Go to content

SIEMENS

Research & Development
Technology Press and Innovation Communications

Dr. Ulrich Eberl
Herr Dr. Ulrich Eberl
  • Wittelsbacherplatz 2
  • 80333 Munich
  • Germany
Dr. Ulrich Eberl
Herr Florian Martini
  • Wittelsbacherplatz 2
  • 80333 Munich
  • Germany

Licht auf den Punkt gebracht: Die Osram-Lampen lassen die historische Altstadt von Regensburg in neuem Licht erstrahlen.
Sie sparen 80 Prozent Strom und halten doppelt so lang wie herkömmliche Lampen.

  • Image
Weltkulturerbe in neuem Licht

Straßenlaternen mit Leuchtdioden (LED) sparen bis zu 80 Prozent Strom - nicht nur, weil LEDs effizient sind, sondern weil man mit ihnen Licht am besten lenken kann.

Nachtspaziergang in der Altstadt von Regensburg: Vertragen sich moderne LED-Straßenlaternen mit den mittelalterlichen Gassen eines Weltkulturerbes? Erstaunlich, welche Vielfalt an Lampen hier leuchtet: Manche Gassen sind in gelbliches, fast unwirkliches Licht getaucht, während ein paar Schritte weiter enge Lichtkegel helle und dunkle Muster auf das Kopfsteinpflaster zaubern. In zwei Gassen leuchten Zylinder mit vielen kleinen Lichtpunkten – Lampen mit Leuchtdioden (LED), die Osram Opto Semiconductors entwickelt hat und die von Siemens in Regensburg so gebaut wurden, dass sie direkt in die Lampenfassungen geschraubt werden können. Bis zu 54 einzelne LEDs finden in einem Zylinder Platz.

Mit ihrem warmen Licht lassen sie die historischen Fassaden so malerisch aussehen wie am Tag. Die Gassen muten auch heller an, denn es gibt kaum dunkle Stellen. Der Grund: Viele der LEDs erzeugen lange Lichtkegel entlang der Gasse, ein paar leuchten auch nach unten, während die LEDs, die an die gegenüberliegende Hauswand strahlen, nur mit 30 Prozent des Stroms betrieben werden. Auch deshalb brauchen die Lampen nur 40 Watt Leistung statt wie bisher 90. „Das ist ein Vorteil der LEDs: Ich kann einzelne Lichtpakete genau dorthin richten, wohin ich sie haben will“, erklärt Dr. Martin Moeck, der bei Osram das Projekt leitet. „Weil das mit konventionellen Lampen nicht geht, leuchten sie oft zu hell, damit an den Stellen, die sie nicht gut erreichen, noch genug Licht ankommt. LED-Lampen können das mit weniger Licht besser, was ihre Energieeffizienz erheblich steigert." Auch dem Leitenden Baudirektor des Regensburger Tiefbauamtes, Alfons Swaczyna, der für die Beleuchtung der Stadt zuständig ist, gefallen die neuen Lampen: „Mit den LEDs haben wir weniger Lichtverschmutzung, also Licht, das in die Fenster der Anwohner scheint oder in den Himmel strahlt."

Die Lichtfarbe regeln. LEDs punkten mit hoher Energieeffizienz und einem Licht, das Farben sehr gut wiedergibt. Und sie können vieles, was auf konventionelle Weise nicht geht: LEDs sind etwa sofort hell, wenn man sie anschaltet und sie lassen sich stufenlos auf Null dimmen. Bei vielen anderen Lampen hingegen bricht unter einem bestimmten Niveau die Gasentladung, mit der sie Licht erzeugen, zusammen. Zudem lässt sich künftig die Lichtfarbe von LED Straßenlampen automatisch regeln, indem man beispielsweise einer kaltweißen LED das Licht einer roten LED beimischt. All dies macht die kleinen Dioden zu idealen Partnern für intelligente Steuerungen. Attraktiv für Kommunen ist außerdem ihre hohe Lebensdauer – mit 50.000 Stunden halten sie mehr als doppelt solange wie konventionelle Lampen und müssen nur alle zehn Jahre getauscht werden.

Die energieeffiziente Straßenbeleuchtung treibt viele Städte um – nicht zuletzt auch wegen der EU-Verordnung, die 2009 das Ende der Glühlampen eingeläutet hat: Sie nimmt bis 2015 nach und nach auch weniger effiziente Lampen für Straßenlaternen aus dem Handel, etwa die weit verbreiteten Quecksilberdampf-Lampen, die nur 50 Lumen kühles, weißes Licht pro Watt Strom liefern (lm/W). Eine Alternative ist die Natriumdampf-Lampe, die mit 120 lm/W hocheffizient viele Schnellstrassen beleuchtet. „Allerdings wird diese hohe Energieeffizienz mit Einbußen bei der Lichtqualität erkauft“, erklärt Matthias Fiegler, bei Osram zuständig für das globale Produktportfolio in der Außenbeleuchtung. Im gelblichen Licht können Menschen Farben und Kontraste weniger gut erkennen und fühlen sich oft unwohl. Deshalb eignen sich diese Lampen weniger gut für belebte Orte.