Lebenswerte Megacities – London
Knotenpunkt der globalen Wirtschaft
Ob Banker, Wissenschaftler oder Künstler – London zieht Leistungsträger aus aller Welt an. Doch mit dem starken Bevölkerungswachstum hielt der Ausbau der Infrastruktur nicht in allen Fällen Schritt. Siemens-Technologie hilft, das Wachstum zu managen und das Bestehende effizienter zu nutzen.
Größte Metropole Europas: In etwa zehn Jahren sollen 15 Millionen Menschen in Greater London leben. Um das Wachstum zu managen, setzt die Stadt unter anderem auf effizienten öffentlichen Nahverkehr
Zur Uni fährt Kiki Fragkou nur mit dem Bus. Obwohl sie in London lebt, der Stadt mit dem ältesten und mit 408 km längsten U-Bahn-Netz der Welt. "Oft geht es mit dem Bus sogar etwas schneller", sagt die griechische Wirtschaftsstudentin. "Die U-Bahn bleibt mitunter wegen Signalfehlern einfach stehen. Und im Bus finde ich einen Sitzplatz." Wer es in einen der Züge der "tube" – wie die Londoner U-Bahn genannt wird – geschafft hat, kommt im Sommer leicht ins Schwitzen: Mangels Klimaanlage kann es schon mal über 40 °C heiß werden. Und weil in den vergangenen Jahrzehnten trotz erheblichen Bevölkerungszuwachses nur wenige neue Linien gebaut wurden, stehen sich die Menschen in der U-Bahn oft auf den Füßen. Bürgermeister Ken Livingstone fasste die Lage schon vor Jahren nüchtern zusammen: "Londons Infrastruktur hat über drei Jahrzehnte hinweg auf Grund von ungenügenden Investitionen beträchtlich gelitten."
In seinem jüngsten Strategiepapier zur Stadtentwicklung mahnt Livingstone daher vor den möglichen Folgen weiteren Wachstums: Bis 2016 dürfte die Einwohnerzahl von heute 7,6 auf weit über acht Millionen anschwellen – in Greater London, also mit den Vororten, sollen es mehr als 15 Millionen Menschen sein. Dieses Wachstum zu managen, ohne Verkehrskollaps und gravierende Umweltprobleme, ist das erklärte Ziel. Es zu erreichen, hilft an vielen Stellen bereits heute Technik von Siemens: sei es durch Verkehrsleitsysteme oder moderne Züge wie den Heathrow-Express, der vor allem Geschäftsreisende vom Flughafen in einer Viertelstunde ins Zentrum bringt, während sie auf Flachbildschirmen BBC-Nachrichten verfolgen. Sei es durch sichere Energieversorgung, etwa mit Gasturbinen-Kraftwerken, die das Regierungsviertel Whitehall mit Strom versorgen, oder durch innovative Outsourcing-Projekte im Gesundheitssystem oder für die Medienindustrie.
Es geht um Lösungen für Probleme, deren Ursachen manch andere Millionenstadt neidisch machen könnten: Die nervenaufreibenden Staus beispielsweise – die schlimmsten in ganz Europa – sind in gewisser Weise die Kehrseite von Wachstum und Erfolg der britischen Metropole. Unter Bankern gilt London als weltweit wichtigster und international am besten vernetzter Finanzstandort, noch bedeutender als New York. Die Scharen von Finanzprofis, die, in feinstes englisches Tuch gekleidet, aus den U-Bahn-Stationen Bank und Canary Wharf in ihre Büros strömen, sie kommen aus aller Herren Länder. So wie die Studenten, mit denen Kiki Fragkou einen Kurs an der London School of Economics besucht.
Für Livingstone steht der Erfolg Londons für eine "neue Ära wirtschaftlicher Globalisierung". Die Olympischen Spiele – für 2012 hat die Stadt den Zuschlag erhalten – will er zum Anlass für einige der größten Infrastrukturprojekte machen, die London seit Jahrzehnten gesehen hat: Neben dem Olympischen Park und den Sportanlagen planen die Veranstalter den Ausbau des Schienennahverkehrs sowie ein Pressezentrum für mehr als 20 000 Journalisten, Wohnungen mit modernster Gebäudetechnik für bis zu 10 500 Athleten, Sicherheitsanlagen und zuverlässige Energieversorgung.
Ein gigantisches Investitionsprogramm für Bus und Bahn: Transport for London gibt innerhalb von fünf Jahren 15 Mrd. € für neue Infrastruktur aus
Wann kommt der Bus? Noch vor den Spielen will Livingstone die Verkehrsprobleme anpacken. Er setzt dabei auf eine Kombination aus Zuckerbrot und Peitsche. Einerseits wurde der Autoverkehr verteuert, andererseits der öffentliche Verkehr ausgebaut und effizienter gemacht, etwa mit dem iBus-Projekt. Jährlich transportieren die roten Busse etwa 1,5 Milliarden Passagiere. Im Zeitraum von 2001 bis 2011 werden es nochmals 40 % mehr, prognostiziert die Verkehrsgesellschaft Transport for London (TfL). Um dieses Wachstum zu bewältigen, installiert Siemens derzeit ein satellitengestütztes Bus-Informationssystem. Statt wie heute nur über Funk die Positionen ihrer Fahrzeuge abzufragen, werden künftig die privatwirtschaftlichen Busbetreiber, TfL und – im Krisenfall – die Sicherheitsbehörden jeden einzelnen der 8 000 Busse auf den Meter genau orten können. Möglich wird dies durch das Zusammenspiel von GPS-Satellitendaten und GPRS-Mobilfunk-Technologie: Die grobe Position – auf 100 m genau – wird durch GPS bestimmt. Relativ zum Streckennetz werden sie zudem durch Daten präzisiert, die ein Gerät im Bus berechnet und alle 30 Sekunden per GPRS sendet. In einem Zentralrechner entsteht aus den Daten der Busse dann das Gesamtbild.
Die Fahrer wissen damit besser Bescheid, wie sie im Plan liegen. Den größten Vorteil hätten jedoch die Passagiere, erklärt Brian Higbee, Business Unit Manager im Bereich Public Transport bei Siemens VDO, der das System mit entwickelt hat: "Durch die genaueren Daten können wir z.B. bei Staus schneller in den Fahrplanablauf eingreifen und verhindern, dass kurz hintereinander zwei Busse fahren – denn einer davon ist dann meist leer." Modernste Siemens-Technologie wird auf diese Weise in den kommenden Jahren dazu beitragen, die Pünktlichkeit der Busse zu erhöhen und durch bessere Auslastung des Fuhrparks die Ticketpreise niedrig zu halten. Das Volumen des Projektes beträgt etwa 175 Mio. € und ist Teil eines gigantischen Investitionsprogramms für den öffentlichen Nahverkehr: Etwa 15 Mrd. &uro; gibt TfL über fünf Jahre aus. Eine neue Brücke über die Themse wird gebaut, im Stadtosten wird das Lightrail-Netz erweitert, und das U-Bahn-Netz wird erneuert.
Mit iBus geht sogar ein kleiner Wunsch von Kiki Fragkou in Erfüllung: An immer mehr Wartehäuschen wird es im Lauf der kommenden Jahre elektronische Anzeigetafeln geben, die mit Hilfe der intelligent verarbeiteten Satellitendaten genauer informieren, wann der nächste Bus kommt. Peter Hendy, Commissioner bei TfL, freut sich darauf, noch besseren Service zu liefern: "Indem wir moderne und präzise Informationssysteme anbieten, können wir mehr Fahrgäste gewinnen." Und falls die Gefährte trotz der zahlreichen Busspuren doch mal im Stau stehen, wissen die Fahrgäste an den Haltestellen zumindest, wie lange sie noch im Londoner Nieselregen stehen.
Diese Staus sind in weiten Teilen des Londoner Zentrums indes schon zurückgegangen. Wichtigster Grund dafür ist die C-Charge, die Congestion Charge; eine City-Maut, die alle berappen, die mit dem Auto ins Herz der Metropole fahren. Acht Pfund kostet die Einfahrt pro Tag – Videokameras registrieren die Nummernschilder der Fahrzeuge und gleichen sie mit einer Datenbank ab. Wer die Gebühr nicht bezahlt, sei es per Internet oder Telefon, muss empfindliche Strafen in Kauf nehmen.
Verschlüsselte Nummernschilder. Das 2003 eingeführte System ist ein voller Erfolg. Im Durchschnitt fahren 21 % weniger Fahrzeuge ins Zentrum, die Staus gingen um 26 % zurück. Pro Jahr lassen sich so etwa 66 Mio. l Benzin und 150 000 t CO2 einsparen. Im Februar 2007 wurde die gebührenpflichtige Zone ausgedehnt. Siemens hat für diesen Abschnitt die Technologie geliefert und wird das System bis 2016 auch warten. Statt wie bisher die Signale der Videokameras analog in ein Kontrollzentrum zu übertragen, verarbeitet die Siemens-Lösung in der Erweiterungszone die Videodaten bereits digital vor Ort. Die Bilder der Nummernschilder werden dann als digitale Zertifikate verschlüsselt über ein IP-Breitband-Netzwerk in die Zentrale übertragen. Die geringeren Datenmengen senken die Betriebskosten, sodass mehr von den Mauteinnahmen übrig bleibt – und auch dieses Geld wird für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs eingesetzt.
Technik für Verkehrssteuerung und Sicherheit: Die City-Maut senkte die Staus um 26 % (oben). Kameras überwachen das Zentrum (unten), und intelligente Gebäudetechnik sichert Bürobauten (rechts)
Damit wird das Zentrum lebenswerter und noch attraktiver, auch für Touristen. 27 Millionen Besucher strömen jährlich in Europas größte Metropole. Einer der ersten Anlaufstationen ist für viele Theatreland, der weltberühmte Theaterbezirk im Westend. Agatha Christies "Mausefalle" etwa wird schon im 55. Jahr gegeben. Aber etliche der traditionsreichen Häuser scheinen ebenso lange keinen frischen Anstrich mehr gesehen zu haben.
"In den nächsten zehn Jahren müssen wir 250 Mio. £ in die Restaurierung der privaten Traditionstheater investieren", erklärt Richard Pulford von der Society of London Theatre. Dabei kommt modernste Gebäudetechnik zum Einsatz, wie das Beispiel des Prince of Wales Theatre in der Nähe des Piccadilly Circus zeigt: Seit der Generalüberholung im Jahr 2004 setzen Osram-Halogenleuchten den Jugendstil-Zuschauerraum ins rechte Licht. Siemens stattet Londoner Theater außerdem mit Bühnenautomatik aus, etwa die Shows "Sinatra" und "Sound of Music". Manch ein Schauspieler, der zu fliegen scheint, wird – an kaum sichtbaren Seilen hängend – durch elektrische Winden gehoben.
Auch die Tate Modern nutzt Beleuchtungs-Technik von Siemens. Die Kunstgalerie am Südufer der Themse ist in einem ehemaligen Kraftwerk untergebracht und inzwischen ein Wahrzeichen Londons: Die sparsamen und wartungsarmen Leuchten auf dem Schornstein wirken nachts auf den flüchtigen Beobachter wie ein mattblau schimmerndes Raumschiff. Im Inneren des Baus sorgen Siemens-Brandschutz-Lösungen dafür, dass im Ernstfall Besucher und Kunst keinen Schaden nehmen.
Videodaten rasch auswerten. Sicherheitstechnik hat an Bedeutung zugenommen – nicht zuletzt wegen der Terror-Attacken auf U-Bahn-Züge und Busse im Juli 2005. So hatte Siemens bereits vor den Anschlägen für Network Rail, den Betreiber der größten Bahnhöfe der Stadt, ein integriertes Video-Überwachungssystem installiert (siehe Sicherheit). Es ermöglicht die zentrale Speicherung von Video-Aufzeichnungen auf einem Server, statt wie bisher auf Kassetten. Dank einer einfach zu bedienenden grafischen Benutzeroberfläche können Betreiber und Behörden bei Verdachtsmomenten die Daten rascher auswerten und schneller reagieren. Nach den Bombenexplosionen im Jahr 2005 konnten einige der Verdächtigen mit Hilfe dieses Systems identifiziert werden.
Privatunternehmen brauchen ebenfalls umfassende Sicherheitskonzepte. In der City, dem ursprünglichen Zentrum der Londoner Finanzindustrie, und in Canary Wharf haben seit den 1990er-Jahren zahlreiche Banken und Dienstleistungsunternehmen ihre Büros. Dort, auf einem ehemaligen Hafengelände, entstand eine beeindruckende Ansammlung von Hochhäusern; ein Subzentrum, das die überlaufene City entlastet. Im Ernstfall, etwa bei Feuer oder gar im Fall einer Explosion, hilft Siemens-Technologie, das Schlimmste zu verhüten, zum Beispiel mit intelligenten Brandmeldesystemen. Dass die Technik in jedem Fall zuverlässig arbeiten muss, ist selbstverständlich. Die tägliche Herausforderung für Jason Matthews, Service Operations Manager bei Siemens IT Solutions and Services, ist daher eine andere: "Gerade bei Investmentbanken kann ein Fehlalarm enorm teuer werden", erklärt er. "Wenn ein Händler seinen Arbeitsplatz verlassen muss und das Geschehen an den internationalen Börsenplätzen nicht verfolgen kann, verpasst er womöglich das Geschäft seines Lebens."
Daher werden bei einem Alarm nicht sofort alle 20 000 bis 30 000 Angestellten im 200 m hohen Gebäude der Citibank evakuiert, sondern zuerst jene in den Stockwerken in unmittelbarer Nähe des vermuteten Feuers: "Sollte es tatsächlich einen Brand geben, schleust die Feuerwehr dann alle Anwesenden über verschiedene Ausgänge ins Freie", erklärt Matthews. Videokameras überwachen den Strom der Flüchtenden, mit gezielten Durchsagen können die Massen von gefährdeten Treppenhäusern ferngehalten werden. Doch der Mehrwert für den Kunden ist freilich dann am größten, wenn es gar nicht erst zur Katastrophe kommt. "Die Banker konzentrieren sich aufs Geldverdienen – wir als Gebäudemanager erledigen alles, damit die Technik problemlos funktioniert", sagt auch Steve Savage von Norland Managed Services, der das Gebäudemanagement für die Citibank in Canary Wharf verantwortet und die Siemens-Lösung integriert.
"Siemens ist ein guter Partner", betont er, "gerade weil Gebäudemanagement ein langfristiges Geschäft ist – da zählt Verlässlichkeit. Außerdem kann Siemens all das Wissen seiner verschiedenen Bereiche nutzen, um die Lösungen an die sich wandelnden Kundenwünsche schnell anzupassen." Beispielsweise, wenn die Video-Überwachung erneuert wird, und – um eine ganzheitliche Lösung sicherzustellen – mit dem Brandschutz neu integriert werden muss. In anderen Fällen fließt dieses Wissen direkt in die Geschäftsprozesse beim Kunden ein. Etwa bei Outsourcing-Projekten mit der BBC (siehe Kasten) oder in der öffentlichen Verwaltung: Siemens wandelt für das britische Statistikamt 250 Millionen Dokumente von der Papierform in digitale Dateien um. So können die Briten künftig ihre Ahnengeschichte digital – mitsamt Geburtstags-, Heirats- und Sterbeurkunden – bis ins Jahr 1837 zurückverfolgen.
Medizin auf Weltklasse-Niveau. Die Vorteile des Technologie-Outsourcings nutzen auch Londoner Kliniken: Das Barts Hospital und das Royal London Hospital haben sich dazu entschlossen, die Beschaffung und Wartung ihres medizintechnischen Bedarfs Siemens zu übertragen. Im Rahmen des 445-Millionen-Euro-Vertrags stellt Siemens ab 2009 bis 2045 – also mehr als 35 Jahre lang – immer aktuelle Geräte bereit, genau abgestimmt auf den konkreten Bedarf der beiden Kliniken, die derzeit generalsaniert werden. Profitieren werden davon – da ist sich Paul White, Chief Executive der beiden Häuser, sicher – vor allem die Londoner: "Die Neugestaltung des Barts Hospital und des Royal London Hospital werden medizinische Einrichtungen auf Weltklasse-Niveau für die Menschen in Ost-London zugänglich machen – und weit darüber hinaus." London zieht schließlich Menschen aus dem ganzen Land an: zum Vergnügen und zum Arbeiten.
Wegen des großen Dienstleistungsanteils am Bruttosozialprodukt bezeichnen viele den Ballungsraum als "knowledge economy", als Wissensökonomie: Knotenpunkt einer immer enger vernetzten globalen Wirtschaft, am obersten Ende vieler internationaler Wertschöpfungsketten. Und wer weiß, vielleicht wird ja auch Kiki Fragkou nach ihrem Studium in London bleiben. "Die Stadt ist schon anstrengend", meint sie, "aber die Möglichkeiten, die sie für die persönliche Entfaltung bietet, sind einfach enorm."
Andreas Kleinschmidt
Bei der British Broadcasting Corporation nennen einige das runde Gebäude Doughnut: Der ringförmige Bau beherbergt Studios und repräsentiert die 65-jährige Vergangenheit der BBC. Doch die Zukunft wird wohl noch eindrucksvoller – dank des Zusammenspiels neuester Technik mit kreativen Programmmachern: Ein paar Gehminuten entfernt, durch ein Glasfasernetzwerk verbunden, steht das Broadcasting Centre: "Hier setzten wir auf durchgehende Digitalisierung, statt darauf, Videobänder hin und her zu fahren", erklärt Paul Cheesbrough, Controller of Digital Media, und zeigt auf die Teams, die auf mehrere Stockwerke verteilt in einem lichtdurchfluteten Atrium an ihren Rechnern arbeiten: Inhalte, die Kollegen im Television Centre oder in Studios in ganz Großbritannien produzieren, veredeln sie kostengünstig zu verschiedenen BBC-Produkten und -Services. Das Material eines Nachrichtenstücks kann so z.B. im TV auf Sendung gehen und entsprechend angepasst im Internet die Website bereichern. In Zeiten, in denen Mediennutzer immer häufiger als aktive Sucher "on demand" konsumieren, hat das alte Modell verschiedener Sender womöglich bald ausgedient. Die BBC arbeitet daher am Produkt iPlayer, das es ermöglichen soll, alle Programme bis zu einer Woche nach Sendung aus dem Internet herunterzuladen. "Wir nutzen dabei modernste Technologie, um einen ganz neuen Markt zu erschließen: Indem wir BBC-Inhalte auf Abruf anbieten, reagieren wir auf das vom Internet veränderte Nutzerverhalten", erklärt Internet Controller Tony Ageh. Die BBC will so einen Weg finden, von der herkömmlichen Einbahnstraße – ein Sender beschallt viele Empfänger – hin zur Partnerschaft mit den Konsumenten. Siemens hilft dabei. "Neben der Beschaffung von IT und Telefonsystemen haben wir auch Kernkomponenten der Sendetechnik zu Siemens outgesourct", erklärt Cheesbrough. "Wenn man so etwas vorhat, muss man den richtigen Partner auswählen – schließlich geben wir auch viel Know-how weiter. Wir profitieren aber auch beträchtlich, etwa von den Skaleneffekten, die Siemens im Einkauf realisiert, und von der Expertise in vielen Bereichen, die uns nun gebündelt zur Verfügung steht." Das Wichtigste: Die Technik hilft, Projekte wie den iPlayer zu verwirklichen. "Siemens hat mit der durchgängigen Digitalisierung dazu beigetragen, dass unsere Produktions- und Distributionsprozesse noch runder laufen. Und das hilft uns wiederum, dem Gebührenzahler bessere Leistungen anzubieten", erklärt Cheesbrough.