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Dr. Ulrich Eberl
Herr Dr. Ulrich Eberl
  • Wittelsbacherplatz 2
  • 80333 Munich
  • Germany
Dr. Ulrich Eberl
Herr Florian Martini
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2040

Luftige Plantagen: Im Singapur der Zukunft werden Nahrungsmittel in Wolkenkratzern angebaut. Um die Plantagen auf den Dächern kümmert sich der „vertikale Gärtner” Lee, ein ehemaliger Architekt und Stadtplaner. Sein Arbeitsplatz im obersten Stockwerk ist ein komplexes Biotop, mitten in der Millionenmetropole - ein urwüchsiger Garten, in dem gentechnikfreie Früchte wachsen. Doch dieses Paradies ist auch eine künstliche Welt...

Image
Herr der
hängenden Gärten
Singapur im Jahre 2040:
Der ehemalige Architekt und Stadtplaner Lee hat sein Hobby zum Beruf gemacht: Er ist einer der „vertikalen Gärtner“ in der Millionenmetropole - und Herr über eine ganz eigene, kleine Welt hoch über der Stadt.

Der alte Mann mit der einfachen Arbeitshose mag nicht so recht ins Bild passen. Nicht hier, in der mondänen Lobby des Tiger Towers, einem der modernsten Wolkenkratzer des Stadtstaats. Auch die Gartenscheren in seiner Hand braucht er wohl kaum zum Dinner im hauseigenen Gourmettempel und schon gar nicht für einen Besuch beim Edel-Friseur oben im 40. Stockwerk.

Jeden Abend macht sich Lee auf den Weg zu seiner Arbeitsstelle. Vor seiner Pensionierung hat der 70-Jährige als renommierter Architekt und findiger Stadtplaner Singapurs Wachstum begleitet. Nun hat er sein Hobby zum Beruf gemacht: Lee ist einer der offiziell bestellten „vertikalen Gärtner“ Singapurs. Gemächlich schlendert der alte Mann zu den Aufzügen am anderen Ende der Lobby. Er betritt eine der Kabinen, drückt den Knopf für das oberste Stockwerk und blickt wie üblich in den kleinen Retina-Scanner.

Innerhalb von Sekundenbruchteilen erkennen der Fingerabdruck-Chip im Fahrstuhlknopf und der Netzhautsensor seine Identität. „Zugang gestattet“, sagt eine sanfte Frauenstimme und schon saust der Lift nach oben. Langsam öffnen sich die Lifttüren und geben den Blick auf eine andere Welt frei. Lee schlägt lautes Vogelgezwitscher und das Zirpen unzähliger Insekten entgegen. Über ihm wölbt sich ein Baldachin aus Blüten und Blättern, es riecht nach feuchter Erde und exotischen Blumen.

Ein kleiner Trampelpfad schlängelt sich vom Aufzug durch das grüne Pflanzengewirr und verliert sich zwischen ein paar Hibiskussträuchern. Lee verscheucht ein Huhn, das sich gerade anschickt, zu ihm in den Aufzug zu trippeln und taucht in den tropischen Garten ein.

Als ob er eine unsichtbare Schranke passiert hätte, ändert sich schlagartig die Temperatur – die perfekt klimatisierte Welt des Tiger Towers geht in ein schwülwarmes Regenwaldklima über. Doch als Lee seinen PDA hervorholt, entlarvt sich die vermeintliche Wildnis als perfekte Illusion eines exotischen Urwalds – ein hochmodernes Gewächshaus im obersten Stockwerk eines Wolkenkratzers.

Mit ein paar Klicks kann Lee die künstliche Welt kontrollieren, steuern und verändern. Im Erdboden sind unzählige Sensoren verborgen, die rund um die Uhr Nährstoffgehalt, Feuchtigkeit und Temperatur prüfen. Ein intelligentes Managementsystem steuert Lichteinfall, Belüftung und Bewässerung. Gespeist werden die Systeme von Solarzellen, die überall am Gebäude angebracht sind. Obwohl er auch gerne selbst im Garten Hand anlegt, ist Lee hier mehr Verwalter als Gärtner, denn die buchstäblichen Drecksarbeiten erledigen Roboter, die auf metallenen Beinen durchs Dickicht huschen.

Trotzdem ist der alte Mann nicht nur Statist. Beim Entwurf des grünen Stockwerks war er maßgeblich beteiligt, und der Erfolg seines Konzepts gibt ihm Recht: Der Garten ist trotz seiner Urwüchsigkeit mehr naturbelassene Plantage als Park – zwischen den Büschen und Lianen gedeihen Gemüse, Mangos, Bananen und andere tropische Früchte, die gewinnbringend verkauft werden.

Die Urbanisierung ist weltweit auf dem Vormarsch - mit weitreichenden Folgen für die Umwelt: Schon heute lebt mehr als die Hälfte der Menschen in Städten, die 80 Prozent der Treibhausgasemissionen verursachen und 75 Prozent der weltweit eingesetzten Energie verbrauchen. Bereits 2015 dürfte die Anzahl von Städten mit mehr als zehn Millionen Einwohnern von derzeit 22 auf 26 steigen. Der Großteil dieser Riesenmetropolen wird dabei in Entwicklungs- und Schwellenländern liegen, die oft über wenig nachhaltige Infrastrukturen verfügen. Um die rasante Urbanisierung in grüne Bahnen zu lenken, setzen die Verwaltungsbehörden daher zunehmend auf energieeffiziente Technologien und neue Konzepte einer nachhaltigen Stadtentwicklung.
Städte auf dem grünen Pfad
Greentech in der Stadt: ein enormer Wachstumsmarkt

Die Economist Intelligence Unit hat im Auftrag von Siemens in der Studie „European Green City Index” die Nachhaltigkeitsbestrebungen von 30 bedeutenden europäischen Städten untersucht. Spitzenreiter ist Kopenhagen, gefolgt von Oslo, Stockholm und Wien. Das gute Ranking verdanken die Städte einer Fülle von Energiespar- und Klimaschutzmaßnahmen.
Die grünsten Städte Europas
Der Umwelt-Champion
Grünes Pflaster

Mangels Platz und Ressourcen ist Singapur gezwungen, Nachhaltigkeit und Leben auf engstem Raum in Einklang zu bringen. Dazu können Unternehmen Singapur als Experimentierfeld für grüne Innovationen nutzen. Das macht den kleinen Stadtstaat zu einer der grünsten Metropolen Asiens. Auch der große Nachbar China bemüht sich, sein Städtewachstum in grüne Bahnen zu lenken – und setzt dabei auf hocheffiziente Siemens- Technologien. Auf der Expo 2010 in Shanghai werden unter dem Motto „Better City, Better Life“ vielfältige Lösungen gezeigt.
Reifeprürunf für Chinas Städte
Lebendes Labor

Um die Vision der grünen Stadt zu realisieren, arbeiten Wissenschaftler weltweit an neuartigen Technologien und visionären Ideen. So wollen Siemens-Forscher das Prinzip der Photosynthese für Fassadenanstriche nutzen oder transparente organische Leuchtdioden künftig in Gebäuden einsetzen. Schon heute dienen sparsame Leuchtdioden von Osram in Regensburg als Straßenlaternen. Manche Wissenschaftler wollen zudem Wolkenkratzer zu Gewächshäusern umfunktionieren, um die Megacities künftig zum Teil mit lokalen Produkten ernähren zu können.
Klimakiller oder Kassenknüller
Der Bauernhof im Turm

  • LEUTE:
  • European Green City Index:
  • Stefan Denig,
  • Siemens Issue Management stefan.denig@siemens.com
  • Grüne Städte China:
  • Bernd Eitel, CC China bernd.eitel@siemens.com
  • Lösungen für Südafrika:
  • Rolf Huber, CC, rolf.huber@siemens.com
  • Singapur:
  • Klaus Heidinger, City of the Future klaus.heidinger@siemens.com
  • Oslo und Smart City Trondheim:
  • Gry Rohde Nordhus, CC Norway gry.nordhus@siemens.com
  • CO2-Nutzung:
  • Dr. Osman Ahmed, BT USA osman.ahmed@siemens.com
  • Prof. Dr. Maximilian Fleischer, CT maximilian.fleischer@siemens.com
  • Licht und Gebäudetechnik:
  • Dr. Peter Dobiasch, Osram p.dobiasch@osram.com
  • Tobias Huber, BT t.huber@siemens.com
  • LED-Straßenlaternen:
  • Dr. Martin Moeck, Osram martin.moeck@osram-os.com
  • Organische Leuchtdioden, OLED:
  • Dr. Christoph Gärditz, Osram christoph.gaerditz@osram-os.com
  • Vertikale Gärten:
  • Dr. Dickson Despommier ddd1@columbia.edu
  • Expo 2010 "Better City, Better Life":
  • http://en.expo2010.cn
  • Future Dialogue:
  • www.future-dialogue.org
  • Website von Daniel Libeskind:
  • www.daniel-libeskind.com
  • Leuchtdioden:
  • www.osram.de/led
  • Vertical Farms:
  • www.verticalfarm.com
  • Singapur im Netz:
  • www.gov.sg
  • Kraftwerk Moscow City im Magazin Venture:
  • www.energy.siemens.com/hq/en/energytopics/publications/venture