Energy Sector / Fossil Power Generation Division
Erlangen, 20. November 2008
Siemens Energy hat im Auftrag von Vattenfall das Leittechniksystem SPPA-T3000 für die Pilotanlage Schwarze Pumpe geliefert. Die Anlage zur CO2-armen Stromerzeugung bei Spremberg in Brandenburg mit einer installierten thermischen Leistung von 30 Megawatt wird nach dem Oxyfuel-Verfahren betrieben.
Siemens-Leittechnik ist bereits im Braunkohlekraftwerk Schwarze Pumpe im Einsatz und hat dort seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Für die Pilotanlage in unmittelbarer Nachbarschaft lieferte Siemens das neue webbasierte Leittechniksystem SPPA-T3000, die Anbindungen zur Luftzerlegungs- und CO2-Verflüssigungsanlage sowie zum Hauptkraftwerk und die Feldinstrumentierung. Ferner betreut Siemens den kompletten Versuchsbetrieb.
Da Änderungen der Leittechnik in einer solchen Pilotanlage oftmals in Sekundenschnelle online durchgeführt werden müssen, war die hohe Flexibilität der Siemens-Lösung ein wichtiges Kriterium für den Einsatz in Spremberg. Ausschlaggebend für die Wahl der Siemens-Lösung war außerdem deren einfaches Engineering und ihre Benutzerfreundlichkeit.
„Das Projekt hat Beispielcharakter innerhalb der Kraftwerksautomatisierung“, sagte Karlheinz Springer, CEO der Business Unit Instrumentation & Electrical bei Siemens Energy. „Diese klimafreundliche Kohleverstromungstechnologie vom Labormaßstab bis zum großtechnischen Einsatz zu begleiten und alle leittechnischen Anforderungen schnell und unbürokratisch zu lösen, war für uns eine herausfordernde und zugleich positive Erfahrung, auf die wir stolz sind. Siemens leistet damit einen weiteren wichtigen Beitrag für eine zukünftige saubere Kohleverstromung.“
Für eine umweltfreundliche Kohleverstromung werden derzeit drei Technologien zur CO2-Abscheidung angeboten: Die CO2-Abscheidung vor der Verbrennung (Pre-combustion Carbon Capture) in einem sogenannten IGCC-Kraftwerk, die CO2-Abscheidung aus dem Rauchgas nach der Verbrennung (Post-combustion Carbon Capture) und das Oxyfuel-Verfahren, bei dem Kohle mit reinem Sauerstoff und durch Zumischung von zurückgeführtem Rauchgas verbrannt wird.
„Gerade weil wir mit der Oxyfuel-Technologie Neuland betreten, war uns ein starker Partner mit Erfahrung wichtig“, sagte Uwe Burchhardt, Projektleiter der Oxyfuel Pilotanlage. „Siemens hat uns nicht nur bei der Kraftwerksautomatisierung unterstützt, sondern auch verfahrenstechnisch bestens beraten. So konnten Änderungen vor Ort problemlos und zeitgerecht umgesetzt werden."
Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung sowie für die Gewinnung, die Umwandlung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2008 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von rund 22,6 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 33,4 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug 1,4 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2008 rund 83.500 Mitarbeiter. Weitere Informationen unter: www.siemens.de/energy.
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