-Main verliehen. Der als erster Innovationspreis der Welt eingetragene Preis wurde unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vergeben. Günther Oettinger, EU-Kommissar für Energie, überreichte den Preis an Michael Süß, CEO des Sektors Energy und Mitglied des Vorstandes der Siemens AG. Die Entwicklung der Gasturbine des Typs SGT5-8000H dauerte inklusive Testphase rund zehn Jahre. Siemens investierte in die Entwicklung und den Betrieb der Prototypanlage im bayerischen Irsching rund eine halbe Milliarde Euro. Eine einzige Turbine dieses Typs kann im GuD-Betrieb eine Großstadt wie Berlin umweltverträglich mit Strom versorgen.
Siemens erhält den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft in der Kategorie Großunternehmen. Das Bild zeigt Michael Süß, CEO des Sektors Energy und Mitglied des Vorstandes der Siemens AG und Günther Oettinger, EU-Kommissar für Energie, bei der Preisverleihung am 11. Februar 2012 im Palais Thurn und Taxis in Frankfurt.
"Mit diesem Preis halten wir die Früchte der Arbeit von einem ganzen Jahrzehnt und der Anstrengungen von mehr als 750 Siemens-Mitarbeitern in den Händen" sagte Michael Süß. "Ich freue mich, stellvertretend diesen Preis in Empfang zu nehmen." Siemens hat als einziger Anbieter weltweit ein GuD-Kraftwerk mit einem bereits zertifizierten Wirkungsgrad von mehr als 60 Prozent im Portfolio - und damit die weltweit umweltfreundlichste fossil befeuerte Anlage am Markt. "Pioniergeist ist das Lebenselixier von Siemens und Innovationen sind der Grundstein für künftiges Wachstum. Mit der Einführung der H-Klasse haben wir ein weiteres Mal unserem Anspruch der Innovationsführerschaft Rechnung getragen", ergänzte Süß. Der Buchstabe "H" steht in der Gasturbinentechnik für höchste Effizienz. Die prämierte Technik ist seit Juni letzten Jahres im E.ON-Kraftwerk Ulrich Hartmann in Irsching kommerziell im Einsatz. Im Testbetrieb konnte das GuD-Kraftwerk einen vom TÜV-Süd zertifizierten Weltrekord- Wirkungsgrad von 60,75 Prozent bei einer elektrischen Leistung von 578 Megawatt (MW) erzielen. Zudem konnte eine enorm hohe Betriebsflexibilität nachgewiesen werden.
Siemens hat mit dieser Innovation Technikgeschichte geschrieben. Das neue GuD-Kraftwerk benötigt rund ein Drittel weniger Brennstoff pro erzeugter Kilowattstunde (kWh) verglichen mit dem Durchschnitt der weltweit installierten Gaskraftwerke. Diese Effizienzsteigerung bietet nicht nur erhebliche Einsparpotenziale bei den Brennstoffkosten, sondern trägt durch eine signifikante Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen (CO2) auch zu einer nachhaltigen Energieversorgung und damit zum Klimaschutz bei.
Die neue Gasturbine wurde an den Siemens-Standorten in Erlangen, Berlin und Mülheim sowie Orlando im US-Bundesstaat Florida in Kooperationen mit Universitäten und Forschungsinstituten entwickelt. Die Fertigung wird neben dem bestehenden Siemens-Werk in Berlin auch im neu eröffneten Werk in Charlotte in den USA stattfinden. "Bereits heute liegen uns Bestellungen für sechs der H-Klasse-Turbinen aus Florida in den USA und eine Bestellung für ein komplettes GuD-Kraftwerk aus Bugok in Südkorea vor, die in diesem und im kommenden Jahr in Betrieb gehen werden", sagte Süß. Aufgrund ihrer hohen Betriebsflexibilität eignet sich die neue Gasturbine der H-Klasse hervorragend im Energiemixverbund mit Wind- oder Solarkraftwerken. Bei Windstille oder wenn die Sonne nicht scheint kann die Turbine kurzfristig den Ausfall der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien kompensieren.
Hocheffiziente GuD-Kraftwerke sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 30 Milliarden Euro erzielte. Das macht Siemens zu einem der weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum fast 320 Millionen Tonnen CO2 eingespart, das ist so viel wie Berlin, Delhi, Hongkong, Istanbul, London, New York, Singapur und Tokio in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.
Download des Pressebildes: http://www.siemens.com/fossilpower/bild/EFP201202028
Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Stromerzeugung mit thermischen Kraftwerken und aus erneuerbaren Energiequellen sowie für die Stromübertragung in Netzen und für die Gewinnung, die Verarbeitung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2011 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von 27,6 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 34,8 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug über 4,1 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2011 über 97.000 Mitarbeiter. Zum 1. Oktober 2011 wurde die Division Power Distribution mit gut 15.000 Mitarbeitern in den neuen Sektor Infrastructure & Cities überführt. Weitere Informationen unter: http://www.siemens.com/energy
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