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SIEMENS

Research & Development
Technology Press and Innovation Communications

Dr. Ulrich Eberl
Herr Dr. Ulrich Eberl
  • Wittelsbacherplatz 2
  • 80333 Munich
  • Germany
Dr. Ulrich Eberl
Herr Florian Martini
  • Wittelsbacherplatz 2
  • 80333 Munich
  • Germany

Wohliges Klima

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Velaro Rus: Sicherheit und Komfort trotz extremer klimatischer Bedingungen.

Der neueste Hochgeschwindigkeitszug der Velaro-Familie hat den Härtetest für Russland bestanden. Vor seinem Einsatz untersuchten ihn Experten von Siemens bei winterlichen Extrembedingungen im Klima-Wind-Kanal in Wien. Der Zug soll ab Ende 2009 die Metropolen Moskau und St. Petersburg verbinden und den harten Witterungsbedingungen jederzeit standhalten. Dazu wurden in der Wiener Testanlage Rail Tec Arsenal (RTA) eisige Schneestürme erzeugt. Dabei herrschten Wind­geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h sowie Außentemperaturen bis ‑40 °C. Zuvor hatten Siemens-Ingenieure den ersten Hochgeschwindigkeitszug Russlands kältefest gemacht, indem sie robuste Materialien wie Stahl und Kunststoff einsetzten, die auch bei tiefen Temperaturen ihre Eigenschaften behalten. Spezielle Schmierstoffe, eine ausgereifte Gesamtkonstruktion und zusätzliche Sicherheitsfunktionen in der Antriebs- und Schalttechnik waren zudem nötig, um den Betrieb des Zuges bei widrigsten Kältebedingungen zu gewährleisten. Neben der Fahrtüchtigkeit bei Schnee und Eis zeigte der Test, dass die Fahrgäste im Inneren des Velaro RUS ein angenehmes Raumklima vorfinden: Die besondere Wärme-isolierung hält die Passagiere trotz Eiseskälte mollig warm. na/sw

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Wasser-Tester

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Effektiv: Das Vorkoster-System erfasst sogar chemische Kampfstoffe.

Forscher von Siemens Corporate Technology haben ein vollautomatisches System zur Überprüfung von Trinkwasser auf Giftstoffe entwickelt. Der Labordemonstrator kann alle 15 Minuten Wasserproben untersuchen. Das System schlägt auf mehr als 100 Giftstoffe wie etwa Insektizide an. Herzstück ist ein Biosensor, der die Aktivität spezieller Enzyme misst. Die Signalübertragung erfolgt dabei elektrisch, was das System schnell, sehr sensitiv und robust macht. na/sw

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Zeitlos warten

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Entspannungsbox: Für das passende Licht sorgen Osram-LED-Module.

In futuristisch anmutenden "napcaps" können Reisende am Terminal 2 des Münchener Flughafens einchecken und Wartezeiten angenehm überbrücken. Die Kabinen sind mit einer Liege, einem Arbeitstisch und Internetzugang ausgestattet. Für die richtige Beleuchtung sorgt ein ausgeklügeltes Lichtkonzept von Osram, das unterschiedlichste Lichtfarben und -helligkeiten erzeugt – je nach Wunsch ein helles, bläuliches und aktivierendes Arbeitslicht oder ein warmes, rotes Licht zum Entspannen. fk

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Echtzeit-3D-Herz

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Neue Dimensionen: das Ultraschall-System Acuson SC2000.

Siemens hat das weltweit erste Ultraschallsystem entwickelt, das während eines Herzschlags 3D-Aufnahmen des gesamten Herzens machen kann, die nicht aus einzelnen Teilen zusammengesetzt werden müssen. Das Acuson SC2000 ist für anspruchsvolle kardiovaskuläre Untersuch- ungen ausgelegt, die Herz und Blutgefäße betreffen. Mit der Technik des Acuson SC2000, dessen Schallkopf weltweit erstmalig gekühlt wird und so eine weitaus höhere Leistung erzielt, können Untersuchungen verkürzt werden. Dank einer intelligenten Software ist das System in der Lage, anatomische Muster und Merkpunkte in den Aufnahmen zu erkennen und automatisch Messungen durchführen, die mit einer Datenbank abgeglichen werden. Der Arzt kann die Ergebnisse schneller analysieren und umgehend eine Behandlung einleiten. Eine bessere Patienten-Versorgung ist das Resultat. na/sw

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Klimafreundlich

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Effektiv: Konzeptdesign der Pilotanlage mit CO2-Abtrennung von Siemens.

Siemens und E.ON bauen am Kohlekraftwerk Staudinger bei Hanau eine Pilotanlage zur Abscheidung von Kohlendioxid (CO2). Bei dem so genannten Post-Combustion-Capture-Verfahren wird ab Sommer 2009 ein Teil des bei der Verbrennung entstehenden Rauchgases mit einer speziellen Waschflüssigkeit in Kontakt gebracht, an die sich das im Gas enthaltene CO2 bindet. So lässt es sich zu etwa 90 % aus dem Abgas entfernen. Die Technik, die bereits erfolgreich im Labor getestet wurde, eignet sich insbesondere auch für die Nachrüstung konventioneller Kraftwerke. na/sw

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Ausgezeichnet

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Die Redaktion von Pictures of the Future (von links nach rechts – stehend): Jürgen Winzeck (Bildredaktion); Rolf Seufferle, Rigo Ratschke (Layout); Florian Martini (Chef vom Dienst); Sebastian Webel (Redaktion). Sitzend: Irene Kern (Bildredaktion); Natascha Römer (Illustrationen); Arthur F. Pease (verantwortlicher Redakteur und Herausgeber für die englische Ausgabe); Judith Egelhof (Bildredaktion), Dr. Ulrich Eberl (Chefredakteur und Herausgeber).

Pictures of the Future, das Siemens-Magazin für Forschung und Innovation, wurde in Washington D.C. mit den zwei höchsten Preisen ausgezeichnet – Veranstalter des Wettbewerbs war die Society for Technical Communication (STC), mit etwa 18 000 Mitgliedern der weltweit größte Berufsverband für Technikjournalisten und ‑redakteure, Illustratoren und Herausgeber. Die Siemens-Publikation hat dabei nicht nur den ersten Preis in der Sparte Zeitschriften, den Distinguished Award, gewonnen, sondern wurde außerdem mit dem Best of Show Award ausgezeichnet. Diese Klassifizierung drückt aus, dass eine Einsendung allen anderen Bewerbern des Wettbewerbs in Qualität, Konzept, Umsetzung und Präsentation überlegen ist. Ein Preisrichter urteilte: "Ich bin vor allem davon beeindruckt, dass sich eine Übersetzung aus dem Deutschen auch im Englischen so hervorragend liest. Das ist eine großartige Leistung." Ein anderer Juror fügte hinzu: "Diese Zeitschrift präsentiert Informationen aus Forschung und Entwicklung sehr erfolgreich, wobei die technischen Details in einem ausgewogenen Verhältnis stehen mit einem allgemeinen Überblick über das Umfeld und dem menschlichen Element inmitten all der innovativen Technik." fm

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Der Windtüftler

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Henrik Stiesdal: Windkraftanlagen robuster machen.

Henrik Stiesdal gehört wohl zu den Menschen, die ein "Erfinder-Gen" besitzen. Die Ölkrise in den 70-er Jahren und die Diskussion um die zukünftige Energieversorgung animierten den damaligen Abiturienten, auf dem Hof seiner Eltern in Dänemark eine der ersten Windturbinen überhaupt zu bauen. Das Material dafür holte er sich in erster Linie von Schrottplätzen. Heute ist der 51-jährige Däne einer der erfolgreichsten Pioniere auf dem Gebiet der Windkraft. Auf sein Konto gehen weltweit 74 Erfindungen und 85 erteilte Patente, auch vor seiner Zeit bei Siemens. "Windparks, vor allem auf offener See, haben eine große Zukunft", ist Stiesdal überzeugt. Jedoch müssen noch immer einige Hindernisse überwunden werden – etwa das Getriebe, das die niedrige Drehzahl des Rotors in die hohe Drehzahl zur Stromerzeugung umsetzt. "Getriebe sind sehr komplexe Maschinen, die störanfällig und teuer in der Reparatur sind", erklärt der Erfinder. Deshalb tüftelt Stiesdal derzeit an einer Turbine ohne Getriebe, die eine Synchronanlage besitzt, die von so genannten Permanentmagneten erregt wird und die Rotorbewegung direkt in elektrische Energie übersetzen. "Wenn das Konzept funktioniert, werden die Windparkbetreiber begeistert sein", glaubt Stiesdal. sw

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Lifting für die Königin

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Nofretete im CT-Scanner: Die Königin hat unter ihrem sichtbaren Antlitz ein zweites, verborgenes Gesicht.

Die berühmte Büste der Nofretete hatte ursprünglich ein ganz anderes Antlitz, haben Berliner Wissenschaftler herausgefunden. Unter ihrem Äußeren aus Gips verbirgt sich ein zweites Gesicht, das die Königin auf den ersten Blick wesentlich älter erscheinen lässt – um den Mund zeichnen sich etwa deutlich Falten ab, auch die Nase wirkt weniger harmonisch. Das Geheimnis lüften konnte das Team mit Hilfe des Computertomographen Somatom Sensation 64 von Siemens. Das Gerät erreicht eine Bildauflösung von 0,3 mm und ermöglichte so eine extrem detaillierte Darstellung des Kalksteinkerns. Offenbar war Pharao Echnaton vor über 3 000 Jahren mit dem Abbild seiner Gattin unzufrieden und ließ deshalb die Skulptur der altägyptischen Königin umarbeiten, glauben die Experten. Seine gewünschten Nachbesserungen: ausgeprägtere Wangenknochen und eine begradigte Nase. fm

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