Siemens AG
Berlin, 08. November 2012
Siemens hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 ein Umsatzplus von sieben Prozent erwirtschaftet und ein starkes Ergebnis eingefahren. Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten lag bei 5,2 Milliarden Euro und damit im Rahmen der Erwartungen. Der Auftragseingang ging im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent zurück. "Mit einem starken vierten Quartal haben wir unsere Erwartungen für das Geschäftsjahr 2012 erfüllt und eines der besten Ergebnisse unserer Geschichte erzielt", sagte Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. "Nachdem wir in den letzten Jahren unsere Performance gegenüber Wettbewerbern stark verbessert hatten, ist uns das im vergangenen Jahr nicht überall gelungen. Um unsere selbst gesteckten Ziele wieder zu erreichen, haben wir das Unternehmensprogramm ‚Siemens 2014' gestartet, mit dem wir die Ergebnismarge für die Summe Sektoren auf mindestens zwölf Prozent erhöhen wollen. Wir wissen, was zu tun ist, und sorgen für eine konsequente Umsetzung der Maßnahmen."
Im Geschäftsjahr 2012, das am 30. September 2012 endete, sank der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent von 85,2 Milliarden Euro auf 76,9 Milliarden Euro, der Umsatz legte dank des nach wie vor guten Auftragsbestands und positiver Währungsumrechnungseffekte in allen Sektoren zu und stieg konzernweit im Jahresvergleich um sieben Prozent von 73,3 Milliarden Euro auf 78,3 Milliarden Euro. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz (Book-to-Bill) betrug 0,98. Der Auftragsbestand erreichte 98 Milliarden Euro.
Im Sektor Energy sank der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 26,9 Milliarden Euro. Ursache hierfür war unter anderem ein geringeres Volumen aus Großaufträgen als im Vorjahr. Der Umsatz des Sektors stieg hingegen um zwölf Prozent auf 27,5 Milliarden Euro. Positiv entwickelte sich der Sektor Healthcare. Hier lagen Auftragseingang und Umsatz über den Vorjahreswerten. Während sich der Auftragseingang um fünf Prozent von 13,1 Milliarden Euro im Vorjahr auf 13,8 Milliarden Euro erhöhte, kletterte der Umsatz um neun Prozent von 12,5 Milliarden Euro auf 13,6 Milliarden Euro.
Der Sektor Industry wies einen Auftragseingang in Höhe von 20,0 Milliarden Euro aus nach 20,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um fünf Prozent auf 20,5 Milliarden Euro. Im Sektor Infrastructure & Cities sank der Auftragseingang um 20 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro. Dies war vor allem zurückzuführen auf im Vorjahr gebuchte Großaufträge im Bahngeschäft wie etwa für den ICx – den größten Auftrag der Unternehmensgeschichte. Alle anderen Divisionen des Sektors verzeichneten ein größeres Auftragsvolumen als im Vorjahr.
Ergebnisentwicklung
Trotz positiver Umsatzentwicklung in allen Sektoren ging das Ergebnis Summe Sektoren von 9,4 Milliarden Euro im Vorjahr auf 7,5 Milliarden Euro zurück. Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten sank im Jahresvergleich von 7,4 auf 5,2 Milliarden Euro, der Gewinn nach Steuern um 27 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro.
Während das Ergebnis im Sektor Healthcare um mehr als ein Drittel auf 1,8 Milliarden Euro stieg, verzeichneten die übrigen drei Sektoren rückläufige Ergebnisse. So ging das Ergebnis des Sektors Energy von 4,2 Milliarden Euro im Vorjahr auf 2,2 Milliarden Euro zurück. Hier wirkten sich unter anderem Belastungen im Zusammenhang mit den Übertragungsplattformen für Windenergie, die das Unternehmen in der Nordsee installiert, negativ aus. Entsprechend den Rechnungslegungsgrundsätzen für das Projektgeschäft erfasste der Sektor überdies eine Ergebnisbelastung von 327 Millionen Euro resultierend aus einer Anpassung der Kreditrisikobewertung des Iran im vierten Quartal. Der Sektor Industry kam im Geschäftsjahr 2012 auf ein Ergebnis von 2,5 Milliarden Euro nach 2,7 Milliarden Euro im Vorjahr. Bei Infrastructure & Cities lag das Ergebnis mit 1,1 Milliarden Euro nur knapp unter dem Vorjahreswert.
Unternehmensprogramm
Obwohl Siemens im Geschäftsjahr 2012 eines der besten Ergebnisse der Unternehmensgeschichte erzielt hat, blieb das Unternehmen hinter den eigenen hohen Ansprüchen zurück, die es im Zielsystem One Siemens für sich definiert hat. Siemens will daher mit dem über zwei Jahre laufenden Programm "Siemens 2014" gezielt seine Kosten um sechs Milliarden Euro senken, die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen, schneller und unbürokratischer werden. Ziel ist, die Ergebnismarge der Sektoren von 9,5 Prozent im Geschäftsjahr 2012 auf mindestens zwölf Prozent im Jahr 2014 zu erhöhen.
Dividende
Die zum Halbjahr kommunizierten Ziele für das Geschäftsjahr 2012 wurden erreicht. Darauf basierend schlagen Aufsichtsrat und Vorstand den Aktionären wie im Vorjahr eine Dividende von 3,00 Euro je Aktie zur Abstimmung auf der Hauptversammlung im Januar 2013 vor. Zusätzlich haben die Siemens-Aktionäre auch vom Aktienrückkauf des Unternehmens in Höhe von rund 2,9 Milliarden Euro der vergangenen Monate profitiert, der gestern abgeschlossen wurde. Für die Zukunft strebt Siemens eine Ausschüttungsquote aus Dividende und etwaigen Aktienrückkäufen von 40 bis 60 Prozent an.
Ausblick
Im Geschäftsjahr 2013 wird Siemens beginnen, das unternehmensweite Programm "Siemens 2014" umzusetzen. Dieses Programm wird One Siemens, das Zielsystem zur nachhaltigen Wertsteigerung, unterstützen. Ziel des Programms ist es, die Ergebnismarge der Summe Sektoren bis zum Geschäftsjahr 2014 auf mindestens zwölf Prozent zu steigern.
Im ersten Jahr des Programms erwartet das Unternehmen – auf organischer Basis – ein moderates Wachstum des Auftragseingangs und einen Umsatz, der sich dem im Geschäftsjahr 2012 erreichten Niveau annähern wird. Siemens erwartet, unter Berücksichtigung der rückwirkenden Anwendung des überarbeiteten IAS 19, einen Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten in einer Bandbreite von 4,5 bis 5,0 Milliarden Euro. Hierin sind Belastungen von insgesamt rund 1,0 Milliarden Euro für programmbezogene Produktivitätsmaßnahmen in den Sektoren enthalten. Das Unternehmen erwartet, dass die hiermit verbundenen Produktivitätsgewinne in den Ergebnissen des Geschäftsjahrs 2014 realisiert werden.
Diese Prognose beruht auf einer Reihe von Annahmen, vor allem, dass sich der Umsatz – insbesondere in den Geschäften, die stark auf kurzfristige Änderungen im wirtschaftlichen Umfeld reagieren – erwartungsgemäß entwickeln wird. Ferner sind von dieser Prognose Auswirkungen aus rechtlichen und regulatorischen Themen sowie wesentlichen Portfoliomaßnahmen ausgenommen.
Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik. Der Konzern ist auf den Gebieten Industrie, Energie sowie im Gesundheitssektor tätig und liefert Infrastrukturlösungen, insbesondere für Städte und urbane Ballungsräume. Siemens steht seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität. Siemens ist außerdem weltweit der größte Anbieter umweltfreundlicher Technologien. Rund 40 Prozent des Konzernumsatzes entfallen auf grüne Produkte und Lösungen. Insgesamt erzielte Siemens im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. September 2012 endete, auf fortgeführter Basis einen Umsatz von 78,3 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 5,2 Milliarden Euro. Ende September 2012 hatte das Unternehmen auf dieser fortgeführten Basis weltweit rund 370.000 Beschäftigte. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com.
HINWEISE UND ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN
Dieses Dokument enthält ergänzende Finanzkennzahlen, die sogenannte Non-GAAP-Kennzahlen sind oder sein können. Auftragseingang und Auftragsbestand, um Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte bereinigte Angaben zu Umsatz und Auftragseingang, Book-to-Bill-Verhältnis, Ergebnis Summe Sektoren, Return on Equity (ROE) (nach Steuern), Return on Capital Employed (ROCE) (angepasst), Free Cash Flow (FCF), Cash Conversion Rate (CCR), angepasstes EBITDA, angepasstes EBIT, angepasste EBITDA-Margen, Effekte aus der Kaufpreisallokation (PPA-Effekte), Nettoverschuldung und angepasste industrielle Nettoverschuldung sind oder können solche Non-GAAP-Kennzahlen sein. Für die Beurteilung der Finanz- und Ertragslage von Siemens beziehungsweise für die Beurteilung von Zahlungsströmen sollten diese zusätzlichen Finanzkennzahlen nicht isoliert als Alternative zu den im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit IFRS ermittelten Finanzkennzahlen herangezogen werden. Andere Unternehmen, die Finanzkennzahlen mit einer ähnlichen Bezeichnung darstellen oder berichten, können diese anders berechnen. Definitionen dieser zusätzlichen Finanzkennzahlen, eine Diskussion der am ehesten vergleichbaren IFRS-Kennzahlen, Informationen zum Nutzen und zu den Grenzen der Verwendung solcher ergänzenden Finanzkennzahlen von Siemens sowie eine Überleitung zu vergleichbaren IFRS-Kennzahlen finden Sie auf unserer Investor-Relations-Website unter www.siemens.com/nonGAAP. Weitere Informationen enthält der aktuelle Geschäftsbericht als Form 20-F von Siemens im Abschnitt "Supplemental financial measures". Die Form 20-F finden Sie auf unserer Investor-Relations-Website oder über das EDGAR-System auf der Website der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC.
Dieses Dokument enthält Aussagen, die sich auf unseren künftigen Geschäftsverlauf und künftige finanzielle Leistungen sowie auf künftige Siemens betreffende Vorgänge oder Entwicklungen beziehen und zukunftsgerichtete Aussagen darstellen können. Diese Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie "erwarten", "wollen", "antizipieren", "beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben", "einschätzen", "werden", "vorhersagen" oder ähnliche Begriffe. Wir werden gegebenenfalls auch in anderen Berichten, in Präsentationen, in Unterlagen, die an Aktionäre verschickt werden, und in Pressemitteilungen zukunftsgerichtete Aussagen tätigen. Des Weiteren können von Zeit zu Zeit unsere Vertreter zukunftsgerichtete Aussagen mündlich machen. Solche Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Siemens-Managements. Sie unterliegen daher einer Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von Siemens liegen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse von Siemens. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen von Siemens wesentlich von den Angaben zu künftigen Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen abweichen, die ausdrücklich oder implizit in den zukunftsgerichteten Aussagen wiedergegeben oder aufgrund früherer Trends erwartet werden. Diese Faktoren beinhalten insbesondere Angelegenheiten, die in "Item 3: Risk Factors" in unserem aktuellen als Form 20-F bei der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC eingereichten Geschäftsbericht, in dem Abschnitt "Risiken" in unserem aktuellen gemäß HGB erstellten Geschäftsbericht und in dem Abschnitt "Chancen- und Risikenbericht" in unserem aktuellen Zwischenbericht beschrieben sind, sich aber nicht auf solche beschränken.
Weitere Informationen über Siemens betreffende Risiken und Ungewissheiten sind dem aktuellen Geschäftsbericht, den aktuellen Zwischenberichten sowie unserer aktuellen Ergebnisveröffentlichung, die auf der Siemens-Website unter www.siemens.com abrufbar sind, sowie unserem aktuellen Geschäftsbericht als Form 20-F und unseren anderen Einreichungen bei der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC, die auf der Siemens-Website unter www.siemens.com und auf der Website der SEC unter www.sec.gov abrufbar sind, zu entnehmen. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren oder sollte es sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen und Erfolge von Siemens wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die in der zukunftsgerichteten Aussage als erwartete, antizipierte, beabsichtigte, geplante, geglaubte, angestrebte, geschätzte oder projizierte Ergebnisse, Leistungen und Erfolge genannt worden sind. Siemens übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren.
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