Die Urbanisierung ist weltweit auf dem Vormarsch - mit weitreichenden Folgen für die Umwelt: Schon heute lebt mehr als die Hälfte der Menschen in Städten, die 80 Prozent der Treibhausgasemissionen verursachen und 75 Prozent der weltweit eingesetzten Energie verbrauchen. Bereits 2015 dürfte die Anzahl von Städten mit mehr als zehn Millionen Einwohnern von derzeit 22 auf 26 steigen. Der Großteil dieser Riesenmetropolen wird dabei in Entwicklungs- und Schwellenländern liegen, die oft über wenig nachhaltige Infrastrukturen verfügen. Um die rasante Urbanisierung in grüne Bahnen zu lenken, setzen die Verwaltungsbehörden daher zunehmend auf energieeffiziente Technologien und neue Konzepte einer nachhaltigen Stadtentwicklung.
Städte auf dem grünen Pfad
Greentech in der Stadt: ein enormer Wachstumsmarkt
Die Economist Intelligence Unit hat im Auftrag von Siemens in der Studie „European Green City Index” die Nachhaltigkeitsbestrebungen von 30 bedeutenden europäischen Städten untersucht. Spitzenreiter ist Kopenhagen, gefolgt von Oslo, Stockholm und Wien. Das gute Ranking verdanken die Städte einer Fülle von Energiespar- und Klimaschutzmaßnahmen.
Die grünsten Städte Europas
Der Umwelt-Champion
Grünes Pflaster
Mangels Platz und Ressourcen ist Singapur gezwungen, Nachhaltigkeit und Leben auf engstem Raum in Einklang zu bringen. Dazu können Unternehmen Singapur als Experimentierfeld für grüne Innovationen nutzen. Das macht den kleinen Stadtstaat zu einer der grünsten Metropolen Asiens. Auch der große Nachbar China bemüht sich, sein Städtewachstum in grüne Bahnen zu lenken – und setzt dabei auf hocheffiziente Siemens- Technologien. Auf der Expo 2010 in Shanghai werden unter dem Motto „Better City, Better Life“ vielfältige Lösungen gezeigt.
Reifeprürunf für Chinas Städte
Lebendes Labor
Um die Vision der grünen Stadt zu realisieren, arbeiten Wissenschaftler weltweit an neuartigen Technologien und visionären Ideen. So wollen Siemens-Forscher das Prinzip der Photosynthese für Fassadenanstriche nutzen oder transparente organische Leuchtdioden künftig in Gebäuden einsetzen. Schon heute dienen sparsame Leuchtdioden von Osram in Regensburg als Straßenlaternen. Manche Wissenschaftler wollen zudem Wolkenkratzer zu Gewächshäusern umfunktionieren, um die Megacities künftig zum Teil mit lokalen Produkten ernähren zu können.
Klimakiller oder Kassenknüller
Der Bauernhof im Turm