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SIEMENS

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Dr. Ulrich Eberl
Herr Dr. Ulrich Eberl
  • Wittelsbacherplatz 2
  • 80333 Munich
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Dr. Ulrich Eberl
Herr Florian Martini
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Kunstwerke der Medizin

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Feinste Details, geringe Dosis: Die Gewinnerbilder zeigen kleine Ablagerungen in den Blutgefäßen (links), Vergrößerungen an der Bauchspeicheldrüse (rechts oben) sowie einen gesunden Brustkorb.

Mit Computertomographen (CT) werden feinste Strukturen im Körper wie Herzkranzgefäße oder Äderchen in den Lungen sichtbar gemacht. Weil die Röntgenstrahlen den Körper aber möglichst wenig belasten sollen, ist das Ziel die dazu nötige Dosis möglichst gering zu halten. Siemens Healthcare hat daher im Oktober 2009 den „International CT Image Contest“ ins Leben gerufen. Die Aufgabe: Arztpraxen, Institute und Krankenhäuser, die einen Somaton-Definition-CT von Siemens verwenden, sollen mit ihrem Gerät bestmögliche Bildqualität bei geringstmöglicher Dosis erzeugen. Eingereicht wurden rund 300 Bilder aus mehr als 30 Ländern. Im März 2010 wurden die Gewinner bekannt gegeben. Sie kommen aus Belgien, China, Japan, Kanada, Portugal und Schweden. Das Urteil der aus international renommierten Medizinern bestehenden Jury: die Bilder haben nicht nur eine gute Qualität, sondern zeigen, dass sehr hohe diagnostische Aussagekraft mit einer äußerst geringen Dosis erreicht und auch feinste Details zweifelsfrei dargestellt werden können. Auf Facebook konnte die Öffentlichkeit mitdiskutieren: mehr als 1.400 Menschen kommentierten die eingereichten Bilder. „Mit dem Wettbewerb soll die Verantwortung von Herstellern und Radiologen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerufen und über das Thema Dosis informiert werden“, sagt Dr. Sami Atiya, CEO Computertomographie bei Siemens Healthcare. Mit dem Somatom Definition CT hatten Wissenschaftler von Siemens 2005 den ersten Dual-Source-Computertomographen entwickelt. Das Gerät ist mit zwei Röntgenquellen und zwei Detektoren ausgestattet, die synchron rotieren und gleichzeitig Daten in der Hälfte der Zeit aufnehmen, die mit herkömmlicher Technologie benötigt wird. Damit kann der CT das Herz in einer extrem kurzen Belichtungszeit aufnehmen – er benötigt nur 83 Millisekunden. Der Vorteil: auch bei Patienten mit hoher Herzfrequenz gelingt so ein sehr gutes Bild. Bei dem 2008 entwickelten Somatom Definition Flash, ebenfalls einem Dual-Source-CT, konnten Aufnahmezeit und Dosis noch mal stark reduziert werden: Das Gerät benötigt etwa eine Viertelsekunde, um das Herz zu durchleuchten. Die dabei auftretende Strahlendosis beträgt weniger als ein Milli-Sievert (mSv), bei herkömmlichen Modellen sind es acht bis 30 mSv. hs

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Sichere Kunst

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Hightech: Dresden sichert seine Kunstschätze mit RFID.

Die staatliche Kunstsammlung in Dresden setzt für die Sicherung ihrer Werke besondere Mittel ein: RFID-Chips, die Siemens zusammen mit Partnern eigens für die Schätze der Elbstadt entwickelt hat. Die kleinen unauffälligen Funksensoren können ohne großen Aufwand an jedem Kunstwerk befestigt werden – ohne optisch störende Elemente wie Kabel oder Drähte. Sie registrieren dabei selbst kleinste Bewegungen und können dank spezieller Algorithmen zwischen unbeabsichtigten Berührungen und echten Alarmfällen unterscheiden. Die Informationen funken sie in Echtzeit an eine Sicherheitszentrale. sw

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Grüner Strom aus dem Meer

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Stromfabrik unter Wasser: Die Rotoren drehen sich im Gezeitenstrom und produzieren dabei Elektrizität.

Siemens beteiligt sich mit rund zehn Prozent an Marine Current Turbines. Das britische Unternehmen ist einer der Vorreiter bei der Planung und Entwicklung von Meeresströmungskraftwerken. Die unter der Wasseroberfläche arbeitenden Kraftwerke nutzen Ebbe und Flut, um Strom zu erzeugen. Die Turbine ist dabei an einem Mast montiert, der fest im Grund verankert ist. Ähnlich wie bei einer Windturbine drehen sich die zweiflügeligen Rotoren mit der Bewegung des Gezeitenstroms. Die Blätter der Rotoren können um 180 Grad gedreht werden, um effizient in beiden Strömungsrichtungen Strom zu produzieren. Im Gegensatz zu ihren Pendants an Land geschieht die Stromgewinnung wesentlich effizienter –Wasser hat eine 800-mal größere Energiedichte als Wind. Ein weiterer Vorteil: Die Stromproduktion ist wegen der Gezeitenzyklen vorhersehbar und damit planbar. Die erste kommerzielle Unterwasser-Stromfabrik von Marine Current Turbines ist bereits in der Meerenge von Strangford in Nordirland in Betrieb. Seit November 2008 speisen die beiden Rotoren mit einer Gesamtleistung von 1,2 Megawatt Strom ins Netz und versorgen rund 1.500 Haushalte mit Elektrizität – das macht die Anlage zum derzeit leistungsfähigsten Meeresströmungskraftwerk der Welt. Großes Potenzial hat die Technologie besonders in Küstenregionen mit starkem Gezeitenstrom wie vor Frankreich, Kanada, Großbritannien oder dem ostasiatischen Raum. fm

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Leuchtende Vorbilder

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Lichte Momente: Mit LEDs lassen sich Daten übertragen und Bilder an die Wand projizieren (v.l.).

Licht eröffnet neue Möglichkeiten – bei Kleinstprojektoren wie bei der Datenübertragung. So ist die weltweit kleinste blaue Laserdiode von Osram ein erster Schritt zum Bau winziger Projektoren, die sich in Handys und Digitalkameras einbauen lassen. Damit könnten die mobilen Endgeräte nicht nur Fotos aufnehmen und Videos abspielen, sondern sie auch an die Wand projizieren. Solche Projektoren bauen ihr Bild – ähnlich wie ein Röhrenfernseher – Zeile für Zeile aus einem sich bewegenden Leuchtpunkt auf. Im Gegensatz dazu erzeugt ein neuer Mini-Beamer sein Bild wie ein Diaprojektor, nur dass keine Glühbirne sondern eine leistungsstarke Leucht diode (LED) von Osram zum Einsatz kommt. Der handygroße Taschen-Projektor kann Bilddiagonalen von bis zu 127 Zentimetern erreichen. Mit moduliertem weißen LED-Licht lassen sich zudem Daten kabellos und ohne sichtbare Helligkeitsunterschiede übertragen. Forscher von Siemens und dem Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut erreichten damit eine Datenrate von 500 Megabit pro Sekunde – Weltrekord. hs

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Entspanntes Umfeld

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Gute Stimmung: Farbenspiele sollen Untersuchungen angenehmer machen.

Ein CT- oder MR-Scan ist selten angenehm. Angst und Hoffnung liegen in den Minuten der Untersuchung nahe beieinander. Gemeinsam mit Ärzten und Patienten entwickelte Siemens daher ein Konzept zur Lichtgestaltung in medizinischen Einrichtungen: Healthcare Lighting. Patienten können nunmehr die Lichtstimmungen und Farben des Behandlungsraums bestimmen. Eine Motivdecke zeigt – je nach Wunsch der Patienten – Bilder, etwa einen Himmel oder eine Berglandschaft, während im Hintergrund ihre Lieblingsmusik läuft. Viele Patienten fühlen sich in einem solchen Umfeld wohler und sind entspannter. ak

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Digitale Graffiti

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Information im Vorbeigehen: Graffiti erscheinen automatisch auf dem Handy.

Siemens-Forscher und die Johannes Kepler Universität in Linz haben ein revolutionäres Informationssystem namens Digital Graffiti entwickelt und dafür den eBusiness-Preis der österreichischen Regierung gewonnen. Mit der Technik lassen sich Botschaften virtuell an beliebigen Stellen für bestimmte Empfänger oder für jedermann hinterlegen: Nähert sich der Adressat einer solchen Stelle, bekommt er die Daten auf sein Handy geliefert – das Graffito wird für ihn sichtbar. An der Linzer Universität soll das System künftig allen Studenten und Angestellten Daten zur Verfügung stellen, etwa über Sehenswürdigkeiten, persönliche Treffen oder in welchem Hörsaal eine Vorlesung stattfindet. fm

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