Corporate Technology – 100 Jahre Zentrale Forschung bei Siemens
100 Jahre Zentrale Forschung bei Siemens
Drei Physik-Nobelpreisträger arbeiteten bislang bei Siemens: (von links) Gustav Hertz, Dennis Gabor und Ernst Ruska. Doch auch andere Siemens-Forscher wie Walter Schottky oder Heinrich Welker wurden weltberühmt. Heute sind es nicht mehr so sehr Einzelforscher, sondern meist Teams, die Spitzenleistungen erbringen
Im Jahr 1905 wurde der Lichtforscher Werner Bolton zum Leiter des ersten zentralen Forschungslabors von Siemens ernannt – des Vorläufers der heutigen Corporate Technology. Aus diesem Anlass beschreibt Pictures of the Future in einem "Rückblick aus der Zukunft" wichtige Meilensteine der Forschung und Entwicklung bei Siemens, die entscheidend zur heutigen Weltgeltung des Unternehmens beigetragen haben (Grafik unten). Notwendigerweise bleiben dabei viele Zäsuren dieser abwechslungsreichen Geschichte unerwähnt (siehe auch Grafik ganz unten). Zudem schufen etliche Laboratorien der Geschäftsbereiche ebenso grundlegende Lösungen wie die Zentrale Forschung – auch hiervon können nur wenige angesprochen werden. Dieser Sonderteil will vor allem einen Bogen schlagen von der Historie zu aktuellen Entwicklungen und Zukunftstrends. Den Wandel der Industrieforschung in den vergangenen Jahrzehnten erläutert Claus Weyrich, seit 1996 Leiter der Corporate Technology im Interview. Die heutige Struktur dieser Zentralabteilung, die in den 1980ern bis Mitte der 90er Jahre von Karl Heinz Beckurts und Hans Günter Danielmeyer geleitet wurde, ist das Ergebnis eines Strategieprojekts von 1994, das vom jetzigen Vorstandsvorsitzenden der Siemens AG, Klaus Kleinfeld, verantwortet wurde.