Die Fabrikplanung wird künftig virtuell erfolgen. Entwickler, Ingenieure, aber auch Zulieferer und Kunden sehen das Endprodukt, noch bevor die reale Produktion begonnen hat. Das beschleunigt die Prozesse, erhöht die Flexibilität, vermeidet Fehlplanungen und senkt die Kosten
Innovations- und Designzyklen werden immer kürzer; die Industrie muss noch flexibler, produktiver und kundenbewusster werden. Digitalisierung und Virtualisierung spielen dabei eine Schlüsselrolle: Fertigungsstraßen, Werkzeugmaschinen und Produkte inklusive der gesamten Logistik werden künftig vorab mit dem Kunden am Computer modelliert, getestet und dann wesentlich schneller und mit höherer Qualität als bisher realisiert
"Bis 2005 haben wir alle wesentlichen Eckpfeiler der Digitalen Fabrik", meint der Leiter der Abteilung Digitale Produktionsplanung und Projektleiter Digitale Fabrik bei DaimlerChrysler
Auch in der chemischen Industrie ist Flexibilität gefragt. Immer neue Produkte müssen immer schneller auf den Markt kommen. Mit riesigen Anlagen ist das unmöglich. Eine Lösung bietet die Mikroreaktionstechnik. Siemens beteiligt sich an einem Forschungsprojekt, das die winzigen Reaktionsgefäße auf ihre industrielle Tauglichkeit überprüfen soll
Transponder haben sich zu einem wichtigen Steuerelement von Logistikketten und Produktionsprozessen gemausert. Sie speichern individuelle Wareninformationen und versenden die Daten per Mini-Antenne. Damit regieren sie ganze Fertigungsstraßen und geben Industrierobotern den Takt vor
Sprechende Rohre, Kessel und sonstige Anlagenteile? Ventile und Bolzen mit Internetadressen? Fabriken, die Wartungsdaten über jedes Maschinenteil sammeln, um bei Reparaturen Expertenwissen online bereitzustellen? All das ist möglich dank einer neuen Technologie: Sprachunterstützte Augmented Reality
Internet und virtuelle Planung, Roboter und intelligente Sensoren sind die Triebkräfte der Automatisierungsindustrie
"Intelligente Maschinen müssen kommunizieren und sich selbst organisieren", so bringt es einer der angesehensten Experten auf dem Gebiet der Fertigungstechnik auf den Punkt
Bodo Eidenmüller über die Entwicklung der Produktion bei Siemens