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Dr. Ulrich Eberl
Herr Dr. Ulrich Eberl
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Grüne Chance: Saubere Technologien – von der effizienten und regenerativen Energieerzeugung über die Gebäudetechnik bis zur CO2-Abtrennung
– können helfen, die Wirtschaftskrise zu meistern.

Grüne Chance: Saubere Technologien – von der effizienten und regenerativen Energieerzeugung über die Gebäudetechnik bis zur CO2-Abtrennung
– können helfen, die Wirtschaftskrise zu meistern.

Grüne Chance: Saubere Technologien – von der effizienten und regenerativen Energieerzeugung über die Gebäudetechnik bis zur CO2-Abtrennung
– können helfen, die Wirtschaftskrise zu meistern.

Grüne Chance: Saubere Technologien – von der effizienten und regenerativen Energieerzeugung über die Gebäudetechnik bis zur CO2-Abtrennung
– können helfen, die Wirtschaftskrise zu meistern.

Grüne Chance: Saubere Technologien – von der effizienten und regenerativen Energieerzeugung über die Gebäudetechnik bis zur CO2-Abtrennung
– können helfen, die Wirtschaftskrise zu meistern.

Wirtschaftsmotor Klimaschutz

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist die Versuchung groß, beim Kampf gegen die Erderwärmung zu sparen und Auflagen zu lockern. Dabei nützen Investitionen in mehr Nachhaltigkeit nicht nur dem Umweltschutz, sondern auch der Wirtschaft.

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Grüne Chance: Saubere Technologien – von der effizienten und regenerativen Energieerzeugung über die Gebäudetechnik bis zur CO2-Abtrennung – können helfen, die Wirtschaftskrise zu meistern.

Schwierige Zeiten für das Klima: Die Wirtschaftskrise dominiert die politische Agenda und hat die Diskussion über Treibhausgase und Energieeffizienz in den Hintergrund gedrängt – "Klimaschutz in Warteschleife“ und "Klimaschutz auf dem Spiel“ schreiben deutsche Zeitungen. Manche Politiker sehen das genauso und möchten die bereits beschlossenen Klimaschutzprogramme zumindest so lange auf Eis legen, bis die Wirtschaft sich wieder erholt hat.
Ist Klimaschutz also ein Luxus für bessere Zeiten? "Nein“, sagt Professor Ottmar Edenhofer, Chefökonom des Potsdam-Institutes für Klimafolgenforschung (PIK) im Interview mit Pictures of the Future (siehe Artikel "Klimaschutz ist kein Luxus für gute Zeiten"). "Wer das behauptet, hat das Einmaleins der Ökonomie nicht verstanden.“ Die weltweite Rezession erfordere ohnehin Interventionen des Staates, die durchaus auch in Richtung Klimaschutz geleitet werden können. "Kurzfristig ist Klimaschutz ein Konjunkturprogramm, langfristig aber auch ein Programm zur Verbreitung neuer Technologien.“
Das sieht auch Nobuo Tanaka so, der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris. "Wenn die Regierungen Geld für Konjunkturpakete ausgeben, warum dann nicht erneuerbare Energien fördern?“, fragte er auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Dieses Investment fördere kurzfristig die Wirtschaft und sei zudem nachhaltig.
Die sinkenden Preise für Rohstoffe und Verschmutzungsrechte verringern derzeit aber den Druck auf Staaten und Unternehmen, nachhaltige Alternativen für die Energieversorgung zu suchen. "Die niedrigen Preise laden wieder zur Verschwendung ein“, sagt der Umweltexperte Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker im Interview mit Pictures of the Future (siehe Artikel "Die kommende Gesellschaft wird effizienter und eleganter sein"). Er glaubt jedoch, dass manche Staaten inzwischen längerfristig denken: "Die Chinesen sind auf der Hut und haben die Energieeffizienz im Elften Fünfjahresplan zum Staatsziel erhoben.“
Und auch in den USA hat nach dem Regierungswechsel ein Umdenken eingesetzt. Präsident Barack Obama will weltweit eine Führungsrolle bei der Verringerung der Treibhausgase übernehmen: Sein Plan "New Energy for America“ sieht vor, dass die USA bis 2025 ein Viertel ihres Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen decken und bis 2015 eine Million Hybrid-Autos auf den amerikanischen Straßen unterwegs sind. Gut zehn Prozent des Konjunkturpakets der US-Regierung – also etwa 83 Mrd. US-$ – sollen in den Ausbau und in die Modernisierung der Energie-Infrastruktur investiert werden. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen bei Umwelttechnologien angekündigt. Allein in den ersten drei Quartalen von 2008 sind zudem 4,3 Mrd. $ durch amerikanische Venture-Capital-Geber in Clean-Technology-Unternehmen investiert worden. Mit Investitionen von 150 Mrd. $ in den nächsten zehn Jahren sollen fünf Millionen Green Collar Jobs – zum Beispiel Arbeitsplätze in den Bereichen erneuerbare Energien oder bessere Energieeffizienz – entstehen, und ein neues System für den Emissionshandel soll dafür sorgen, dass die Treibhausgas-Emissionen der USA bis 2050 um 80 % sinken.
Das macht auch ökonomisch sehr viel Sinn – denn dadurch wird die Abhängigkeit von Energieimporten verringert und deren Kosten um mehrere Milliarden Dollar pro Jahr reduziert. Spätestens beim nächsten Aufschwung, wenn die Preise für Öl und Kohle wieder steigen werden.

Christian Buck