Sektor Energy / Fossil Power Generation
Mit dem Projekt zukunftsweisende Kraftwerkstechnik wurde Siemens als Finalist für die Endrunde des Innovationspreises der deutschen Wirtschaft in der Kategorie Großunternehmen ausgewählt. Die auch unter der Bezeichnung erster Innovationspreis der Welt bekannte und sehr renommierte Auszeichnung wird am 11. Februar 2012 unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom Wirtschaftsclub Rhein-Main für herausragende Innovationen vergeben.
Siemens wurde für seine Effizienz im Kraftwerk Ulrich Hartmann im bayerischen Irsching nominiert. Zehn Jahre nach dem Start des ambitionierten Innovationsprogramms zur Entwicklung einer neuen Gasturbinengeneration hat Siemens in Irsching mit seiner innovativen Gasturbine der H-Klasse Technikgeschichte geschrieben. Mit einer Leistung von 578 Megawatt wurde dort ein Wirkungsgrad von 60,75 Prozent erreicht. Die neue Siemens-Gasturbine ist für rund 400 MW im reinen Gasturbinenbetrieb und rund 600 MW im Gas- und Dampfturbinen (GuD)-Betrieb ausgelet. Eine einzige Turbine kann im GuD-Betrieb eine Großstadt wie Berlin mit sauberem Strom versorgen. Dabei liegt der Gasverbrauch pro erzeugter Kilowattstunde rund ein Drittel unter dem Durchschnitt der installierten GuD-Kraftwerke. Somit sinken auch die CO2-Emissionen um ein Drittel. Siemens hat nicht nur alle bisherigen Rekorde in Bezug auf Leistung und Wirkungsgrad übertroffen, sondern auch in puncto Betriebsflexibilität neue Maßstäbe gesetzt. Immer mehr Windkraft- und Solaranlagen erhöhen den Anteil fluktuierender Einspeisung in das Stromnetz. Daher sind flexible und hocheffiziente Großkraftwerke für die Stabilität im Stromnetz entscheidend. Die neue Kraftwerksgeneration von Siemens zeigt eindrucksvoll, dass Klimaschutz sowie kostengünstige und flexible Stromerzeugung auch mit fossilen Brennstoffen machbar ist.