Leuchtendes Vorbild: Die Beleuchtung der Jesusstatue in Rio de Janeiro wurde dank LEDs energieeffizienter.
Nachts scheint er zu schweben, hoch über Rio de Janeiro, die Arme ausgebreitet. Er leuchtet über der Stadt – und das seit kurzem noch kräftiger und farbenreicher: der „Cristo Redentor“, die 30 Meter hohe Jesus-Statue. Seit März 2011 wird sie mit LED-Projektoren von Osram erhellt.
Auf dem 710 Meter hohen Corcovado, neben dem so genannten Zuckerhut eine der markantesten Erhebungen Rios, wurde das Monument vor 80 Jahren errichtet. Bislang wurde für die Beleuchtung allerdings viel Energie verschwendet: 74 Kilowatt Leistung brauchten die Leuchten, die rund um die Statue im Urwald platziert waren. Die 300 neuen Projektoren, die Osram jetzt gemeinsam mit dem Tochterunternehmen Traxon – ohne Kosten für die Stadt – installierte, benötigen nur noch maximal 17,2 kW. Sie bündeln jeweils das Licht von 27 beziehungsweise 36 LEDs. Diese Technologie ist nicht nur energiesparender, sondern sie erzeugt auch weniger Wärme als herkömmliche Leuchten, was der Tier- und Pflanzenwelt zugute kommt.
Ein weiterer Vorteil: Mit Hilfe spezieller Linsen fokussieren die Projektoren das Licht noch präziser – wenn nötig, sogar auf einzelne Körperteile der Statue, etwa die linke oder rechte Hand, das Herz, den Kopf. Auch Lichtstimmungen können dank der verschiedenfarbigen LEDs schneller wechseln, weil hierfür nicht mehr per Hand Farbfolien ausgetauscht werden müssen. Für Lichtshows eröffnet das neue Möglichkeiten, erklärt der Lichtdesigner Peter Gasper, der die künstlerische Verantwortung für das neue System trägt: „In der Vergangenheit war es mühselig, oft sogar unmöglich, die Lichtstimmung des Monuments zu verändern. Heute geht das einfach und schnell.“