Speziell auf Ärzte und Pflegekräfte zugeschnitten: Die einfach zu bedienende grafische Benutzeroberfläche von syngo
Zur optimalen Bildqualität gehört die richtige Software, um ein medizinisches System anwenderfreundlich zu machen. Siemens Medical Solutions hat dafür in Zusammenarbeit mit den User Interface Design-Experten von Corporate Technology die preisgekrönte Softwareplattform syngo entwickelt, die als einheitliche Basis für sämtliche Bildgebungsverfahren dient: für MR, CT und Ultraschall ebenso wie für die Nuklearmedizin und die medizinische Patientenüberwachung. Mit syngo werden die Bildaufnahme gesteuert, die Bilder betrachtet, nachbearbeitet und archiviert. Mussten Ärzte bisher mühsam verschiedene Programme aufrufen, so ermöglicht es syngo nun, nach Karteikartenschema in Windeseile zwischen den Arbeitsschritten oder sogar Patienten zu wechseln. Statt unübersichtliche Parameter aufzulisten, leitet syngo den Arzt mit intuitiv verständlichen Symbolen durch die Untersuchungs- und Auswertungsschritte. Doch die Arbeitsabläufe im Krankenhaus können noch weiter optimiert werden. So verarbeitet und vernetzt das neu entwickelte Workflow-System Soarian den Datenfluss aller Klinikbereiche auch die syngo-Arbeitsplätze sind daran angeschlossen. Soarian synchronisiert und überwacht alle Schritte von Diagnostik, Therapie und Pflege und stellt auf diese Weise sicher, dass die Qualität der medizinischen Versorgung weiter verbessert wird.
Tim Schröder
Bisher hatten Radiologen mit einer Flut an Informationen zu kämpfen. "Eine einzige Computer- oder Magnetresonanz-Tomographie der Lunge oder des Darms kann bis zu 500 hochaufgelöste Bilder erzeugen", erklärt Dr. Ming Fang, Leiter des Intelligent Vision and Reasoning Departments bei Siemens Corporate Research (SCR) in Princeton, USA. Um den Ärzten die Arbeit zu erleichtern, haben die SCR-Forscher die "interaktiv Computer-unterstützte Diagnose" (ICAD) entwickelt. Siemens Medical Solutions hat diese Software unter dem Namen Lung CARE unlängst auf den Markt gebracht. Sie macht Radiologen auf abnorme und krebsverdächtige Knötchen in der Lunge aufmerksam, die sie ansonsten hätten übersehen können. Die ICAD-Komponente der automatischen Erkennung (ihre FDA-Zulassung für die USA wird derzeit geprüft) erreicht dies, indem sie Hunderte von Bildern sichtet und Bereiche markiert, die verdächtig erscheinen. Radiologen können damit nun die potenziellen Krebsherde isolieren, ihren Umfang messen und sie in Folgeuntersuchungen weiter beobachten. Darüber hinaus werden derzeit auch noch ähnliche Anwendungen für die Diagnose von Darm- oder Prostatakrebs entwickelt.
Arthur F. Pease