Industrial Solutions and Services
Singapur, Dez 14, 2006
Mit Investitionen in Höhe von 25 Millionen Euro sowie Forschungs- und Entwicklungskooperationen baut Siemens seinen Standort Singapur zu einem Kompetenzzentrum für Wasser- und Abwassertechnologien in der Region Asien-Pazifik aus. „Die natürlichen Wasserressourcen in den Ländern Asiens reichen nicht aus, die weitere Entwicklung von Industrie und Kommunen sicherzustellen. Technologien zur Wiederaufbereitung und Recycling von Wasser sind deshalb notwendige Voraussetzung für weiteres Wachstum und Wohlstand in Asien“, sagte Roger Radke, Leiter des Geschäftsgebietes Water Technologies im Siemens-Bereich Industrial Solutions and Services (I&S) vor der Presse in Singapur. Siemens hatte zuvor mit Singapurs Wasserversorger Public Utilities Board (PUB) ein Rahmenabkommen zur Zusammenarbeit bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten in der Wasser- und Abwasseraufbereitung unterzeichnet.
Der Ausbau des Standorts Singapur zu einer Drehscheibe für Wasser- und Abwassertechnologien in der Region Asien-Pazifik wird durch den mit Universitäten, der PUB und Umweltbehörden gemeinsamen Aufbau eines Forschungs- und Entwicklungszentrums gestärkt. Für die kommenden fünf Jahre ist dafür ein Investitionsprogramm von 25 Mio. EUR geplant. Zusammen mit der PUB wird Siemens technologische Entwicklungen bei der Wiederaufbereitung von Wasser sowie deren Erprobung und Markteinführung vorantreiben.
“Mehrere Gründe sprechen für die Entscheidung, den Standort Singapur zum Siemens-Kompetenzzentrum für Wasser- und Abwassertechnologien auszubauen”, erklärte Radke. Zum einen verfüge Siemens in Singapur über die entsprechenden technischen Ressourcen und Mitarbeiter-Kompetenzen. Zum anderen biete Singapur eine attraktive Infrastruktur und die Regierung fördere gezielt die Entwicklung von Technologien und Lösungen in der Wasseraufbereitung. Und nicht zuletzt habe Siemens bis heute einen substanziellen Beitrag zu der für Asien beispielhaften Wasserversorgung der PUB in Singapur geleistet.
„Für die einheimische Wasserindustrie ist die Entscheidung von Siemens, in Singapur ein globales Forschungs- und Entwicklungszentrum aufzubauen, einen Meilenstein“, erklärte Ko Kheng Hwa, Managing Director des Singapore Economic Development Board.“ Singapur hat die Wasserindustrie als strategisches Wachstumsgebiet identifiziert. Das Forschungs- und Entwicklungszentrum wird Singapur dabei unterstützen, eine weltweite Wissensdrehscheibe für Wassertechnologien zu werden.“ „Das Entwicklungs- und Forschungszentrum unterstützt die Anstrengungen des Economic Development Boards in Zusammenarbeit mit der PUB und anderen Behörden, eine starke und weltweite Wasserindustrie aufzubauen und dabei lokale und ausländische Unternehmen an einem Tisch zu bringen um neue Lösungen zu finden“.
Siemens und PUB wollen gemeinsam neue Technologien für den Markt entwickeln und außerhalb Singapurs auch geschäftlich miteinander kooperieren“, sagte Khoop Teng Chye, Vorstand der PUB und gleichzeitig Direktor des „Environment and Water Industry Development Council“ (EWI) in Singapur.
Für Länder in Asien gilt Singapur heute als Modellfall für ein nachhaltiges Wassermanagement. Trotz fehlender eigener Wasserressourcen verfügen die Einwohner Singapurs über ausreichend Wasser. Durch einen integrierten Lösungsansatz ist es der PUB heute gelungen, eine diversifizierte und nachhaltige Versorgung zu gewährleisten. Mit vier nationalen Zielen hat der Stadtstaat dies erreicht: durch systematisches Auffangen von Wasser, dem Wasserimport, dem Wasserrecyling und der Entsalzung von Meerwasser. Singapur sammelt heute schon alles aufkommende Oberflächenwasser und Abwasser, bereitet es zu neuem Brauch- und Reinwasser auf, das industriell und kommerziell verwendet wird.
„Weltweit haben heute fast zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu frischem Trinkwasser. In den kommenden 20 Jahren wird ein Drittel der Weltbevölkerung von einer ernsten Wasserkrise betroffen sein“, sagte Radke. Singapur beweise bereits heute, dass die Probleme des Wassermangels lösbar seien und mit einer gesicherten Abwasser- und Wasseraufbereitung Grundlagen für die weitere wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung gelegt werde. „Mit Singapur als Beispiel und als künftige Drehscheibe für innovative Wasseraufbereitungstechnologien wollen wir den asiatischen Markt besser durchdringen“, sagte Radke. „Wir können zugleich die lokale Präsenz von Siemens in den umliegenden Ländern nutzen, um den Technologietransfer zu industriellen und kommunalen Kunden zu beschleunigen.“ Für die Länder der Region Asien-Pazifik, die rund ein Fünftel am gesamten Markt für Wasser- und Abwassertechnologien von 44 Mrd. USD haben, erwartet Radke in den kommenden Jahren einen Zuwachs von rund acht Prozent jährlich. „Siemens sieht sich gut gerüstet, an dem Wachstum in Asien zu partizipieren“, betonte Radke. Siemens Water Technologies verfügt in der Region bereits über ein weltweites Produktions- und Entwicklungszentrum für Membranfilter in Australien. Die Präsenz in China wurde im letzten Jahr mit dem Aufbau einer Fertigung von Abwasseranlagen in Tianjin sowie der Übernahme der Ingenieurgesellschaft CNC in Beijing gestärkt.
“Wir bauen Singapur zur einer Drehscheibe für Wasseraufbereitungstechnologien auch mit dem Ziel aus, in den USA und Europa erprobte Produkte und Systeme schneller auf den asiatischen Markt zu bringen“, betonte Radke. Zu den Aufgaben des “Geschäfts- und Technologiecenter Singapur“ gehöre daher der zentrale Ein- und Verkauf, die Systementwicklung sowie die Ent- und Abwicklung von Projekten. Siemens habe dafür ein 60köpfiges Team aufgebaut, das von Singapur aus für die Länder Malaysia, Indonesien, Thailand. Vietnam, Korea, Japan und die Philippinen Produkte, Systeme und Dienstleistungen für die kommunale Wasserversorgung anbiete. „Der Schwerpunkt liegt aber auf industriellen Lösungen, sagte Radke, mit denen Siemens einen Zuwachs über dem durchschnittlichen Marktwachstum von zehn Prozent in den nächsten Jahren erwarte. Siemens konzentriere sich dabei auf die Branchen Öl und Gas, Raffinerien sowie chemische und pharmazeutische Industrie, Nahrungsmittel und Getränkeherstellung und die Halbleiterfertigung.
Siemens Water Technologies delivers cost-effective, reliable water and wastewater treatment systems and services to municipal, industrial, commercial and institutional customers worldwide. The division “Water Technologies” is part of Siemens' Industrial Solutions and Services Group (I&S) which is a system and solution provider for industrial and infrastructure facilities and global service provider for the plant and projects business covering planning, installation, operation and the entire life cycle. In fiscal 2006 (to September 30), I&S employed a total of 36,200 people worldwide and achieved total sales of EUR 8.819 billion.
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Reference Number: I&S 1206.5843 d