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Dr. Ulrich Eberl
Herr Dr. Ulrich Eberl
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Strom aus Wind: Siemens hat in den USA Windräder mit einer Gesamtleistung von über 2.700 MW installiert.

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Rückenwind für weiße Riesen

Windenergieanlagen sind eine noch junge Technologie: 2009 feierten sie erst ihren 30. Geburtstag. 1979 verfügte die erste Turbine in Dänemark über eine Leistung von 22 kW. Heute leisten die emissionsfreien Anlagen weit mehr als das Hundertfache und erreichen einen Wirkungsgrad von maximal 45 %. Somit verwundert es kaum, dass vor allem zu Zeiten des drohenden Klimawandels und der Ressourcen-Verknappung das Geschäft mit Windkraftanlagen weltweit floriert. Auch in den USA gewinnt die Nutzung der Windenergie schnell an Fahrt – nicht zuletzt, da der Anteil erneuerbarer Energien am US-Strommix bis zum Jahr 2025 nach den Plänen der neuen US-Regierung bei 25 % liegen soll. Zum Vergleich: 2007 lag der Anteil laut dem amerikanischen Amt für Energiestatistik, der Energy Information Administration, gerade mal bei 2,5 %. Die Voraussetzungen für diese enorme Steigerung sind bereits geschaffen: Schon heute sind die USA der weltweit größte Windenergiemarkt – und Siemens ist als einer der führenden Lieferanten mittendrin.
Insgesamt hat das Unternehmen in den USA bis heute Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 2.700 MW installiert und allein im Geschäftsjahr 2008 Aufträge mit einer Gesamtleistung von 1.500 MW erhalten. So liefert Siemens beispielsweise 130 Anlagen mit einer Leistung von je 2,3 MW an zwei Windparks im Bundesstaat Washington sowie 141 Anlagen gleicher Größe an den Windpark Biglow Canyon im Bundesstaat Oregon. Deren Gesamtleistung reicht aus, um etwa 180.000 amerikanische Haushalte mit umweltfreundlichem Strom zu versorgen.
Um die wachsende Windkraft-Nachfrage in den USA noch effektiver bedienen zu können, hat Siemens im September 2007 seine erste Rotorblattfabrik auf US-amerikanischem Boden in Fort Madison/Iowa in Betrieb genommen. Seitdem werden dort jährlich etwa 600 Rotorblätter mit einer Länge von jeweils 45 m und einem Einzelgewicht von 12 t für den US-Markt gefertigt. Schon jetzt stößt die Produktion an ihre Grenzen – eine Verdoppelung der Kapazität ist bereits fest geplant.
Ebenso geplant ist ein Forschungs- und Entwicklungszentrum, dessen Bau Siemens in Boulder/Colorado kürzlich in Auftrag gegeben hat. Hier sollen die weißen Riesen in punkto Aerodynamik, Statik und Zuverlässigkeit verbessert werden – was die führende Position von Siemens bei der Windenergie in den USA weiter festigen wird.

sw