Sektor Healthcare
Lissabon, Portugal, 19. Januar 2012
Jahrhunderte alte Mumien sind seltene Patienten, doch sie ermöglichen einen Blick in die Vergangenheit. Die hochauflösenden Bilder eines Computertomografen (CT) liefern zum Beispiel Informationen über Krankheiten in der Antike. Bei der jüngsten Untersuchung einer Mumie in Portugal haben Mediziner und Forscher einen Tumor nachgewiesen: Ein Mann ist vor mehr als 2.000 Jahren offensichtlich an Prostatakrebs gestorben.
Zu dieser Diagnose kam es, nachdem Experten im Rahmen des Lisbon Mummy Projects einen einbalsamierten Leichnam aus der Ptolemäerzeit um 305 v. Chr. mit einem Computertomografen untersucht haben. Sie mussten den konservierten Körper nicht einmal aus seinen Binden wickeln. Die Forscher konnten am Computer die Mumien virtuell auspacken, ohne sie anzufassen oder zu beschädigen.
Bei einer über 2000 Jahre alten ägyptischen Mumie wurde Prosatakrebs mit Knochenmetastasen diagnostiziert. Dieser einzigartige Befund ist Teil eines in Portugal durchgeführten Forschungsprojekts, dem Lissabonner Mumien-Projekt. Die mit Geräten von Siemens durchgeführten Tomographieuntersuchungen ermöglichten es dem Forschungsteam, den gesamten mumifizierten Körper in 3D zu rekonstruieren und den ersten Fall von Prostatakrebs bei einer ägyptischen Mumie zu diagnostizieren.
Experten haben in Ägypten erstmals die Mumie des berühmten Pharaos Tutenchamun mit einem fahrbaren Computertomografen (CT) von Siemens untersucht, um zu klären, woran der ägyptische Herrscher vor über 3.000 Jahren gestorben ist.
National Geographic und Siemens haben die Büste der berühmten altägyptischen Königin Nofretete durchleuchtet. Die Untersuchung war Teil der Recherchen einer Dokumentation des Fernsehsenders National Geographic. Mithilfe des Siemens-Computertomografen SOMATOM Sensation 64 konnten Prof. Dietrich Wildung, Direktor des Ägyptischen Museums in Berlin, und das National Geographic-Team die Nofretete durchleuchten, ohne ihr Schaden zuzufügen.
Atherosklerose und andere Defekte im Herzkreislaufsystem waren schon vor Jahrtausenden offenbar Volkskrankheiten. Das konnten Forscher mit Hilfe des Computertomografen in den bis zu 3500 Jahre alten ägyptischen Mumien feststellen.
Zusammen mit einem Forscherteam der Universität Zürich hat Siemens nun getestet, ob in Körpern mit sehr wenig Wasser klare Strukturen mittels Magnetresonanztomografie (MRT) abgebildet werden können. Dafür wurden diverse ägyptische und peruanische Mumien (Bild rechts) mit MR-Systemen von Siemens untersucht.
Das National Museum of Natural History der Smithsonian Institution war der Vorreiter beim Einsatz der CT-Scantechnologie für die nicht invasive wissenschaftliche Forschung. Mit einem von Siemens Healthcare gespendeten Siemens SOMATOM Emotion 6 CT-Scanner sammeln die Forscher von Smithsonian Informationen über Museumsgegenstände, die die Arbeitsweise zur wissenschaftlichen Untersuchung von Proben grundlegend verändern.
19.01.2012